{"id":11714,"date":"2009-08-04T00:00:00","date_gmt":"2009-08-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090804-02n"},"modified":"2009-08-04T00:00:00","modified_gmt":"2009-08-03T22:00:00","slug":"pilot-heizkraftwerk-erstmals-mit-aer-holzvergasung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pilot-heizkraftwerk-erstmals-mit-aer-holzvergasung\/","title":{"rendered":"Pilot-Heizkraftwerk erstmals mit AER-Holzvergasung"},"content":{"rendered":"<p><b>In Geislingen-T\u00fcrkheim entsteht nahe dem Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb ein Biomassevergasungs-Heizkraftwerk mit einer neuen Technik zur dezentralen Erzeugung von Strom und W\u00e4rme aus Holz und Biomassereststoffen. Am 3. August \u00fcberreichte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die F\u00f6rderzusage des Bundes in H\u00f6he von rund 3,6 Millionen Euro \u2013 damit steht dem Bau nichts mehr im Wege.<\/b> <\/p>\n<p>Die neue Technik stammt vom Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW) und Partnern und wird erstmals im industriellen Ma\u00dfstab umgesetzt. Betreibergesellschaft ist die Technologieplattform Bioenergie und Methan GmbH &#038; Co. KG (TBM). Das Wirtschaftsministerium Baden-W\u00fcrttemberg f\u00f6rdert das Pilot-Vorhaben mit einer halben Millionen Euro. Die Inbetriebnahme ist Anfang 2011 geplant. Ein begleitendes Forschungsprojekt unter F\u00fchrung des ZSW soll am Standort au\u00dferdem die Erzeugung von Bioerdgas und Wasserstoff erproben. Daf\u00fcr geben Bund und Land noch einmal 2,4 Millionen Euro hinzu. <\/p>\n<p><center><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090804-02\/Bild_2.png\" align=\"center\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild_2.png\"\/><\/center><br style=\"clear:left;\"\/><br \/>Bei der vom ZSW entwickelten AER-Technik (Absorption Enhanced Reforming) handelt es sich um ein Biomassevergasungsverfahren, das ein wasserstoffreiches Rohgas produziert. &#8220;F\u00fcr den Nutzer vorteilhaft ist der au\u00dferordentlich flexible Einsatz&#8221;, sagt Dr. Michael Specht, Leiter der Abteilung Regenerative Energietr\u00e4ger und Verfahren am ZSW. &#8220;Das Gas wird entweder zu Strom und W\u00e4rme umgewandelt oder bei Bedarf auch in Bioerdgas oder Wasserstoff.&#8221; Bei weniger W\u00e4rmebedarf kann so etwa auf die Kraftstoff-Produktion f\u00fcr Erdgasautos oder f\u00fcr zuk\u00fcnftige wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge umgestiegen werden. <\/p>\n<p>Die Technik ist f\u00fcr dezentrale Anwendungen ausgelegt \u2013 die Anlage in Geislingen weist eine Brennstoffleistung von zehn Megawatt auf. Das Heizkraftwerk wird den Strombedarf von rund 6.000 Vier-Personen-Haushalten und den W\u00e4rmebedarf von 1.500 Einfamilienh\u00e4usern decken. Die Technik verwendet Holz und bisher nicht nutzbare holzartige Biomassereststoffe aus der Landschaftspflege. Eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion entsteht daher nicht. T\u00e4glich verarbeitet die Anlage rund zwei Lkw-Ladungen Material aus den W\u00e4ldern der Gegend und aus der l\u00e4ndlichen Region des Biosph\u00e4rengebiets Schw\u00e4bische Alb. <\/p>\n<p>Der energetische Wirkungsgrad der Umwandlung ist hoch: Das wasserstoffreiche Rohgas enth\u00e4lt \u00fcber 70 Prozent der Energie der zugef\u00fchrten Biomasse. Der Anlagenwirkungsgrad der Verstromung liegt bei 33 Prozent, der Gesamtwirkungsgrad zur Erzeugung von Strom und W\u00e4rme liegt bei 70 bis 80 Prozent. Bei einer m\u00f6glichen Aufbereitung zu Bioerdgas und der Einspeisung in das Erdgasnetz sind es noch 63 Prozent. <\/p>\n<p>Das Pilot-Heizkraftwerk bei Geislingen soll das Potenzial der neuen Technik erschlie\u00dfen und die Produktion von Strom und W\u00e4rme optimieren. Um aus dem Rohgas Bioerdgas oder Wasserstoff zu gewinnen, haben sich neben dem ZSW die Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und das Stuttgarter Universit\u00e4tsinstitut f\u00fcr Verfahrenstechnik und Dampfkesselwesen (IVD) zusammengeschlossen. Ein weiterer Akteur ist das Deutsche BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) aus Leipzig. <\/p>\n<p>Insgesamt sind rund 17,3 Millionen Euro f\u00fcr die Errichtung des Heizkraftwerks an der Schw\u00e4bischen Alb veranschlagt. Das Biomasse-Heizkraftwerk wird vom Bund mit 3,6 Millionen Euro finanziell gef\u00f6rdert. Das Wirtschaftsministerium steuert eine halbe Million Euro bei. 13,2 Millionen stammen von der TBM. F\u00fcr die weitergehende Erzeugung von Bioerdgas und Wasserstoff gibt Sigmar Gabriel 1,1 Millionen Euro hinzu, der baden-w\u00fcrttembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister 1,3 Millionen Euro. <\/p>\n<p>Bioenergie stammt aus nachwachsenden Rohstoffen. Als eine der wenigen erneuerbaren Energien ist sie gut speicherf\u00e4hig und kann so die Nachfrage besser bedienen. Als besonders aussichtsreich gilt das Polygeneration-Konzept, das aus Biomasse Strom, W\u00e4rme und Kraftstoffe erzeugt. Auf einen solchen Entwicklungspfad setzt das ZSW. <\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.tbm-gas.com\/\" >Details zum Projekt<\/a> (Homepage der Technologieplattform Bioenergie und Methan)<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg ZSW Dr. Michael Specht<br \/>Industriestr. 6<br \/>70565 Stuttgart<br \/>Tel.: 0711-78 70-218<br \/>Fax: 0711-78 70-200<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:michael.specht@zsw-bw.de\">michael.specht@zsw-bw.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>In Geislingen-T&uuml;rkheim entsteht nahe dem Biosph&auml;rengebiet Schw&auml;bische Alb ein Biomassevergasungs-Heizkraftwerk mit einer neuen Technik zur dezentralen Erzeugung von Strom und W&auml;rme aus Holz und Biomassereststoffen.<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[279,1396,112,1395,781,1397,877],"class_list":["post-11714","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-fuer-umwelt-naturschutz-und-reaktorsicherheit","supplier-deutsche-vereinigung-des-gas-und-wasserfaches-dvgw","supplier-deutsches-biomasseforschungszentrum-gmbh-dbfz","supplier-technologieplattform-bioenergie-und-methan-gmbh-co-kg-tbm","supplier-universitaet-stuttgart","supplier-wirtschaftsministerium-baden-wuerttemberg","supplier-zentrum-fuer-sonnenenergie-und-wasserstoff-forschung-zsw"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11714","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11714"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11714\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11714"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11714"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11714"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11714"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}