{"id":11768,"date":"2009-07-07T00:00:00","date_gmt":"2009-07-06T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090707-05n"},"modified":"2009-07-07T00:00:00","modified_gmt":"2009-07-06T22:00:00","slug":"17-c-a-r-m-e-n-symposium-in-straubing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/17-c-a-r-m-e-n-symposium-in-straubing\/","title":{"rendered":"17. C.A.R.M.E.N.-Symposium in Straubing"},"content":{"rendered":"<p><b>Am 6. und 7. Juli fand im Straubinger Herzogschloss das 17. C.A.R.M.E.N.-Symposium statt. Insgesamt gut 250 Teilnehmer kamen zur Veranstaltung, die unter dem Titel: &#8220;Konjunkturmotor Nachwachsende Rohstoffe&#8221; stand und am Abend in einem Staatsempfang mit Preisverleihung ihren H\u00f6hepunkt fand.<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090707-05\/symposium_09.JPG\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Auf dem Symposium Symposium: Josef Laumer, <br \/>stv. Landrat Straubing-Bogen; Reinhold <br \/>Erlbeck, Vorstandsvorsitzender C.A.R.M.E.N. <br \/>e.V.; Edmund Langer, stv. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer <br \/>C.A.R.M.E.N. e.V.; Markus Pannermayr, Ober-<br \/>b\u00fcrgermeister Stadt Straubing; Prof. Dr. <br \/>Martin Faulstich, Sachverst\u00e4ndigenrat <br \/>f\u00fcr Umweltfragen; Dr. Bernhard Widmann, <br \/>Sprecher des Kompetenzzentrums f\u00fcr <br \/>Nachwachsende Rohstoffe. <br \/>Foto: Straubinger Tagblatt, Unterholzner&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Auf dem Symposium Symposium: Josef Laumer, <br \/>stv. Landrat Straubing-Bogen; Reinhold <br \/>Erlbeck, Vorstandsvorsitzender C.A.R.M.E.N. <br \/>e.V.; Edmund Langer, stv. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer <br \/>C.A.R.M.E.N. e.V.; Markus Pannermayr, Ober-<br \/>b\u00fcrgermeister Stadt Straubing; Prof. Dr. <br \/>Martin Faulstich, Sachverst\u00e4ndigenrat <br \/>f\u00fcr Umweltfragen; Dr. Bernhard Widmann, <br \/>Sprecher des Kompetenzzentrums f\u00fcr <br \/>Nachwachsende Rohstoffe. <br \/>Foto: Straubinger Tagblatt, Unterholzner<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Im gleichnamigen Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, dem Vorsitzenden des Sachverst\u00e4ndigenrates f\u00fcr Umweltfragen, Berlin, wurde deutlich, dass die derzeitigen Wirtschaftssysteme nicht nachhaltig sind, weder finanziell noch \u00f6kologisch.<\/p>\n<p>Die aktuellen Meldungen der Medien \u00fcber die Wirtschaftskrise lassen viele wichtige Themen wie Klimawandel, Rohstoffverknappung und die Zerst\u00f6rung von \u00d6kosystemen in den Hintergrund r\u00fccken. Die stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse ist aber laut Prof. Faulstich der richtige Ansatz: bei der Nachhaltigkeit geht es konzeptionell genau darum, nur so viel zu nutzen, wie nachw\u00e4chst, und nicht von der Substanz fossiler Ressourcen und damit auf Kosten nachfolgender Generationen zu leben.<\/p>\n<p>Sein Fazit lautete deshalb: &#8220;Wir sind gut beraten, wenn wir in der Krise nicht an \u00fcberholten Strukturen festhalten, sondern uns auf neue L\u00f6sungen einlassen \u2013 mit Kreativit\u00e4t, Mut und Tatkraft, aber auch mit kritischem Sachverstand und Reflektion. Wir haben die Chance, eine positive Zukunft f\u00fcr die Menschheit zu gestalten, wenn wir die Synergien nutzen, die solche Innovationen bieten: f\u00fcr eine gesunde Wirtschaft und einen gesunden Planeten.&#8221;<\/p>\n<p>Wie neue L\u00f6sungen und Innovationen aussehen k\u00f6nnen, wurde anschlie\u00dfend in den verschiedenen Fachbl\u00f6cken pr\u00e4sentiert. Dabei ging es im Fachblock energetische Nutzung um Betriebsdatenvergleiche, Qualit\u00e4tsmanagement und Contracting von Biomasse-Heizwerken. Unter dem Thema Rahmenbedingungen und F\u00f6rderprogramme wurden das EEG 2009, ordnungspolitische Regelungen f\u00fcr den W\u00e4rmemarkt und Evaluierungen des Marktanreizprogrammes vorgesellt.