{"id":11815,"date":"2009-09-30T00:00:00","date_gmt":"2009-09-29T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090930-04n"},"modified":"2009-09-30T00:00:00","modified_gmt":"2009-09-29T22:00:00","slug":"forschung-mehrjaehrige-biomasselieferanten-aus-aller-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forschung-mehrjaehrige-biomasselieferanten-aus-aller-welt\/","title":{"rendered":"Forschung: Mehrj\u00e4hrige Biomasselieferanten aus aller Welt"},"content":{"rendered":"<p><b>Ist es wirklich n\u00f6tig, jedes Jahr eine Fl\u00e4che in der Gr\u00f6\u00dfe des Saarlandes zu bepflanzen, um gen\u00fcgend Masse f\u00fcr das Biogas zur Erzeugung von Strom und W\u00e4rme zu haben? Und ist es sinnvoll, zu diesem Zweck ausgerechnet den nicht ganz unproblematischen Mais einzusetzen?<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090930-04\/newsimage.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Die nordamerikanische Becherpflanze oder auch <br \/>Durchwachsende Silphie (Silphium perfoliatum) <br \/>ist eine der ausdauernden Bioenergie-Testpflanzen <br \/>des Forschungsprojekts der Universit\u00e4t Bayreuth. <br \/>Foto: Universit\u00e4t Bayreuth&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Die nordamerikanische Becherpflanze oder auch <br \/>Durchwachsende Silphie (Silphium perfoliatum) <br \/>ist eine der ausdauernden Bioenergie-Testpflanzen <br \/>des Forschungsprojekts der Universit\u00e4t Bayreuth. <br \/>Foto: Universit\u00e4t Bayreuth<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Antworten auf diese Fragen suchen Forscher der Universit\u00e4t Bayreuth im Rahmen eines auf f\u00fcnf Jahre ausgelegten und von der Oberfrankenstiftung und dem Bundeslandwirtschaftsministerium gef\u00f6rderten Projekts. &#8220;Als Testpflanzen, die ab dem dritten Jahr alle zwei bis 2,50 Meter Bestandesh\u00f6he erreichen und mit ihrer Ertragsleistung an die von hoch gez\u00fcchteten Maissorten heranreichen, werden derzeit neun verschiedene Arten aus Nordamerika bis Ostasien angebaut. Weitere Arten untersuchen wir in einer Vorstudie&#8221;, sagt Dr. Pedro Gerstberger, Direktor und Botaniker am Lehrstuhl f\u00fcr Pflanzen\u00f6kologie. Diese Arten werden zeigen m\u00fcssen, ob sie bei den Trockenmasse-Ertr\u00e4gen pro Hektar, der Methan-Ausbeute sowie bei den landwirtschaftlich-betrieblichen und bodenkundlichen Parametern mit dem gemeinen Mais mithalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Bayreuther Forscher jedenfalls sind optimistisch, mit neuen und ausdauernden Pflanzenarten f\u00fcr die Biomethan-Gewinnung einen Fortschritt erzielen zu k\u00f6nnen. Zu deutlich sind die Nachteile des Mais: Jedes Jahr aufs Neue muss der Mais anges\u00e4t werden. Als so genannte konkurrenzarme Art braucht er ein unkrautfreies Saatbeet und damit den Einsatz Herbiziden und Pestiziden. &#8220;Ertragreiche Dauerkulturen von mehrj\u00e4hrigen Staudenarten k\u00f6nnen diese Probleme l\u00f6sen&#8221;, sagt Gerstberger, der in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftlichen Bezirkslehrgut Oberfranken den Anbau stark wachsender Wildpflanzen als nachwachsende Rohstoffquelle vorantreibt. Nach ihrer Anlage k\u00f6nnen mehrj\u00e4hrige Pflanzenkulturen 15 Jahre und l\u00e4nger genutzt werden. Ist der Bestand ab dem zweiten Jahr etabliert, werden keine Herbizide mehr ben\u00f6tigt, weil das Blattwerk der Kulturen den Boden stark beschattet. Die lebenden Wurzeln und Wurzelst\u00f6cke der Dauerkulturen halten zudem die Bodenpar-tikel fest, so dass eine Bodenerosion weitgehend unterbleibt. Beim Maisanbau kann die Bodenerosion &#8211; also der Verlust fruchtbarer Ackerkrume &#8211; selbst in leichter Hanglage bis zu 100 Tonnen pro Hektar und Jahr betragen, so Gerstberger.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Vorteile der bisher landwirtschaftlich noch nicht genutzten Wildpflanzenarten sind ihr reicher Bl\u00fctenflor bis in den September als Nektarquelle f\u00fcr Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten sowie die Tatsache, dass die Arten offenbar von Wildschweinen gemieden werden. In Maisfeldern richteten Wildschweine erhebliche Sch\u00e4den an &#8211; mit steigender Tendenz. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ist es wirklich n&ouml;tig, jedes Jahr eine Fl&auml;che in der Gr&ouml;&szlig;e des Saarlandes zu bepflanzen, um gen&uuml;gend Masse f&uuml;r das Biogas zur Erzeugung von Strom<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[6286,655],"class_list":["post-11815","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-ernahrung-landwirtschaft","supplier-universitaet-bayreuth"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11815","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11815"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11815\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11815"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11815"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11815"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11815"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}