{"id":11746,"date":"2009-07-20T00:00:00","date_gmt":"2009-07-19T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090720-01n"},"modified":"2009-07-20T00:00:00","modified_gmt":"2009-07-19T22:00:00","slug":"fachverband-biogas-fordert-erneuerbares-gas-einspeisegesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/fachverband-biogas-fordert-erneuerbares-gas-einspeisegesetz\/","title":{"rendered":"Fachverband Biogas fordert Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Anteil Erneuerbarer Energien im Stromnetz w\u00e4chst trotz der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise weiterhin deutlich. Aktuell werden rund 18 Prozent des bundesweiten Strombedarfs durch klimafreundliche Energien, wie Wind, Sonne, Wasser und Biogas, gedeckt. Ma\u00dfgeblicher Motor f\u00fcr den enormen Aufschwung dieser Branche \u2013 mit mittlerweile 285.000 Arbeitspl\u00e4tzen in Deutschland \u2013 ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).<\/b> <\/p>\n<p>Mit dem Anteil Erneuerbarer Energie im Gasnetz sieht es dagegen ganz anders aus. Nach den Pl\u00e4nen der Bundesregierung sollen bis 2020 sechs Milliarden Kubikmeter Biomethan pro Jahr in das Erdgasnetz eingespeist werden. Davon waren Ende 2008 nach Auskunft der Bundesnetzagentur erst 0,7 Prozent erreicht. Trotz der seit dem 1. April 2008 geltenden positiven Regelungen f\u00fcr Biogas in der Gasnetzzugangsverordnung sind Biogaseinspeiseprojekte sehr schwierig zu realisieren. &#8220;Wir liegen mit der Biogaseinspeisung weit hinter dem, was m\u00f6glich und politisch gewollt ist&#8221;, sagt Josef Pellmeyer, Pr\u00e4sident des Fachverbandes Biogas. Daher fordert der Fachverband Biogas e.V. nun ein eigenst\u00e4ndiges Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz (EGE), das nach den Erfolgsprinzipien des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gestaltet sein soll. <\/p>\n<p>Ein Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz kann jetzt die n\u00f6tige Investitionssicherheit f\u00fcr Anlagenhersteller und -betreiber bieten und somit die Grundlage f\u00fcr einen neuen Wachstumsmarkt schaffen. &#8220;Mit einem effizienten Erneuerbaren-Gas-Einspeisegesetz kann die Biogas-Branche bis zum Jahr 2030 mindestens zehn Milliarden Kubikmeter Biomethan j\u00e4hrlich \u2013 das sind zehn Prozent des derzeitigen deutschen Erdgasverbrauchs \u2013 in das deutsche Erdgasnetz einspeisen&#8221;, sagt Pellmeyer. Damit werden die Technologieentwicklung im Bereich Biogasaufbereitung und -einspeisung beschleunigt und Kostensenkungen erzielt. So sind auch viele Biogaseinspeiseanlagen kleiner und mittlerer Gr\u00f6\u00dfe deutlich schneller realisierbar. <\/p>\n<p>Ziel der Gesetzesinitiative ist es, den Anteil Erneuerbarer Energie im Gasnetz zu steigern und die Verwertungsoptionen von Biogas \u00fcber das Erdgasnetz zu erweitern. Damit sollen die enormen wirtschaftlichen Potenziale von Biogas gezielt erschlossen werden. Biogas wird bisher vor allem zur Stromerzeugung und gleichzeitigen Bereitstellung von W\u00e4rmeenergie am Ort der Biogasanlage genutzt. Zuk\u00fcnftig soll es \u00fcber das Erdgasnetz neben der Erschlie\u00dfung neuer W\u00e4rmeabnehmer in der Kraft-W\u00e4rme-Kopplung verst\u00e4rkt auch als Grundstoff in der chemischen Industrie und als Kraftstoff in Erdgasfahrzeugen eingesetzt werden. Vor dem Transport durch das Erdgasnetz wird das Biogas zu Biomethan aufbereitet, das die gleiche Qualit\u00e4t hat wie das Erdgas in dem Gasnetz, in das eingespeist wird. <\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung des Fachverbandes Biogas e.V. wird das Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz bis 2020 Investitionen von mindestens zehn Milliarden Euro ausl\u00f6sen, neue Arbeitspl\u00e4tze &#8211; vor allem in strukturschwachen l\u00e4ndlichen Regionen \u2013 schaffen und die klimasch\u00e4dlichen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen deutlich reduzieren. Zu den bisherigen ca. 11.000 Arbeitspl\u00e4tzen in der Biogasbranche werden bis 2020 rund 10.000 Stellen neu hinzukommen. <\/p>\n<p>&#8220;Mit dem EGE kann Deutschland die Erfolgsgeschichte der erneuerbaren Stromerzeugung auf den Gassektor \u00fcbertragen. Unsere Abh\u00e4ngigkeit von Erdgas-Importen aus Krisenregionen k\u00f6nnen wir damit deutlich verringern&#8221;, so Pr\u00e4sident Josef Pellmeyer. Erst Anfang Juli war das Stichwort Gaskrise in Verbindung mit Russland und der Ukraine wieder einmal in den Medien pr\u00e4sent. <\/p>\n<p>Der Fachverband Biogas versteht das Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz (EGE), gemeinsam mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, als innovative Doppelstrategie, um den nachhaltigen und klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung in Deutschland voranzubringen. Derzeit erstellt der Verband einen ersten Entwurf als Grundlage f\u00fcr die Ausarbeitung des EGE. <\/p>\n<p><b>Eckpfeiler des Erneuerbaren-Gas-Einspeisegesetzes (EGE)<\/b> <br \/>Nach der Forderung des Fachverbandes Biogas sollen die Eckpfeiler des EEG im Grundsatz in das Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz \u00fcbernommen werden. Das sind im Wesentlichen die Anschluss- und Abnahmepflicht sowie feste Verg\u00fctungss\u00e4tze f\u00fcr Biogas und andere erneuerbare Gase. Zur Vermeidung eines Investitionsstaus sollen Biogaseinspeiseprojekte, die im Vorfeld der G\u00fcltigkeit des Erneuerbaren-Gas-Einspeisegesetzes realisiert wurden, das Wahlrecht zum Eintritt in die zuk\u00fcnftige gesetzliche Regelung erhalten. Das Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz wird so gestaltet sein, dass es sich sinnvoll mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erg\u00e4nzt und die besonders klimaeffiziente Nutzung von Biomethan in Kraft-W\u00e4rme-Kopplungsanlagen (KWK) attraktiv bleibt. Ein interessengerechter W\u00e4lzungsmechanismus soll die Umlagekosten so gering halten, dass der Energietr\u00e4ger Gas gegen\u00fcber \u00d6l nicht an Wettbewerbsf\u00e4higkeit verliert. <\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Fachverband Biogas e.V.<br \/>Bastian Olzem <br \/>Referatsleiter Politik <br \/>Hauptstadtb\u00fcro Berlin <br \/>Tel.: 030-275 81 79-0 <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:bastian.olzem@biogas.org\">bastian.olzem@biogas.org<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Der Anteil Erneuerbarer Energien im Stromnetz w&auml;chst trotz der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise weiterhin deutlich. 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