{"id":11796,"date":"2009-06-24T00:00:00","date_gmt":"2009-06-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090624-02n"},"modified":"2009-06-24T00:00:00","modified_gmt":"2009-06-23T22:00:00","slug":"arbeitsmarkt-erneuerbare-energien-legen-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/arbeitsmarkt-erneuerbare-energien-legen-zu\/","title":{"rendered":"Arbeitsmarkt: Erneuerbare Energien legen zu"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Zahl der Stellenangebote im Bereich der Erneuerbaren Energien ist im ersten Quartal 2009 gegen\u00fcber den Vorjahren weiter gestiegen. Im Vergleich mit 2008 gab es rund ein Viertel mehr an offenen Stellen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die der Wissenschaftsladen Bonn und der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) vorstellten. &#8220;Damit hat sich die Aufw\u00e4rtsentwicklung trotz Wirtschaftskrise nun im vierten Jahr fortgesetzt&#8221;, sagte Theo B\u00fchler, Arbeitsmarktexperte des Wissenschaftsladens Bonn, der erstmals 2006 im Auftrag des Bundesumweltministeriums den Arbeitsmarkt Erneuerbare Energien untersuchte.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;W\u00e4hrend die Gesamtwirtschaft in ihrer tiefsten Krise steckt, ist die Branche der Erneuerbaren Energien weiterhin ein verl\u00e4sslicher Jobmotor in Deutschland&#8221;, erkl\u00e4rte Dietmar Sch\u00fctz, Pr\u00e4sident des BEE. Die Erneuerbaren Energien seien Klimasch\u00fctzer Nummer eins. Angesichts der gro\u00dfen Klimaschutzprogramme weltweit sei auf diese Jobs auch in Zukunft Verlass. Bis 2020 rechnet der BEE f\u00fcr Deutschland mit 500.000 Arbeitspl\u00e4tzen in der Branche. Das sind 220.000 mehr als heute. Sch\u00fctz mahnte: &#8220;Wer in der Politik nun \u00fcberlegt, den Ausbau der Erneuerbaren hierzulande zu bremsen, gef\u00e4hrdet damit viele tausend Arbeitspl\u00e4tze.&#8221; So seien Laufzeitverl\u00e4ngerungen f\u00fcr Atomkraftwerke und zus\u00e4tzliche Kohlekraftwerke nur mit einer Einschr\u00e4nkung des Vorrangs f\u00fcr Erneuerbare Energien machbar und daher ein Jobvernichtungsprogramm. Verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen forderte BEE-Pr\u00e4sident Sch\u00fctz auch f\u00fcr die Bereiche W\u00e4rme und Verkehr ein. Die Experten des Wissenschaftsladen Bonn h\u00e4tten kaum noch Stellenanzeigen im Bereich Biokraftstoffe nachgewiesen. Dies sei Folge falscher Entscheidungen der Politik, so Sch\u00fctz: &#8220;Die Fehler der Biokraftstoffpolitik m\u00fcssen korrigiert werden und d\u00fcrfen sich in keinem Feld der Erneuerbaren Energieversorgung wiederholen.&#8221;<\/p>\n<p><b>Dynamik in den Bundesl\u00e4ndern: Verlierer NRW<\/b><br \/>Nicht alle Regionen profitieren gleicherma\u00dfen von der Dynamik der Erneuerbaren, zeigt die Untersuchung des Wissenschaftsladen Bonn. Die meisten Stellenangebote gibt es danach in Niedersachsen (14 Prozent), Rheinland-Pfalz (12,9) und Baden-W\u00fcrttemberg (11,2). F\u00fcr das Land NRW, in dem immerhin rund 20 Prozent der deutschen Bev\u00f6lkerung lebt, konnten die Experten des Wissenschaftsladen Bonn nur 6 Prozent der Stellenangebote verzeichnen. Damit bleibt NRW wie schon im gesamten Verlauf der Vorjahre deutlich unter dem Durchschnitt. Henning M\u00fcmmler von der Landesarbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien NRW: &#8220;Neben strukturellen Ursachen mangelt es in NRW bisher vor allem am politischen Willen, ehrgeizige Klimaschutzziele zu formulieren und die bestehenden Hemmnisse f\u00fcr den Ausbau der Wind- und Bioenergie zu beseitigen. Diese Politik hat in der Vergangenheit potenzielle Investoren abgeschreckt.\u201d Anstatt sich zu der mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gten Branche der Erneuerbaren Energien \u00f6ffentlich als Wachstumsmotor zu bekennen, habe sich die NRW-Regierung wiederholt f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken eingesetzt.