<br \/>Parallel hierzu fanden die Fachbl\u00f6cke aktiver Klimaschutz und industrielle Nutzung von Biomasse statt. \u00dcber den Wettbewerb Bioenergie-Regionen, die Klimaschutzkommune Ascha und das Klima:aktiv-Programm \u00d6sterreichs wurde ebenso referiert wie \u00fcber aktuelle Forschungsthemen aus Straubing, die Vermarktung von D\u00e4mmstoffen und die Nutzung von Algen.<\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090707-05\/preise_08_09.JPG\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Preisverleihung: Dr. Hermann Balle, Medienpreis <br \/>der Stiftung Nachwachsende Rohstoffe 2009; <br \/>Peter Pelz, Stifter des Ernst-Pelz-Preises mit <br \/>Sohn Jochen Pelz; Landwirtschaftsminister <br \/>Helmut Brunner; Diether Schlottmann, Gesch\u00e4fts-<br \/>f\u00fchrer Lopper Kesselbau GmbH, F\u00f6rderpreis <br \/>Nachwachsende Rohstoffe des Bayerischen Staats-<br \/>ministeriums f\u00fcr Landwirtschaft und Forsten 2008; <br \/>Xaver Haas aus Falkenberg, Ernst-Pelz-Preis 2008.&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Preisverleihung: Dr. Hermann Balle, Medienpreis <br \/>der Stiftung Nachwachsende Rohstoffe 2009; <br \/>Peter Pelz, Stifter des Ernst-Pelz-Preises mit <br \/>Sohn Jochen Pelz; Landwirtschaftsminister <br \/>Helmut Brunner; Diether Schlottmann, Gesch\u00e4fts-<br \/>f\u00fchrer Lopper Kesselbau GmbH, F\u00f6rderpreis <br \/>Nachwachsende Rohstoffe des Bayerischen Staats-<br \/>ministeriums f\u00fcr Landwirtschaft und Forsten 2008; <br \/>Xaver Haas aus Falkenberg, Ernst-Pelz-Preis 2008.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><b>Staatsempfang mit Preisverleihung im Straubinger Karmelitenkloster<\/b><br \/>Vor 200 geladenen G\u00e4sten er\u00f6ffnete der Bayerische Staatsminister f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, den abendlichen Staatsempfang im Straubinger Karmelitenkloster, mit einem Festvortrag. Er betonte, dass Holz bei der Energieerzeugung aus Nachwachsenden Rohstoffen in Bayern den L\u00f6wenanteil stellt. Welche Aspekte und Wirtschaftszweige mit diesem Multitalent zusammenh\u00e4ngen, stellte Brunner bei der anschlie\u00dfenden Preisverleihung heraus.<\/p>\n<p><b>Ernst-Pelz-Preis 2008<\/b><br \/>Zun\u00e4chst wurde der Ernst-Pelz-Preis vorgestellt. Dieser geht auf eine private Initiative von Peter Pelz zur\u00fcck, welcher den Preis nach seinem Vater benannt hat. Der Preis ehrt nach der Satzung &#8220;Pers\u00f6nlichkeiten, die sich durch Inkaufnahme wirtschaftlicher Risiken oder durch \u00fcberragendes pers\u00f6nliches Engagement bei der F\u00f6rderung heimischer nachwachsender Rohstoffe hervortaten und sich freiheitlich-humanen Grundwerten verpflichtet f\u00fchlen.&#8221;<br \/>Mit dem Ernst-Pelz-Preis 2008 wurde Xaver Haas aus Falkenberg geehrt, der sich als engagierter Unternehmer um den Holzbau in Europa verdient gemacht hat. Als &#8220;Vision\u00e4r des Holzbaus in Europa&#8221; hat Haas die Holzwirtschaft und den Holzbau gepr\u00e4gt. Weit \u00fcber die eigenen gesch\u00e4ftlichen Interessen hinaus engagiert er sich f\u00fcr die Anliegen der Holzwirtschaft und des Holzbaus sowie das \u00f6ffentliche Gemeinwohl und die Ausbildung junger Menschen.<br \/>Haas erkl\u00e4rte, das Preisgeld von 10.000 Euro einem noch auszuw\u00e4hlenden Institut f\u00fcr Forschungst\u00e4tigkeiten zum Einsatz von Nachwachsende Rohstoffen zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p><b>F\u00f6rderpreis Nachwachsende Rohstoffe 2008<\/b><br \/>Der F\u00f6rderpreis Nachwachsende Rohstoffe des Bayerischen Staatsministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Forsten richtet sich an Personen oder Institutionen, die ein herausragendes Produkt oder eine Produktgruppe auf Basis heimischer Nachwachsender Rohstoffe entwickelt haben. Der F\u00f6rderpreis Nachwachsende Rohstoffe 2008 ging an die Firma Lopper Kesselbau GmbH in Rohr\/Alzhausen, vertreten durch Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Diether Schlottmann. Die Auszeichnung wurde