{"id":11695,"date":"2009-05-04T00:00:00","date_gmt":"2009-05-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090504-03n"},"modified":"2009-05-04T00:00:00","modified_gmt":"2009-05-03T22:00:00","slug":"forschungsprojekt-biomasse-aus-kurzumtrieb-in-buchen-oberneudorf-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forschungsprojekt-biomasse-aus-kurzumtrieb-in-buchen-oberneudorf-gestartet\/","title":{"rendered":"Forschungsprojekt &#8220;Biomasse aus Kurzumtrieb&#8221; in Buchen-Oberneudorf gestartet"},"content":{"rendered":"<p><b>&#8220;Der Ausbau der erneuerbaren Energien eines der wichtigsten Zukunftsthemen f\u00fcr unser Land. Dabei k\u00f6nnen Kurzumtriebsh\u00f6lzer und Miscanthus in der Zukunft interessante Erg\u00e4nzungen der vorhandenen Biomassepotenziale sein. Allerdings stehen wir dabei erst am Anfang. Das Projekt &#8220;Biomasse aus Kurzumtrieb&#8221; soll Chancen und Risiken kl\u00e4ren und wichtige Ergebnisse f\u00fcr die Praxis liefern&#8221;, sagte der baden-w\u00fcrttembergische Minister f\u00fcr Ern\u00e4hrung und L\u00e4ndlichen Raum, Peter Hauk MdL, im Rahmen einer Pflanzaktion am Mittwoch (29. April) in Buchen-Oberneudorf (Neckar-Odenwald-Kreis)<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Nur ein Viertel der in Deutschland verbrauchten Prim\u00e4renergie wird im Land produziert. Aus Gr\u00fcnden der Versorgungssicherheit m\u00fcssen wir unsere Energieversorgung deshalb auf eine breitere Basis stellen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und seiner Folgen kann dies nur auf der Basis erneuerbarer Energien erfolgen&#8221;, erg\u00e4nzte Hauk. Versorgungssicherheit und Reduktion der Treibhausgase k\u00f6nnten nur in einem umfassenden energiepolitischen Ansatz erreicht werden. Zentrale Punkte seien die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energie.<\/p>\n<p>Zur Erreichung dieser ehrgeizigen Ziele sei auch das gro\u00dfe Potenzial, das in der energetischen und stofflichen Nutzung von Biomasse steckt, verst\u00e4rkt zu mobilisieren und effizient zu nutzen. &#8220;Der Rohstoff Holz spielt wegen seines breiten Einsatzspektrums traditionell die wichtigste Rolle bei der energetischen und stofflichen Nutzung, insbesondere f\u00fcr die W\u00e4rmegewinnung, aber auch f\u00fcr die stoffliche Verwertung. Eine weitere, wichtige Perspektive k\u00f6nnte die Erzeugung synthetischer Biokraftstoffe werden&#8221;, betonte der Minister.<\/p>\n<p>Um bei einer kontinuierlich steigenden Nachfrage nach Biomasse, und dabei vor allem nach Holz, Angebotsengp\u00e4sse zu vermeiden und die Nachhaltigkeit zu sichern, m\u00fcssen weitere Potenziale erschlossen werden. Kurzumtriebsh\u00f6lzer wie Pappel und Weide sowie Miscanthus (Chinaschilf) k\u00f6nnten k\u00fcnftig eine solche Rohstoffquelle darstellen. Allerdings fehlen bislang ausreichende und nachvollziehbare Praxiserfahrungen aus Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>&#8220;Mit einem umfassenden Forschungs- und Entwicklungsprogramm wollen wir die offenen Fragen kl\u00e4ren. Zentrale Bestandteile sollen die Beratung und die Begleitung der Produzenten auf rund 150 Hektar Anbaufl\u00e4che sein, die in einem ersten Schritt entstehen werden. Daneben werden wir die Verwendung im stofflichen und energetischen Bereich pr\u00fcfen und die Ernte- und Transporttechnik untersuchen&#8221;, skizzierte Minister Hauk die Ma\u00dfnahmen des Landes. Diese Ma\u00dfnahmen werden durch das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg und die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg koordiniert.<\/p>\n<p><b>Zusatzinformationen:<\/b><br \/>Ziel des Forschungsprojekts &#8220;Biomasse aus Kurzumtrieb&#8221; ist es, im Zeitraum von 2008-2012 150 Hektar Anbaufl\u00e4che f\u00fcr schnellwachsende H\u00f6lzer und Miscanthus in Baden-W\u00fcrttemberg zu etablieren. Schwerpunkte des Projekts sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Untersuchungen zu Produktionstechnik, Ertragsprognosen, betriebswirtschaftliche Kennzahlen<\/li>\n<li>Untersuchungen der Umweltwirkungen<\/li>\n<li>Verbraucherschutz durch \u00dcberwachung der Pflanzgutqualit\u00e4t<\/li>\n<li>Fundierte fachliche Beratung zur Unterst\u00fctzung der Anbauseite<\/li>\n<li>Anbauoptimierung von Biomasse im Hinblick auf \u00f6konomische und \u00f6kologische Faktoren<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Kurzumtriebsbewirtschaftung<\/b><br \/>Darunter versteht man Anbau und Nutzung von B\u00e4umen innerhalb von kurzen Zeitintervallen. Der Umtriebszeitraum, d.h. der Zeitraum von Fl\u00e4chenanlage bzw. Neuausschlag bis zur Ernte, von zwei bis 20 Jahren ist deutlich geringer als bei einer \u00fcblichen forstlichen Bewirtschaftung. M\u00f6glich werden diese kurzen Zeitr\u00e4ume durch schnellwachsende Baumarten. Sie sch\u00f6pfen bereits nach wenigen Jahren ihr Wuchspotenzial aus und regenieren sich nach der Ernte. Die im Boden verbleibenden Wurzelst\u00f6cke treiben erneut aus. Mit einer Kurzumtriebsbewirtschaftung werden derzeit zwei Produktlinien verfolgt. Neben Energieholz f\u00fcr Hackschnitzelheizung oder Pellets kann auch Industrieholz f\u00fcr Zellstoff oder Holzwerkstoffe erzeugt werden. Als wichtigste Baumarten werden hierzu Pappel-Arten und Weiden eingesetzt.<\/p>\n<p><b>Miscanthus (<i>Miscanthus x giganteus<\/i>)<\/b><br \/>Dies ist ein ausdauerndes Gras und wird bis zu vier Meter hoch. Der Spross stirbt \u00fcber Winter ab. Es stammt urspr\u00fcnglich aus Asien. Im ersten Jahr findet keine Ernte statt. Ab dem zweiten Jahr wird m\u00f6glichst sp\u00e4t, jedoch vor dem Wiederaustrieb (M\u00e4rz\/April) geerntet. Das Material wird durch Erntemaschinen geh\u00e4ckselt und als Ballen gepresst. Theoretisch bestehen vielf\u00e4ltige Vermehrungsm\u00f6glichkeiten im stofflichen Bereich (z.B. D\u00e4mmplatten, Verpackungsmaterial, Zellstoff). Derzeit erfolgt in der Regel eine energetische Nutzung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>&#8220;Der Ausbau der erneuerbaren Energien eines der wichtigsten Zukunftsthemen f&uuml;r unser Land. 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