{"id":11736,"date":"2009-07-22T00:00:00","date_gmt":"2009-07-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090722-04n"},"modified":"2009-07-22T00:00:00","modified_gmt":"2009-07-21T22:00:00","slug":"farmagas-biogaswissen-fuer-die-neuen-eu-laender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/farmagas-biogaswissen-fuer-die-neuen-eu-laender\/","title":{"rendered":"FARMAGAS: Biogaswissen f\u00fcr die neuen EU-L\u00e4nder"},"content":{"rendered":"<p><b>In Europa lassen Landwirte und Agrarbetriebe Reststoffe aus der Verarbeitung h\u00e4ufig noch kostenpflichtig entsorgen. Dabei geht ein gro\u00dfes Energiepotential verloren. Um den Zugang zu aussagekr\u00e4ftigen Informationen \u00fcber die Herstellung von Biogas und die fallspezifische Kalkulationen zu vereinfachen, hat das ttz Bremerhaven zusammen mit Unternehmen, Betreibern von Biogasanlagen, Forschungspartnern und Verb\u00e4nden in dem Projekt Agrobiogas eine multifunktionale Plattform und flexible Rechenmodelle geschaffen.<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090722-04\/Fermenter1.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Welches Substrat bringt den besten Output in der <br \/>Biogasproduktion, welche Kapazit\u00e4ten sind an <br \/>bestimmten Standorten sinnvoll? Entscheidungs-<br \/>hilfe bei diesen Fragen sollen Landwirte in <br \/>Osteuropa durch Kalkulationsmodelle und Daten-<br \/>banken der FARMAGAS-Partner erhalten.&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Welches Substrat bringt den besten Output in der <br \/>Biogasproduktion, welche Kapazit\u00e4ten sind an <br \/>bestimmten Standorten sinnvoll? Entscheidungs-<br \/>hilfe bei diesen Fragen sollen Landwirte in <br \/>Osteuropa durch Kalkulationsmodelle und Daten-<br \/>banken der FARMAGAS-Partner erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>In einer Datenbank wurden zahlreiche Ergebnisse praktischer Tests sowie Beispielrechnungen von Anwendungsf\u00e4llen zusammen getragen. Das Nachfolgeprojekt FARMAGAS sollen nun auch den in der Biogasproduktion bislang noch unterrepr\u00e4sentierten neuen EU-L\u00e4ndern diese Informationen nahe bringen. Aufgrund ihrer landwirtschaftlichen Pr\u00e4gung liegt in diesen Anwendungsm\u00f6glichkeiten viel Potential f\u00fcr sie, und die vermehrte Nutzung regenerativer Energien entlastet die CO<sub>2<\/sub>-Bilanz Europas.<\/p>\n<p>Eine nachhaltige und lohnende Methode f\u00fcr die Herstellung von Biogas ist durch verschiedene Faktoren gekennzeichnet und setzt prozesstechnisches Know-how voraus &#8211; Substrat, Umsetzung und Ergebnis m\u00fcssen in Balance zueinander stehen. Durch gezielten Wissenstransfer soll das im F\u00f6rderprogramm Intelligent Energy Europe (IIE) kofinanzierte Projekt FARMAGAS die Verbreitung der anaeroben Verg\u00e4rung von Reststoffen aus landwirtschaftlichen Betrieben in Osteuropa f\u00f6rdern. Biogasprofil, pH-Wert und die regionale Verf\u00fcgbarkeit von Ressourcen bestimmen die Wahl des Substrats. Mit einer frei verf\u00fcgbaren Software wird die planvolle Abstimmung dieser Faktoren erleichtert. Da die Daten im Zuge von praktischen Testreihen ermittelt wurden, liefern sie aussagekr\u00e4ftige Empfehlungen f\u00fcr potentielle Anwender. Die Entscheidungsfindung kann durch Handlungsrichtlinien und eine Investitionskalkulation erleichtert werden. Diese Materialien wurden in dem Projekt Agrobiogas erarbeitet, das durch Trainingsma\u00dfnahmen in den beteiligten EU-L\u00e4ndern den Know-how-Transfer sicherstellte.<\/p>\n<p>Eine Kerngruppe aus diesem erfolgreich abgeschlossenen Projekt wird nun unter der Leitung des ttz Bremerhaven die Ergebnisse auch f\u00fcr Polen, Rum\u00e4nien und Ungarn zug\u00e4nglich machen. Landwirtschaftsverb\u00e4nde aus diesen L\u00e4ndern verst\u00e4rken das Konsortium und bilden die Br\u00fccke zu den Produzenten. &#8220;Der direkte Anschluss des FARMAGAS-Projekt an AGROBIOGAS stellt sicher, dass die Ziell\u00e4nder Zugang zu aktuellsten Erkenntnissen bekommen und den Aufbau einer dezentralen Biogasproduktion damit von Anfang an auf ein tragf\u00e4higes Fundament stellen. Bei der Struktur dieser L\u00e4nder ist die Erschlie\u00dfung der Potentiale von erneuerbaren Energien ein wichtiger Faktor f\u00fcr weiteres, nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum&#8221;, so Dr. Gerhard Schories, wissenschaftlicher Leiter des Projektes am ttz Bremerhaven. Momentan hat die Biogasproduktion in diesen L\u00e4ndern einen der niedrigsten Werte in Europa.<\/p>\n<p>Das Konzept der anaeroben Verg\u00e4rung landwirtschaftlicher Reststoffe kann bestehende Entsorgungsprobleme l\u00f6sen und Landwirten in strukturschwachen Regionen zugleich neue Einkommensquellen erschlie\u00dfen. &#8220;Mit FARMAGAS wollen wir den Rahmen f\u00fcr eine nachhaltige Biogasproduktion schaffen und den Landwirten die M\u00f6glichkeiten, ihre Situation zu verbessern, vor Augen f\u00fchren. Auch politische Entscheidungstr\u00e4ger sollen die Potentiale sauberer, erneuerbarer Energien st\u00e4rker wahrnehmen und mittelfristig gute Ausgangsbedingungen daf\u00fcr schaffen&#8221;, res\u00fcmiert ttz-Projektleiterin Dr. Anne Berghoff die Ziele des Konsortiums. Im ersten Jahr des Projektes sollen Trainingsmaterialien f\u00fcr Transfer-Workshops in Osteuropa ausgearbeitet werden. Das zweite Jahr der Laufzeit stellt dann den Know-how-Transfer in den Mittelpunkt. Die Verb\u00e4nde werden dabei die Funktion des T\u00fcr\u00f6ffners in Polen, Rum\u00e4nien und Ungarn \u00fcbernehmen. Anschlie\u00dfend sollen die Ergebnisse auch in weiteren EU-L\u00e4ndern mit vergleichbaren landwirtschaftlichen Strukturen verbreitet werden.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Projektwebsite <a href=\"http:\/\/www.agrobiogas.eu\/\" >AGROBIOGAS<\/a>&#8221; (An integrated approach for biogas production with agricultural waste)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.adhelpdesk.eu\/\" >European Agricultural Anaerobic Digestion Helpdesk<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>In Europa lassen Landwirte und Agrarbetriebe Reststoffe aus der Verarbeitung h&auml;ufig noch kostenpflichtig entsorgen. Dabei geht ein gro&szlig;es Energiepotential verloren. 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