{"id":11797,"date":"2009-06-24T00:00:00","date_gmt":"2009-06-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090624-01n"},"modified":"2009-06-24T00:00:00","modified_gmt":"2009-06-23T22:00:00","slug":"italien-illegale-holzabfaelle-und-radioaktives-caesium-in-holzpellets","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/italien-illegale-holzabfaelle-und-radioaktives-caesium-in-holzpellets\/","title":{"rendered":"Italien: Illegale Holzabf\u00e4lle und radioaktives C\u00e4sium in Holzpellets"},"content":{"rendered":"<p><b>Unzul\u00e4ssige Rohstoffherk\u00fcnfte und radioaktive Energiepellets auf dem Markt \u2013 die italienische Pelletbranche wird derzeit von Skandalen gebeutelt. F\u00fcr Deutschland und \u00d6sterreich gehen die Branchenverb\u00e4nde davon aus, dass keine mit dem radioaktiven Element Caesium (Cs) 137 belasteten Pellets im Handel sind.<\/b><\/p>\n<p><b>Illegale Quellen f\u00fcr Pelletsproduktion<\/b><br \/>Wie die \u00f6sterreichische Bauernzeitung berichtet, sind in Italien 10 Unternehmen und 14 Personen unter Verdacht, illegal mit Holzabf\u00e4llen gehandelt zu haben. Es wurden G\u00fcter im Wert von 3 Mio. \u20ac beschlagnahmt, meldet oggitreviso.it. Besonders im Visier steht einer der gr\u00f6\u00dften Pelletshersteller des Landes, La Ti Esse, der zudem Pr\u00e4sident des italienischen Pellletsverbandes ist. Der Verdacht besteht, dass \u00dcberreste aus der M\u00f6belproduktion und andere mit Lack und Leim behandelte Holzteile f\u00fcr die Pelletsproduktion verwendet wurden, liest man auf rainews24.rai.it. Momentan bestehe jedoch kein Verkaufsstopp f\u00fcr die Pellets von La Ti Esse. <\/p>\n<p><b>10.000 Tonnen verstrahlte Pellets vom Markt genommen<\/b><br \/>Bereits in der vergangenen Woche mussten \u00fcber 10.000 Tonnen Pellets wegen mutma\u00dflicher radioaktiver Verseuchung in Italien vom Markt genommen werden, zitiert AFP mehrere italienische Zeitungen. Die Pellets stammen angeblich aus Litauen. Die Beh\u00f6rden wurden von einem Mann aus dem Aosta-Tal informiert, der die Pellets analysieren lie\u00df, weil sie schlecht gebrannt h\u00e4tten, hei\u00dft es. Die Untersuchung habe eine Verunreinigung mit dem giftigen C\u00e4sium 137 ergeben. In den Pellets ist der Stoff zwar ungef\u00e4hrlich, Rauch und Asche aber sind extrem gesundheitssch\u00e4dlich. Die Pellets wurden im vergangenen Herbst nach Italien importiert und in elf s\u00fcditalienischen Regionen verkauft.<\/p>\n<p><b>Produkte in Deutschland und \u00d6sterreich nicht betroffen<\/b><br \/>Der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV) berichtet \u00fcber aktuelle Tests von Holzpellets auf den Gehalt des radioaktiven Elements Caesium (Cs) 137, die durchgehend negative Resultate erbracht h\u00e4tten. Sowohl in Deutschland als auch in \u00d6sterreich sind bei Messungen keine Hinweise auf radioaktive Belastungen in Pellets aufgetreten, wie DEPV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Martin Bentele am Montag, den 22. Juni 2009 in Berlin mitteilte. Auch eine Abfrage bei deutschen Pelleth\u00e4ndlern ergab keine Hinweise auf litauische Pellets, die in Deutschland im Umlauf seien. Durch diese Ergebnisse kann eine Verbrauchergef\u00e4hrdung in Deutschland und \u00d6sterreich ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Das Jenaer Institut Eurofins-AUA GmbH (Niederlassung Freiberg, Sachsen) hat im Auftrag von zehn H\u00e4ndlern und Produzenten aus Deutschland Pelletproben auf den Gehalt von Cs 137 testen lassen. Dabei wurde (bei zwei Proben) ein H\u00f6chstwert von 7 Becquerel (Bq)\/kg ermittelt. Die anderen Werte lagen darunter. Der \u00f6sterreichische Pelletverband Pro Pellets Austria (PPA) hat ebenfalls aktuell Pellets aus \u00f6sterreichischer, tschechischer und deutscher Produktion pr\u00fcfen lassen, woraus sich ebenfalls keine belasteten Messungen ergaben. Die 7 Resultate weisen einen H\u00f6chstwert von 4,6 Bq\/kg auf. Die H\u00f6he der Belastungen in den Pellets entspricht derjenigen von B\u00f6den, Pflanzen- und Pflanzenprodukten. F\u00fcr den sensiblen Bereich der Lebensmittel betr\u00e4gt der Grenzwert 600 Bq\/kg (lt. EU Verordnung 616\/2000). Einen EU-Grenzwert f\u00fcr Holzprodukte gibt es nicht.<\/p>\n<p>&#8220;Anders als Italien kann der heimische Markt komplett mit Pellets aus Deutschland versorgt werden. Die Inlandsnachfrage lag in der Vergangenheit sogar immer unterhalb der heimischen Produktion, so dass Pellets sogar in gro\u00dfen Mengen exportiert wurden&#8221;, sagte DEPV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Martin Bentele am Montag, den 15. Juni in Berlin. Importe k\u00e4men im geringen Umfang aus den direkten Nachbarstaaten wie \u00d6sterreich oder Tschechien. Mit einer am 22. Juni bei den  Pelletproduzenten und dem Handel get\u00e4tigten Umfrage fragt der Verband ab, ob in der Branche Kenntnisse \u00fcber litauischen Pellets in Deutschland best\u00fcnden. Zudem wird der DEPV mit einem kurzfristigen Praxistest die Existenz von belasteten Pellets am deutschen Markt \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Unzul&auml;ssige Rohstoffherk&uuml;nfte und radioaktive Energiepellets auf dem Markt &ndash; die italienische Pelletbranche wird derzeit von Skandalen gebeutelt. 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