{"id":118476,"date":"2022-11-14T07:26:00","date_gmt":"2022-11-14T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=118476"},"modified":"2022-11-09T13:41:17","modified_gmt":"2022-11-09T12:41:17","slug":"neues-forschungsprojekt-will-reststoffe-aus-der-hanfverarbeitung-in-den-kreislauf-bringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neues-forschungsprojekt-will-reststoffe-aus-der-hanfverarbeitung-in-den-kreislauf-bringen\/","title":{"rendered":"Neues Forschungsprojekt will Reststoffe aus der Hanfverarbeitung in den Kreislauf bringen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbfz.de\/fileadmin\/_processed_\/e\/1\/csm_HanfNRG_Proben_030dddd658.jpg\" alt=\"Rest- und Abfallstoffe aus der Verarbeitung von Hanffasern\" title=\"Rest- und Abfallstoffe aus der Verarbeitung von Hanffasern\"\/><figcaption><small>Rest- und Abfallstoffe aus der Verarbeitung von Hanffasern (Foto: \u00a9 DBFZ)<\/small><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Die Hanfindustrie hat sich aufgrund neuer politischer Rahmenbedingungen und innovativer Produktfelder zu einem stark wachsenden Wirtschaftsbereich entwickelt. Vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen r\u00fcckt bei der Verarbeitung des Rohstoffes Hanf auch die Erschlie\u00dfung biogener Rest- und Abfallstoffe in den Fokus. Im neuen Vorhaben \u201eHanfNRG\u201c unter der Koordination des Deutschen Biomasseforschungszentrums sollen gemeinsam mit dem Praxispartner, der&nbsp;<\/strong><strong>Hanffaser Uckermark eG<\/strong><strong>,<\/strong><strong>&nbsp;die energetischen Nutzungsoptionen von Reststoffen der Hanfverarbeitung zur exemplarischen Einbindung in das Energiekonzept einer Hanffaserfabrik untersucht werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hanf ist ein g\u00fcnstiger und vielf\u00e4ltig nutzbarer Rohstoff. Neben zahlreichen Produkten in den Bereichen Kleidung, Kosmetik, Konsum und Kraftstoff ist die Nutzpflanze auch im Baubereich eine wertvolle Ressource. So wird Hanf als Beimischung im M\u00f6rtel (Hanf-Kalk-M\u00f6rtel), als Stopfhanf f\u00fcr D\u00e4cher und Fassaden, als Schallsch\u00fcttung, Wandd\u00e4mmung und D\u00e4mmputz sowie als Akustik- und Leinenvlies oder f\u00fcr Trockenbauplatten eingesetzt. Die bislang noch weitestgehend ungenutzten Rest- und Abfallstoffe aus der Verarbeitung sind \u00fcberwiegend Bl\u00e4tter und Bl\u00fcten, Hanfsch\u00e4ben sowie Hanfstaub oder Extraktionsreste der Hanf\u00f6lproduktion. Diese sollen im Vorhaben \u201eHanfNRG\u201c einer vorzugsweise energetischen Nutzung in der Produktionsanlage zugef\u00fchrt werden. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDie Ergebnisse des Vorhabens sollen zu einer gesteigerten Kaskadennutzung faserreicher biogener Reststoffe und zur St\u00e4rkung der Wertsch\u00f6pfung im l\u00e4ndlichen Raum beitragen sowie die Entwicklung einer Circular Bioeconomy unterst\u00fctzen\u201c, erl\u00e4utert der Projektleiter des Vorhabens, <strong>Harald Wedwitschka vom DBFZ<\/strong>.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Als Schwerpunkt wird im Vorhaben der D\u00e4mmstoffherstellungsprozess betrachtet. In der industriellen Hanffaserproduktion werden aus getrocknetem Hanfstroh hochwertige Naturfasern gewonnen, die zur Herstellung von \u00f6kologischen D\u00e4mmstoffmaterialen eingesetzt werden. Hanfd\u00e4mmstoffe zeichnen sich durch eine bessere CO<sub>2<\/sub>-Bilanz gegen\u00fcber konventionellen D\u00e4mmstoffmaterialien wie Mineralwolle oder Styropor aus und bieten die M\u00f6glichkeit, CO<sub>2<\/sub>\u00a0\u00fcber mehrere Jahrzehnte im D\u00e4mmstoff zu fixieren. Im D\u00e4mmstoffherstellungsverfahren fallen neben dem Hauptprodukt Hanffasern im etwa gleichen Umfang zellulosehaltige Reststoffe an, die derzeit nur zu einem geringen Teil wirtschaftlich genutzt werden und wahlweise entweder vergoren, vergast oder verbrannt werden k\u00f6nnten. Nutzbare Endprodukte w\u00e4ren Biogas\/Biomethan, W\u00e4rmeenergie, Prozessw\u00e4rme, Synthesegas oder G\u00e4rrestprodukte. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eIm Projekt soll die Eignung dieser Verfahren f\u00fcr eine optimale Nutzung der unterschiedlichen Reststoffe untersucht werden\u201c, erg\u00e4nzt <em>Wedwitschka<\/em>.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Neben den f\u00fcr eine weitere Nutzung notwendigen Voruntersuchungen der Reststofflagerung sowie der Behandlungsoptionen sollen im Rahmen des Vorhabens Praxispartner in ganz Deutschland zu m\u00f6glichen Potenzialen befragt und Workshops zu den M\u00f6glichkeiten und Hemmnissen bei der energetischen Nutzung von Produktionsreststoffen veranstaltet werden. Angestrebtes Ziel des bis September 2025 laufenden und vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz finanzierten Vorhabens ist die Zusammenf\u00fchrung der Ergebnisse f\u00fcr eine Technologiekonzeptentwicklung sowie eine \u00f6kologische und \u00f6konomische Bewertung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Informationen:&nbsp;<\/strong><a href=\"http:\/\/www.dbfz.de\/hanfnrg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.dbfz.de\/hanfnrg<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Smart Bioenergy \u2013 Innovationen f\u00fcr eine nachhaltige Zukunft&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Deutsche Biomasseforschungszentrum arbeitet als zentraler und unabh\u00e4ngiger Vordenker im Bereich der energetischen und stofflichen Biomassenutzung an der Frage, wie die begrenzt verf\u00fcgbaren Biomasseressourcen nachhaltig und mit h\u00f6chster Effizienz und Effektivit\u00e4t zum bestehenden und zuk\u00fcnftigen Energiesystem beitragen k\u00f6nnen. Im Rahmen der Forschungst\u00e4tigkeit identifiziert, entwickelt, begleitet, evaluiert und demonstriert das DBFZ die vielversprechendsten Anwendungsfelder f\u00fcr Bioenergie und die besonders positiv herausragenden Beispiele gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und \u00d6ffentlichkeit. Mit der Arbeit des DBFZ soll das Wissen \u00fcber die M\u00f6glichkeiten und Grenzen einer energetischen und integrierten stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe in einer biobasierten Wirtschaft insgesamt erweitert und die herausragende Stellung des Industriestandortes Deutschland in diesem Sektor dauerhaft abgesichert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hanfindustrie hat sich aufgrund neuer politischer Rahmenbedingungen und innovativer Produktfelder zu einem stark wachsenden Wirtschaftsbereich entwickelt. 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