{"id":11817,"date":"2009-09-29T00:00:00","date_gmt":"2009-09-28T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090929-04n"},"modified":"2009-09-29T00:00:00","modified_gmt":"2009-09-28T22:00:00","slug":"frankreich-74-millionen-e-fuer-btl-und-cellulose-ethanol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/frankreich-74-millionen-e-fuer-btl-und-cellulose-ethanol\/","title":{"rendered":"Frankreich: 74 Millionen \u20ac f\u00fcr BtL und Cellulose-Ethanol"},"content":{"rendered":"<p><b>Das franz\u00f6sische Erd\u00f6linstitut (IFP), das franz\u00f6sische Institut f\u00fcr Agrarforschung (Inra), die Struktur Agrarforschung f\u00fcr Entwicklung (ARD) und acht weitere Partner haben am 11. September 2009 den Start des Projekts Futurol angek\u00fcndigt. Das Ziel dieses Projektes ist es, bis 2015 ein Produktionsverfahren f\u00fcr Ethanol der &#8220;zweiten Generation&#8221; auf den Markt zu bringen. Der Projektumfang bel\u00e4uft sich auf etwa 74 Millionen \u20ac, eine F\u00f6rderung von 29,9 Millionen \u20ac wurde von der Innovationsagentur OSEO bewilligt.<\/b><\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund einer Erd\u00f6lverknappung, der Erderw\u00e4rmung und dem aktuellen R\u00fcckgang der Entwicklung von Biokraftstoffen der &#8220;ersten Generation&#8221; (Bioethanol und Biodiesel) aufgrund zu geringer Energieeffizienz, mangelnder Nachhaltigkeit und der Nutzung von Nahrungsmitteln als Rohstoffgrundlage, stellt die Entwicklung dieser Biokraftstoffe der Zukunft (die die Biomasse ern\u00e4hrungsfremder Stoffe nutzen, wie Stroh, Holz oder Waldreststoffe) eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen der heutigen Zeit dar. Es gibt zwei M\u00f6glichkeiten zur Herstellung des Biokraftstoffes: die biochemische Variante zur Herstellung von Zellulose-Ethanol (Extraktion der Zellulose, Umwandlung der Zellulose in Glucose durch Hydrolyse mit Enzymen, G\u00e4rung der Glucose mit Hefen zu Ethanol und S\u00e4uberung des Ethanols durch Destillierung und Trocknung) und die thermochemische Variante f\u00fcr den synthetischen Dieselkraftstoff BtL (Biomass to Liquid) (Aufbereitung der Biomasse durch Pyrolyse oder R\u00f6stung, anschlie\u00dfende Umwandlung in gasf\u00f6rmigen Zustand mit Hilfe von Wasserdampf oder Wasserstoff, gefolgt vom Fischer-Tropsch-Verfahren: chemische Umwandlung des Synthesegases in fl\u00fcssige und feste paraffinische Kohlenwasserstoffe). Das IPF f\u00fchrt Forschungsarbeiten in beiden Bereichen durch.<\/p>\n<p>Bis 2015 soll im Rahmen von Futurol ein franz\u00f6sisches Industrieverfahren f\u00fcr die Produktion von Zellulose-Ethanol auf den Markt gebracht werden. Dieses Projekt mobilisiert s\u00e4mtliche F&#038;E-Kompetenzen Frankreichs in diesem Bereich: das Inra f\u00fcr die Ressource und alkoholische G\u00e4rung, die ARD f\u00fcr die Vorbehandlung und Coproduktverwaltung und das IFP f\u00fcr die Enzymhydrolyse und die Verfahrensintegration. Die verschiedenen Partner arbeiten im Konsortium &#8220;Procethol 2G&#8221; zusammen, um die gesamte Branche voranzutreiben und die Verfahren und Produkte (Enzyme und Hefen) patentieren zu lassen, deren Markteinf\u00fchrung Axens, eine Tochtergesellschaft des IFP, sichern wird. Nach Angaben von Jean-Pierre Burzynski, Leiter der petrochemischen Aufbereitungsanlage im IFP, soll bis 2010 eine Pilotanlage (Verarbeitung von 1 Tonne Biomasse pro Tag) in der Marne entstehen, bevor drei Jahre sp\u00e4ter ein industrieller Prototyp (100 Tonnen Biomasse pro Tag) errichtet wird. Das Ziel besteht darin, ein Produktionsverfahren zu entwickeln, dass, vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen, mit dem europ\u00e4ischen Ethanol der ersten Generation vergleichbar ist.<\/p>\n<p>Ziel der europ\u00e4ischen Union ist es, dass bis zum Jahr 2020 10% des gesamten Kraftstoffverbrauchs auf Biokraftstoffe entfallen sollen. Die EU plant ebenfalls die Einf\u00fchrung einer Zertifizierung mit Kriterien f\u00fcr die Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen. Zun\u00e4chst k\u00f6nnte eine Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 35% gefordert werden.<\/p>\n<p>Noch nie wurde weltweit so viel in die F&#038;E im Bereich der Produktion von Biokraftstoffen investiert. W\u00e4hrend die USA und Brasilien auf das Zellulose-Ethanol setzen, interessiert sich Europa f\u00fcr beide M\u00f6glichkeiten (Zellulose-Ethanol und BtL). Mehrere Pilotanlagen sind bereits in Betrieb und andere befinden sich derzeit in der Planung. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung besteht darin, diese Biokraftstoffe zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen und mit den besten Umweltbilanzen zu erzeugen. Angesichts der noch zu \u00fcberwindenden wirtschaftlichen und technologischen Hindernisse werden die ersten Industrieanlagen erst 2015\/2020 entstehen.<\/p>\n<p>Die Partner des Projekts Futurol: IFP, Inra, ARD, Verband der Zuckerr\u00fcbenbauern (CGB), Champagne c\u00e9r\u00e9ales, Lesaffre Group, Landesamt f\u00fcr W\u00e4lder (ONF), Tereos, Total, Unigrains und die Cr\u00e9dit agricole du Nord-Est.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das franz&ouml;sische Erd&ouml;linstitut (IFP), das franz&ouml;sische Institut f&uuml;r Agrarforschung (Inra), die Struktur Agrarforschung f&uuml;r Entwicklung (ARD) und acht weitere Partner haben am 11. 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