{"id":118145,"date":"2022-11-07T07:32:00","date_gmt":"2022-11-07T06:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=118145"},"modified":"2022-11-02T17:42:36","modified_gmt":"2022-11-02T16:42:36","slug":"erneuerbare-fullstoffe-auf-cellulose-basis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/erneuerbare-fullstoffe-auf-cellulose-basis\/","title":{"rendered":"Erneuerbare F\u00fcllstoffe auf Cellulose-Basis"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/Pumpenmembran-mit-MFC-web-1.jpg\" alt=\"Es ist eine Herausforderung, mikrofibrillierte Cellulose (MFC) mit hydrophoben, d.h. wasserabweisenden, Kautschuken zu mischen. Bild: Empa \/ Daetwyler Schweiz AG\" class=\"wp-image-118174\" width=\"710\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/Pumpenmembran-mit-MFC-web-1.jpg 870w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/Pumpenmembran-mit-MFC-web-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/Pumpenmembran-mit-MFC-web-1-150x84.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/Pumpenmembran-mit-MFC-web-1-768x433.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/11\/Pumpenmembran-mit-MFC-web-1-400x225.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><figcaption>Es ist eine Herausforderung, mikrofibrillierte Cellulose (MFC) mit hydrophoben, d.h. wasserabweisenden, Kautschuken zu mischen. Bild: Empa \/ Daetwyler Schweiz AG<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Die Substitution von petrochemischen Materialien durch solche aus nachwachsenden Rohstoffen ist ein wichtiger Schritt zu mehr Nachhaltigkeit. In nur zwei Jahren intensiver und offener Zusammenarbeit zwischen der Empa und der D\u00e4twyler Schweiz AG im Rahmen eines Innosuisse-Projekts ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, das die Welten von Cellulose und Kautschuk zusammenbringt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Substitution von petrochemischen Materialien durch solche, die aus erneuerbaren Rohstoffen gewonnen werden, ist ein wichtiger Schritt zur Steigerung der Nachhaltigkeit. Aus pflanzlicher Cellulose gewonnene Materialien sind vielversprechende Kandidaten f\u00fcr diesen Anwendungsbereich. Sie sind erneuerbar, reichlich vorhanden und weisen eine geringe Umweltbelastung auf. In der Gummiindustrie erh\u00e4lt mikrofibrillierte Cellulose (MFC) aufgrund ihrer hohen Steifigkeit, der Morphologie ihrer Fibrillen, ihrer geringen Dichte und ihrer mechanischen Eigenschaften viel Aufmerksamkeit. Sie hat damit ein hohes Potential, die Eigenschaften von Kautschuk-Compounds&nbsp;zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist jedoch eine Herausforderung, MFC mit hydrophoben, d. h. wasserabweisenden, Kautschuken zu mischen. Zusammen mit dem Entwicklungspartner Empa hat&nbsp;D\u00e4twyler&nbsp;ein industrielles Verfahren zur Oberfl\u00e4chenmodifizierung von MFC entwickelt, um diese Herausforderung zu l\u00f6sen. Erste Versuche sahen den Ersatz von petrochemischen Aramidfasern durch modifizierte MFCs vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse zeigen eine gute Kompatibilit\u00e4t zwischen dem MFC-F\u00fcllstoff und der Kautschuk-Matrix mit starker Verst\u00e4rkungswirkung, die sogar besser ist als die, die mit herk\u00f6mmlichen erd\u00f6lbasierten Aramidfasern erreicht wird. Die Entwicklung dieser neuartigen F\u00fcllstoffe wird ein wichtiger Schritt zur Steigerung der Nachhaltigkeit von Gummiprodukten wie zum Beispiel Pumpenmembranen sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zwei Jahre von der Forschung bis zur Umsetzung in der Industrie<\/h3>\n\n\n\n<p>In nur zwei Jahren intensiver und offener Zusammenarbeit zwischen der Empa und der D\u00e4twyler Schweiz AG ist es im Rahmen eines Innosuisse-Projekts gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, das die Welten von Zellulose und Kautschuk zusammenf\u00fchrt. In dieser kurzen Zeit konnte der gesamte Bogen von der Forschung bis zur industriellen Umsetzung gespannt werden. Das Verfahren ist inzwischen patentiert.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;Dieses Projekt ist ein sehr gutes Beispiel daf\u00fcr, wie wertvoll die Unterst\u00fctzung von Innosuisse f\u00fcr solche erfolgreichen Innovationsprojekte ist, die durch neuartige Produkte und Verfahren nicht nur die Unternehmen selbst, sondern letztlich auch den ganzen Standort Schweiz st\u00e4rken und wirtschaftlich voranbringen&#8221;, sagt Empa-Forscher Thomas Geiger.&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Substitution von petrochemischen Materialien durch solche aus nachwachsenden Rohstoffen ist ein wichtiger Schritt zu mehr Nachhaltigkeit. In nur zwei Jahren intensiver und offener Zusammenarbeit zwischen der Empa und der D\u00e4twyler Schweiz AG im Rahmen eines Innosuisse-Projekts ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, das die Welten von Cellulose und Kautschuk zusammenbringt. 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