{"id":117162,"date":"2022-10-18T07:13:00","date_gmt":"2022-10-18T05:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=117162"},"modified":"2022-10-13T08:52:24","modified_gmt":"2022-10-13T06:52:24","slug":"berlin-wird-transferregion-fur-grune-chemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/berlin-wird-transferregion-fur-grune-chemie\/","title":{"rendered":"Berlin wird Transferregion f\u00fcr Gr\u00fcne Chemie"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Ein Konsortium aus insgesamt 29 Partner*innen erh\u00e4lt f\u00fcr das Konzept Green<em>CHEM<\/em>&nbsp;eine F\u00f6rderung in H\u00f6he von bis zu 10 Millionen Euro vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung, um die Hauptstadtregion zum internationalen Hotspot f\u00fcr chemische Deep-Tech Innovationen weiterzuentwickeln.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Aufbau eines \u00d6kosystems f\u00fcr Transfer im Bereich Gr\u00fcne Chemie erhalten die f\u00fcnf initialen Partnerinnen (Technische Universit\u00e4t Berlin, Freie Universit\u00e4t Berlin, Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin, BERLIN-CHEMIE AG und Covestro AG) zusammen mit weiteren 24 Projektpartner*innen eine F\u00f6rderung in H\u00f6he von bis zu 10 Millionen Euro. Insgesamt hatten sich bundesweit 115 B\u00fcndnisse f\u00fcr das F\u00f6rderprogramm \u201eT<em>!<\/em>Raum \u2013 TransferR\u00e4ume f\u00fcr die Zukunft von Regionen\u201c beworben, das vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) initiiert wurde. Zw\u00f6lf Initiativen erhalten nun den Zuschlag f\u00fcr die Bundesmittel \u00fcber einen maximalen Zeitraum von neun Jahren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mit GreenCHEM Transfererfolge der Gr\u00fcnen Chemie erh\u00f6hen<\/h3>\n\n\n\n<p>Viele der globalen Herausforderungen ben\u00f6tigen L\u00f6sungen, die auf chemischen Innovationen beruhen, von CO<sub>2-<\/sub>Bindung \u00fcber Wasseraufbereitung und Energiespeichern bis hin zu M\u00fcllvermeidung und Recycling. \u201eF\u00fcr eine nachhaltige Gesellschaft werden Innovationen in der Chemie dringender denn je ben\u00f6tigt\u201c, bringt Dr. Christoph G\u00fcrtler, Head of Global Industry Academia Cooperations der Covestro Deutschland AG,&nbsp;die zentrale Rolle der Chemie auf den Punkt. Dabei fasst die \u201eChemiewende\u201c Bestrebungen zusammen, eine auf erneuerbaren Rohstoffen basierende Kreislaufwirtschaft zu schaffen, die den Einsatz von fossilen und toxischen Substanzen vermeidet. Diese enorme Transformation Deutschlands drittgr\u00f6\u00dfter Branche ben\u00f6tigt jedoch nicht nur entlang der zw\u00f6lf Prinzipien der Gr\u00fcnen Chemie ausgerichtete technische Forschungsergebnisse. Erfolgsentscheidend ist, Transfererfolge in diesem Bereich deutlich zu erh\u00f6hen. \u201eBerlin ist weltweit bekannt f\u00fcr Spitzenforschung in der Chemie, Green<em>CHEM<\/em>&nbsp;erm\u00f6glicht den Transfer von Forschungsergebnissen in die praktische Anwendung und leistet damit einen entscheidenden Beitrag f\u00fcr eine materiell nachhaltige Zukunft\u201c, so Prof. Dr. Rainer Haag vom Institut f\u00fcr Chemie und Biochemie der FU Berlin \u00fcber die von allen 29 beteiligten Partner*innen getragene Mission von Green<em>CHEM<\/em>: Nachhaltigkeitswirkung von Gr\u00fcner Chemie durch Transfer entfalten<em>.<\/em>&nbsp;Ziel ist es, innovative Transferformate zu entwickeln und ein \u00d6kosystem mit europ\u00e4ischer Strahlkraft zu etablieren, das finanziell selbsttragend ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits heute ist Berlin ein europaweit f\u00fchrender Start-up-Standort und zieht innovative sowie auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Menschen aus der ganzen Welt an. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eNeben Kreativit\u00e4t und dem Streben nach Nachhaltigkeit ist auch die industrielle Struktur der Hauptstadtregion in Verbindung mit den Spitzenuniversit\u00e4ten f\u00fcr das Vorhaben passgenau wie an keinem anderen Ort Europas\u201c, so <strong>Dr. Christian Matschke<\/strong>, Mitglied des Vorstands der BERLIN-CHEMIE AG, \u00fcber die Vorteile der regionalen Wirtschaftsstruktur, die durch viele mittelst\u00e4ndische Abnehmer chemischer Innovationen gekennzeichnet ist. \u201eWir f\u00fchren gezielt die Infrastruktur der Partner*innen im Verbund zusammen, so dass die aus der Grundlagenforschung entspringenden chemischen Innovationen effizient bewertet und die tragf\u00e4higen Ideen schneller und zahlreicher bis zum gr\u00fcnen industriellen Produkt entwickelt werden k\u00f6nnen\u201c, betont <strong>Daniela Rings<\/strong>, Teamleiterin Innovation Management und IP Services der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin, einen Kernpunkt des Vorhabens.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dass die Region Spitzenstandort f\u00fcr herausragende Grundlagenforschung in der Chemie ist, belegen zahlreiche Berliner Verbundforschungsprojekte sowie der einzige Exzellenzcluster im Bereich Chemie, der seit Anbeginn der Exzellenzoffensive ununterbrochen existiert (2007\u20132018\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.unicat.tu-berlin.de\/\" target=\"_blank\">UniCat<\/a>, aktuell\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.unisyscat.de\/\" target=\"_blank\">UniSysCat<\/a>). Allerdings bleiben Transfererfolge bislang deutlich hinter dem vorhandenen Potenzial zur\u00fcck. Mit Green<em>CHEM<\/em>\u00a0m\u00f6chten die beteiligten Partner*innen vorhandene Infrastruktur und Know-how verbinden, so dass nachhaltige Innovationen vom ersten Experiment bis zur industriellen Produktion, von der Idee bis zur Umsetzung schneller und \u00f6fters erm\u00f6glicht werden. Im Verbund der Partner*innen wird erstmalig eine kritische Masse erreicht, die \u2013 zusammen mit gr\u00fcndungsorientierter Lehre, gesellschaftlichem Dialog und Sch\u00fcler*innen als n\u00e4chste Generation der Ideengeber \u2013 eine Sogwirkung auf Menschen und Unternehmen entfaltet, Innovationen der Gr\u00fcnen Chemie zum Wohle des Planeten zu realisieren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p> \u201eWir werden das komplement\u00e4re und diverse \u00d6kosystem um weitere Partner*innen erweitern, die unsere Vision und Werte teilen\u201c, spricht <strong>Martin Rahmel<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Chemical Invention Factory (CIF) der TU Berlin und Koordinator des Green<em>CHEM-<\/em>Konsortiums<em>,\u00a0<\/em>eine klare Einladung zum Mitmachen aus und f\u00fcgt hinzu: \u201eDiese aus Steuergeldern bestehende Anschubfinanzierung werden wir verantwortungsvoll nutzen, um ein finanziell selbsttragendes \u00d6kosystem aufzubauen, das mit wirkungsvollen Finanzierungsbausteinen f\u00fcr internationale Technologietransfer- und Ausgr\u00fcndungsteams ausgestattet sein muss\u201c.