der Firma f\u00fcr Entwicklung des Holzvergaserkessels &#8220;Timber&#8221; verliehen. Dieser Kessel ist mit einer automatischen Beschickung ausgestattet und stellt damit eine Weltneuheit dar. Durch die Feuerraum- und Heizfl\u00e4chengestaltung sowie eine Vorvergasung und Nachverbrennung wird giftiges Kohlenmonoxid vermieden und es bildet sich weniger Stickoxide und Kohlenwasserstoffe. Hierdurch erreicht der Kessel au\u00dferdem h\u00f6chste Wirkungsgrade. Die automatische Beschickung ist als F\u00f6rdereinheit seitlich am Kessel angebracht. \u00dcber eine Bef\u00fcllt\u00fcre k\u00f6nnen Halbmeterseite eingelegt werden, die bei W\u00e4rmebedarf \u00fcber Ketten in eine \u00dcbergangsschleuse und anschlie\u00dfend in den Brennraum bef\u00f6rdert werden. Hier kann es automatisch angez\u00fcndet werden. Diese automatisierte Konstruktion gew\u00e4hrt dem Nutzer bis zu zwei Wochen Unabh\u00e4ngigkeit von Handarbeit. Eine &#8220;Anwesenheitspflicht im Winter&#8221;, wie sie bislang beim Verfeuern von Scheitholz erforderlich war, wurde damit gegen deutlich mehr Freiheit und Komfort getauscht. Das Preisgeld will die Fa. Lopper in Marketingstrategien investieren, die den &#8220;Timber&#8221; im Markt anschieben sollen, stellte Dieter Schlottmann in Aussicht. Wie auch der Ernst-Pelz-Preis blickt der F\u00f6rderpreis auf eine lange Tradition zur\u00fcck und wurde bereits zum 17. Mal verliehen. <\/p>\n<p><b>Medienpreis Nachwachsende Rohstoffe 2009<\/b><br \/>Der dritte durch den Minister vergebene und mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Es handelte sich um den Medienpreis Nachwachsende Rohstoffe 2009. Preistr\u00e4ger des Medienpreises 2009 ist Dr. Hermann Balle. Herr Dr. Balle ist seit 1963 in der Verlagsgruppe Straubinger Tagblatt\/Landshuter Zeitung t\u00e4tig, ab 1980 als Verleger und Herausgeber. Durch sein langj\u00e4hriges pers\u00f6nliches Engagement und seine ausgezeichneten Kontakte zur Bayerischen Staatsregierung hat Herr Dr. Balle wesentlich dazu beigetragen, dass Straubing Wissenschaftsstadt geworden ist. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass das Kompetenzzentrum f\u00fcr Nachwachsende Rohstoffe, als Ersatz f\u00fcr die entgangene Fachhochschule, in Straubing gegr\u00fcndet werden konnte.<\/p>\n<p>Seit 1998 unterst\u00fctzte er aktiv den Aufbau des Kompetenzzentrums mit seinen drei S\u00e4ulen durch viele Berichte im Straubinger Tagblatt. Dar\u00fcber hinaus machte er durch Redaktionsgespr\u00e4che mit zahlreichen prominenten Besuchern des In- und Auslands das weltweite Interesse an der Straubinger Einrichtung publik. Seit Beginn an ist er Mitglied des Koordinierungsrates, 2005 war er eine entscheidende Pers\u00f6nlichkeit bei der Gr\u00fcndung und ist seither Vorsitzender des Hochschulstadtvereins. Das Preisgeld wird Balle jeweils zur H\u00e4lfte der Stiftung Nachwachsende Rohstoffe und dem Hochschulstadt Straubing e.V. zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p><b>Nachhaltige Mobilit\u00e4t, Biogas und Exkursion<\/b><br \/>Nachhaltige Mobilit\u00e4t unter den Aspekten Elektromobilit\u00e4t versus Biokraftstoffe, Nachhaltigkeitsverordnung, Reinkraftstoffstrategie, Herstellung von Bio-Ethanol und der Vorstellung eines Biogas-betriebenen Dieseltraktors standen am zweiten Veranstaltungstag auf dem Programm. Parallel hierzu tagten die Biogas-Interessierten zum Stellenwert von Biogas in der Landwirtschaft, der Konkurrenz von Biogas zu anderen erneuerbaren Energien, dem Bioerdgas aus fester Biomasse und der Biogasstrom-Vermarktung au\u00dferhalb des EEG. Eine Fachexkursion mit gut angemeldeten 60 Symposiumsteilnehmern zur Biogasanlage Aiterhofen, dem Straubinger Pelletwerk und dem BioCubator rundeten am Nachmittag die Veranstaltung ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Am 6. und 7. Juli fand im Straubinger Herzogschloss das 17. C.A.R.M.E.N.-Symposium statt. 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