<\/p>\n<p><b>Fachkr\u00e4fte: Wen die Unternehmen suchen<\/b><br \/>In 45 Prozent der Stellenangebote, ergab die Analyse des Wissenschaftsladens Bonn, werden Ingenieure gesucht. Knapp 32 Prozent der Stellenangebote richten sich an Techniker, Facharbeiter bzw. Handwerker. Auff\u00e4llig dabei sei, so B\u00fchler, dass sich die Unternehmen zunehmend f\u00fcr Fachkr\u00e4fte mit beruflicher Ausbildung \u00f6ffneten: So w\u00fcrden h\u00e4ufiger als fr\u00fcher sowohl Ingenieure als auch Techniker aufgefordert, sich auf die selbe Stelle zu bewerben. Stark gefragt sind in der Wachstumsbranche dar\u00fcber hinaus Kaufleute (17 Prozent der Stellenangebote) sowie Naturwissenschaftler (13 Prozent).<\/p>\n<p>Ausbaubedarf besteht bei den Unternehmen der Erneuerbaren vor allen in den Bereichen Service und Montage sowie Planung und Beratung, ergab die Analyse. Rund 70 Prozent der Stellenangebote kommen aus der Solar- und Windbranche. B\u00fchler: &#8220;Die Mehrheit der Unternehmen sucht weiterhin Personal mit Berufserfahrung. Relativ viele Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien sprechen inzwischen aber auch wenig erfahrene Fachkr\u00e4fte an und versuchen, diese \u00fcber Weiterbildungen an das Unternehmen zu binden.&#8221;<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: Die Erneuerbaren sind weiterhin offen f\u00fcr qualifizierte Quereinsteiger, z.B. aus anderen Branchen. Milan Nitzschke, Leiter nachhaltige Unternehmensentwicklung der SolarWorld AG, zum Start der Job- und Bildungsmesse Erneuerbare Energien: &#8220;Wir finden kaum Leute, die auf Anhieb fit f\u00fcr die Branche sind und zudem zu unserer Unternehmenskultur passen.&#8221; Mehr als 250 neue Mitarbeiter will SolarWorld, einer der Weltmarktf\u00fchrer f\u00fcr Photovoltaik, in diesem Jahr an seinen deutschen Standorten Freiberg und Bonn noch einstellen \u2013 und einarbeiten. &#8220;Wir suchen engagierte Ingenieure und kaufm\u00e4nnische Fachkr\u00e4fte, die offen sind f\u00fcr Neues, bei anstehenden Aufgaben aktiv mit anpacken und unsere Vision einer lebenswerten solaren Welt mit realisieren m\u00f6chten&#8221;.<\/p>\n<p><b>Bioenergie: Anbieter schrauben spezifische Anforderungen herunter<\/b><br \/>Im Bereich der Bioenergie ging der Trend im Jahr 2008 ebenfalls aufw\u00e4rts, der Anteil der Stellenanzeigen in diesem Bereich lag bei etwa 8% der Angebote im Gesamtmarkt der erneuerbaren Energien. Branchenspezifische Berufserfahrung forderte gut die H\u00e4lfte der Bioenergie-Ausschreibungen, 2007 lag der Anteil noch bei drei Viertel. Ein starker Abfall gegen\u00fcber 2007 ist auch bei der Forderung nach Fremdsprachenkenntnissen zu sehen: Diese Anforderung stellten im vergangenen Jaht weniger als 30% der Bioenergie-Stellenangebote (2007: \u00fcber 55%). Im Branchendurchschnitt forderten zwischen 2006 und 2008 konstant rund 50% der Ausschreibungen die Kenntnis mindestens einer Fremdsprache.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/>Hintergrundpapier <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090624-02\/monitoring2009.pdf\" >Arbeitmarktmonitoring Erneuerbare Energien 2009<\/a><\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Brigitte Peter <br \/>Wissenschaftlsaden Bonn<br \/>Tel.: 0228-201 61-27,<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:brigitte.peter@wilabonn.de\">brigitte.peter@wilabonn.de<\/a><\/p>\n<p>Daniel Kluge<br \/>Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE)<br \/>Tel.: 030-275 81 70-15<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:daniel.kluge@bee-ev.de\">daniel.kluge@bee-ev.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Zahl der Stellenangebote im Bereich der Erneuerbaren Energien ist im ersten Quartal 2009 gegen&uuml;ber den Vorjahren weiter gestiegen. 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