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beteiligte Partner*innen<\/h3>\n\n\n\n<p>Neben der Technischen Universit\u00e4t Berlin, die die Koordination von Green<em>CHEM<\/em>&nbsp;innehat, sind die Freie Universit\u00e4t Berlin und die Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin sowie BERLIN-CHEMIE AG und Covestro AG als initiale Partner*innen von Green<em>CHEM<\/em>&nbsp;beteiligt. Netzwerk-Partner*innen sind:&nbsp; Ventures GmbH, Atotech Deutschland GmbH &amp; Co. KG, b.value AG, Berlin Partner f\u00fcr Wirtschaft und Technologie GmbH, Bernotat &amp; Cie. GmbH, Business Angels Berlin-Brandenburg, Fraunhofer IAO | Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI), chemstars.nrw, Cradle to Cradle NGO, Extantia Capital Management GmbH, Falling Walls Foundation gGmbH, Hybrid Plattform, INAM e.V., Leroma GmbH, Made of Air GmbH, PentraCor GmbH, PolyAn GmbH, Potsdam Science Park &#8211; Standortmanagement Golm GmbH, Senatsverwaltung f\u00fcr Wirtschaft, Energie und Betriebe, Siemens AG, Umweltbundesamt, UniSysCat | Cluster of Excellence &#8220;Unifying Systems in Catalysis&#8221;, Wirtschaftsf\u00f6rderung Land Brandenburg GmbH (WFBB), WISTA Management GmbH<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">T!Raum \u2013 TransferR\u00e4ume f\u00fcr die Zukunft von Regionen<\/h3>\n\n\n\n<p>Das F\u00f6rderprogramm \u201eT<em>!<\/em>Raum\u201c ist Teil des Programms \u201eInnovation &amp; Strukturwandel\u201c und wird vom BMBF finanziert. Es will strukturschwachen Regionen langfristig zukunftsweisende Innovationspfade er\u00f6ffnen und den Strukturwandel vorantreiben. Dazu setzt die F\u00f6rderma\u00dfnahme auf die Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor Ort und erm\u00f6glicht diesen die Entwicklung neuartiger Transferinstrumente. Gemeinsam mit regionalen Unternehmen und weiteren Partner*innen sollen sie auf experimentelle Weise neue Ans\u00e4tze f\u00fcr den Wissens-, Ideen- und Technologietransfer entwickeln und erproben. Ziel ist es, dass Innovationen schneller in die in der Region angesiedelten Unternehmen gelangen und so den positiven Strukturwandel unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Transferherausforderungen in der Gr\u00fcnen Chemie<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"BorlabsCookie _brlbs-cb-youtube\"><div class=\"_brlbs-content-blocker\"> <div class=\"_brlbs-embed _brlbs-video-youtube\"> <img decoding=\"async\" class=\"_brlbs-thumbnail\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/plugins\/borlabs-cookie\/assets\/images\/cb-no-thumbnail.png\" alt=\"YouTube\"> <div class=\"_brlbs-caption\"> <p>By loading the video, you agree to YouTube&#8217;s privacy policy.<br><a href=\"https:\/\/policies.google.com\/privacy?hl=en&amp;gl=en\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Learn more<\/a><\/p> <p><a class=\"_brlbs-btn _brlbs-icon-play-white\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Load video<\/a><\/p> <p><label><input type=\"checkbox\" name=\"unblockAll\" value=\"1\" checked> <small>Always unblock YouTube<\/small><\/label><\/p> <\/div> <\/div> <\/div><div class=\"borlabs-hide\" data-borlabs-cookie-type=\"content-blocker\" data-borlabs-cookie-id=\"youtube\"><script type=\"text\/template\">PGlmcmFtZSB0aXRsZT0iUmUtUGl0Y2ggR3JlZW5DSEVNIHwgMDQuIE1haSAyMDIyIiB3aWR0aD0iNTAwIiBoZWlnaHQ9IjI4MSIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC9sMkJtZjBFLWhpMD9mZWF0dXJlPW9lbWJlZCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93PSJhY2NlbGVyb21ldGVyOyBhdXRvcGxheTsgY2xpcGJvYXJkLXdyaXRlOyBlbmNyeXB0ZWQtbWVkaWE7IGd5cm9zY29wZTsgcGljdHVyZS1pbi1waWN0dXJlOyB3ZWItc2hhcmUiIHJlZmVycmVycG9saWN5PSJzdHJpY3Qtb3JpZ2luLXdoZW4tY3Jvc3Mtb3JpZ2luIiBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW4+PC9pZnJhbWU+<\/script><\/div><\/div>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Konsortium aus insgesamt 29 Partner*innen erh\u00e4lt f\u00fcr das Konzept GreenCHEM&nbsp;eine F\u00f6rderung in H\u00f6he von bis zu 10 Millionen Euro vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung, um die Hauptstadtregion zum internationalen Hotspot f\u00fcr chemische Deep-Tech Innovationen weiterzuentwickeln. 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