{"id":11717,"date":"2009-08-03T00:00:00","date_gmt":"2009-08-02T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090803-04n"},"modified":"2009-08-03T00:00:00","modified_gmt":"2009-08-02T22:00:00","slug":"pinselreiniger-pflanzenoelbasiert-und-weniger-giftig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pinselreiniger-pflanzenoelbasiert-und-weniger-giftig\/","title":{"rendered":"Pinselreiniger: Pflanzen\u00f6lbasiert und weniger giftig"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Wohnung ist neu bezogen, die W\u00e4nde erstrahlen in einem frischen Gr\u00fcn oder sommerlichen Orange, nur die Pinsel, Walzen und B\u00fcrsten liegen noch von Farbe verklebt in der Ecke und warten auf ihre Reinigung. Hier greift der Heimwerker zu einer Spezialfl\u00fcssigkeit, um die Ger\u00e4te f\u00fcr ihren n\u00e4chsten Einsatz startklar zu machen. Doch was er nicht wei\u00df: Die im Baumarkt zu kaufenden Pinselreiniger bestehen zu einem Gro\u00dfteil aus organischen L\u00f6semitteln, das hei\u00dft aus fl\u00fcchtigen Kohlenwasserstoffen. Diese belasten nicht nur die Umwelt, sondern k\u00f6nnen auch die Gesundheit beeintr\u00e4chtigen. Um dieses Gef\u00e4hrdungspotenzial einzud\u00e4mmen, will das Forschungszentrum J\u00fclich einen neuen, umweltfreundlichen Pinselreiniger f\u00fcr den Heimwerker-Bereich entwickeln: &#8220;Unser Ziel ist es, den Anteil an fl\u00fcchtigen Kohlenwasserstoffen um 50 Prozent zu senken&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. J\u00fcrgen Allgaier vom Forschungszentrum J\u00fclich. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterst\u00fctzt das Vorhaben mit rund 232.000 Euro. <\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090803-04\/phpThumb_generated_thumbnailjpg.jpeg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Wer regelm\u00e4\u00dfig die D\u00e4mpfe handels\u00fcblicher Rei-<br \/>niger (r.) einatmet, kann gesundheitliche Sch\u00e4den <br \/>davon tragen. Foto: Firma Bernd Schwegmann&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Wer regelm\u00e4\u00dfig die D\u00e4mpfe handels\u00fcblicher Rei-<br \/>niger (r.) einatmet, kann gesundheitliche Sch\u00e4den <br \/>davon tragen. Foto: Firma Bernd Schwegmann<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><b>Industrie, Gewerbe und Haushalte sto\u00dfen Gro\u00dfteil der Kohlenwasserstoffe aus<\/b><br \/>Ein Umweltproblem, zu dem die aus Erd\u00f6l gewonnenen Kohlenwasserstoffe beitragen, ist die Entstehung von bodennahem Ozon \u2013 so auch bei der Verwendung von herk\u00f6mmlichen Pinselreinigern. In die Luft abgegeben, verbinden sich die Kohlenwasserstoffe unter Sonneneinstrahlung mit den Stickoxiden \u2013 einer Form von Gasen \u2013 zu dem auch unter der Bezeichnung Sommersmog bekannten Ozon. &#8220;W\u00e4hrend in der Vergangenheit vor allem der Verkehr die Hauptquelle f\u00fcr den Aussto\u00df von fl\u00fcchtigen organischen Verbindungen war, werden heute ca. 60 Prozent von Industrie, Gewerbe und Haushalten in die Luft abgegeben&#8221;, betont Franz-Georg Elpers, Pressesprecher der DBU.<\/p>\n<p><b>Organische L\u00f6semittel: Regelm\u00e4\u00dfiges Einatmen der D\u00e4mpfe ist gesundheitssch\u00e4dlich<\/b><br \/>Zudem werden Pinselreiniger oftmals nicht richtig beseitigt. Anstatt die bei Malerarbeiten anfallenden Abf\u00e4lle zu einem Entsorgungshof zu bringen, sp\u00fclen Verbraucher die Fl\u00fcssigkeit oftmals einfach im Waschbecken aus, und Reinigungst\u00fccher landen im Hausm\u00fcll. Dadurch werden sowohl Abwasser als auch die Luft belastet. Und nicht nur die Umwelt wird von den organischen L\u00f6semitteln angegriffen, auch die Gesundheit. Wer regelm\u00e4\u00dfig die D\u00e4mpfe des Reinigers einatmet, kann eine Sch\u00e4digung des zentralen Nervensystems oder von Organen wie Leber und Niere davon tragen, warnen Experten.<\/p>\n<p><b>Neuer Reiniger entsteht auf Pflanzenbasis<\/b><br \/>In Zusammenarbeit mit der Firma Bernd Schwegmann aus Grafschaft-Gelsdorf in Rheinland-Pfalz zielt das Forschungszentrum J\u00fclich nun mit der Entwicklung des neuen Pinselreinigers darauf ab, die Basis der Spezialfl\u00fcssigkeit auf nachwachsende Rohstoffe umzustellen. Dazu geh\u00f6rt der Einsatz von \u00d6len, die nicht aus Erd\u00f6l, sondern aus Pflanzen gewonnen werden. &#8220;Diese sind zum Beispiel in Kl\u00e4rwerken viel leichter abbaubar&#8221;, schildert Allgaier. Dar\u00fcber hinaus soll der Anteil an Kohlenwasserstoffen auf unter 50 Prozent gesenkt und so der Aussto\u00df der umwelt- und gesundheitsgef\u00e4hrdenden D\u00e4mpfe verringert werden. Um dies zu erreichen, soll der neue Reiniger auf Mikroemulsionen basieren. Mikroemulsionen sind Gemische, die Wasser und \u00d6l enthalten. Trotz ihres geringen Anteils an \u00d6l entfalten sie eine gro\u00dfe Reinigungskraft. <\/p>\n<p><b>Geringer Anteil an Kohlenwasserstoff sorgt f\u00fcr h\u00f6heren Arbeitsschutz<\/b><br \/>So profitiert die Natur, aber auch der Verbraucher. &#8220;Die Nutzung eines schadstoffarmen Reinigers ist au\u00dferdem nicht nur ges\u00fcnder, sondern auch sicherer. Denn sollte es uns gelingen, den Anteil an \u00d6l und somit auch an Kohlenwasserstoffen deutlich zu mindern, w\u00e4re die Fl\u00fcssigkeit nicht so schnell entflammbar&#8221;, so Allgaier. Das wirke sich besonders positiv auf den sicheren Umgang mit dem Reinigungsmittel aus und f\u00f6rdere den Arbeitsschutz. &#8220;So macht Heimwerken nicht nur richtig Spa\u00df&#8221;, ist sich Elpers sicher, &#8220;sondern schafft auch ein gutes Umweltgewissen&#8221;.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Dr. J\u00fcrgen Allgaier<br \/>Forschungszentrum J\u00fclich<br \/>Tel.: 02461-61 25 41<br \/>Fax: 02461-612-61<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Wohnung ist neu bezogen, die W&auml;nde erstrahlen in einem frischen Gr&uuml;n oder sommerlichen Orange, nur die Pinsel, Walzen und B&uuml;rsten liegen noch von Farbe<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[1391,322,535],"class_list":["post-11717","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bernd-schwegmann-gmbh-co-kg","supplier-deutsche-bundesstiftung-umwelt-dbu","supplier-forschungszentrum-juelich"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11717","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11717"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11717\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11717"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11717"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11717"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11717"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}