{"id":118612,"date":"2022-11-15T07:08:00","date_gmt":"2022-11-15T06:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=118612"},"modified":"2022-11-14T08:50:32","modified_gmt":"2022-11-14T07:50:32","slug":"oecd-chef-fordert-weltweite-abschaffung-wettbewerbsverzerrender-agrarsubventionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oecd-chef-fordert-weltweite-abschaffung-wettbewerbsverzerrender-agrarsubventionen\/","title":{"rendered":"OECD-Chef fordert weltweite Abschaffung \u201ewettbewerbsverzerrender\u201c Agrarsubventionen"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Landwirtschaftsminister:innen aus 48 OECD-L\u00e4ndern trafen sich am Donnerstag und Freitag (3.\/4. November) in Paris, um im Vorfeld der COP27, der j\u00e4hrlichen UN-Klimakonferenz, \u00fcber die globale Ern\u00e4hrungssicherheit und eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion zu diskutieren, vor dem Hintergrund steigender Lebensmittelpreise und Klimaschocks.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/image-9.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-118614\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/image-9.jpeg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/image-9-300x169.jpeg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/image-9-150x84.jpeg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/image-9-768x432.jpeg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/image-9-400x225.jpeg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>Der spanische Landwirtschaftsminister Luis Planas (C-L) spricht mit den Medien w\u00e4hrend einer Pressekonferenz am Sitz der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Schloss La Muette in Paris, Frankreich, am 04. November 2022. Planas nahm an den verschiedenen Sitzungen teil, die auf dem Treffen der Landwirtschaftsminister der OECD stattfanden, um die Folgen des ukrainischen Krieges auf dem Getreidemarkt zu diskutieren. EPA-EFE\/MOHAMMED BADRA [<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/epaimages.com\/downloadpicturepreview.pp?pictureid=11111707\" target=\"_blank\">EPA-EFE\/BADRA<\/a>]<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>In seiner Er\u00f6ffnungsrede sagte OECD-Generalsekret\u00e4r Cormann, dass die Regierungen weltweit mehr als 800 Milliarden Dollar pro Jahr an Subventionen und anderen Unterst\u00fctzungen f\u00fcr den Agrarsektor bereitstellen, w\u00e4hrend nur 13 Prozent dieser Unterst\u00fctzung in Investitionen in Innovationen flie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eStattdessen ist ein zu gro\u00dfer Teil dieser Unterst\u00fctzung ineffizient, da sie das Einkommen ungleich an die Landwirt:innen weitergibt, indem sie gr\u00f6\u00dferen Landwirt:innen st\u00e4rker zugutekommt und zu oft umweltsch\u00e4dlich ist\u201c, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p>Cormann forderte die OECD-Mitgliedsl\u00e4nder auf, \u201ediesen Trend zu \u00e4ndern, indem sie wettbewerbsverzerrende Subventionen abschaffen und die \u00f6ffentlichen Ausgaben auf eine nachhaltigere und widerstandsf\u00e4higere Landwirtschaft und Ern\u00e4hrungssysteme umlenken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er rief auch dazu auf, \u201edie M\u00e4rkte offen und transparent zu halten\u201c, was die Beseitigung von Exportbeschr\u00e4nkungen einschlie\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Der neuseel\u00e4ndische Landwirtschaftsminister und Mitvorsitzende des OECD-Agrarministertreffens, Damien O\u2019Connor, sagte gegen\u00fcber EURACTIV, er werde sich \u201eimmer f\u00fcr eine Reform von Agrarsubventionen einsetzen, die zu einer ineffizienten Produktion, verschwenderischen Emissionen und verzerrten Marktpreisen beitragen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl Neuseeland kein Subventionsprogramm f\u00fcr Landwirt:innen hat, sagte er, \u201edass die L\u00e4nder ihren eigenen Ansatz dazu verfolgen\u201c und \u201esich zunehmend bewusst werden, dass sch\u00e4dliche Agrarsubventionen der globalen Umwelt schaden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Europ\u00e4ische Union verf\u00fcgt mit ihrer 270 Milliarden Euro schweren Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) \u00fcber eines der weltweit gr\u00f6\u00dften Subventionsprogramme f\u00fcr die Landwirtschaft. Die GAP ist in der Vergangenheit bei Handelsgespr\u00e4chen mit Drittl\u00e4ndern als zu protektionistisch kritisiert worden.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Bericht\u00a0<a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/gap-reform\/news\/oecd-eu-agrarsubventionen-nicht-ausreichend-auf-nachhaltigkeit-ausgelegt\/?_ga=2.222170136.12064741.1667813263-654243773.1667813262\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">bem\u00e4ngelte<\/a>\u00a0die OECD, dass die GAP umweltpolitische Ziele trotz der hohen Agrarausgaben der EU f\u00fcr Klimama\u00dfnahmen nicht erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gr\u00fcne Architektur der GAP wurde 2021 reformiert, um \u201egr\u00fcnere\u201c landwirtschaftliche Praktiken \u00fcber die sogenannten \u00d6ko-Regelungen zu f\u00f6rdern. Dem OECD-Bericht vom Juli zufolge reichen freiwillige Anreizsysteme wie die \u00d6koregelungen jedoch nicht aus, und die EU muss unter anderem die landwirtschaftlichen Emissionen bepreisen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der von den OECD-Minister:innen am 4. November unterzeichneten Abschlusserkl\u00e4rung werden die L\u00e4nder au\u00dferdem aufgefordert, \u201edie Effektivit\u00e4t und Effizienz der Agrarpolitik zu bewerten, um bessere Umweltergebnisse zu f\u00f6rdern, auch durch die Pr\u00fcfung umweltsch\u00e4dlicher und -f\u00f6rdernder Subventionen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Weltklimakonferenz COP27, die vom 6. bis 18. November 2022 in Sharm El-Sheikh (\u00c4gypten) stattfindet, wird die Landwirtschaft erstmals ein zentrales Thema sein, dem ein ganzer Tag (12. November) gewidmet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir m\u00fcssen unsere Bem\u00fchungen verst\u00e4rken, um sicherzustellen, dass die Agrarpolitik voll und ganz mit unseren langfristigen Klimazielen und den Ergebnissen der COP27 \u00fcbereinstimmt\u201c, sagte der OECD-Generalsekret\u00e4r.<\/p>\n\n\n\n<p>Da etwa ein Drittel der weltweiten Emissionen auf die Nahrungsmittelsysteme entfallen, seien \u201eehrgeizige und wirksame Ma\u00dfnahmen gegen den Klimawandel\u201c im Agrarsektor von entscheidender Bedeutung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landwirtschaftsminister:innen aus 48 OECD-L\u00e4ndern trafen sich am Donnerstag und Freitag (3.\/4. November) in Paris, um im Vorfeld der COP27, der j\u00e4hrlichen UN-Klimakonferenz, \u00fcber die globale Ern\u00e4hrungssicherheit und eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion zu diskutieren, vor dem Hintergrund steigender Lebensmittelpreise und Klimaschocks. 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