{"id":116939,"date":"2022-10-13T07:26:00","date_gmt":"2022-10-13T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=116939"},"modified":"2022-10-10T14:34:28","modified_gmt":"2022-10-10T12:34:28","slug":"flussiger-bio-kunststoff-sorgt-fur-mehr-ruhe-wahrend-der-autofahrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/flussiger-bio-kunststoff-sorgt-fur-mehr-ruhe-wahrend-der-autofahrt\/","title":{"rendered":"Fl\u00fcssiger Bio-Kunststoff sorgt f\u00fcr mehr Ruhe w\u00e4hrend der Autofahrt"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.imws.fraunhofer.de\/de\/kompetenzfelder\/kunststoffe\/highlights\/LASD-biopolymer-ecopox\/jcr:content\/contentPar\/sectioncomponent\/sectionParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.jpg\/1628254443325\/2021-08-Oeko-LASD.jpg\" alt=\"Ger\u00e4uschd\u00e4mmung Auto\" width=\"325\" height=\"225\" title=\"\u00d6ko-LASD\"\/><figcaption> Ecopox GmbH &amp; Co. KGApplikation von ECOPOX SDM mittels KUGA Roboter mit seriennahen Parametern. \u00a9 Benjamin Mielke<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Zum Fahrkomfort geh\u00f6rt in modernen Autos ein geringer Ger\u00e4uschpegel. Um diesen zu erreichen, werden Schalld\u00e4mpfungssysteme im Inneren des Fahrzeugs eingesetzt. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt wollen die ECOPOX GmbH &amp; Co. KG und das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS einen neuartigen, \u00f6kologischen Fl\u00fcssigkunststoff f\u00fcr diese Anwendung einsetzbar machen. Er soll leicht zu verarbeiten, kosteng\u00fcnstig und deutlich umweltvertr\u00e4glicher als die bisher am Markt \u00fcblichen L\u00f6sungen sein.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Freunde von Oldtimern sch\u00e4tzen das au\u00dfergew\u00f6hnliche Design dieser Autos, die mit ihrer oft massiven Bauweise und best\u00e4ndigen Materialien den Charme vergangener Zeitalter verstr\u00f6men. Sitzt man w\u00e4hrend der Fahrt in einem Oldtimer, bemerkt man aber schnell einen Nachteil gegen\u00fcber heutigen Fahrzeugen: Es ist ungewohnt laut. Moderne Autos werden, anders als die Modellgenerationen vergangener Tage, mit ausget\u00fcftelten Schalld\u00e4mpfungssystemen ausgestattet, damit die Ger\u00e4usche von Motor, Reifen oder Karosserie den Reisekomfort m\u00f6glichst wenig beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00e4ngige L\u00f6sungen f\u00fcr die dabei im Innenraum des Fahrzeugs eingesetzten Schalld\u00e4mpfungsmassen (LASD; Liquid Applied Sound Deadener) sind Kunststoffe, die in fester (Bitumenmatten oder Epoxid-Systeme) und fl\u00fcssiger Form (in der Regel als Acrylat-Dispersionen) genutzt werden. Diese Kunststoffe haben aber in der Herstellung, im Verarbeitungsprozess, bei der Lagerung oder beim Einsatz im Auto ihre Nachteile, beispielsweise ein hohes Gewicht, den Einsatz umweltsch\u00e4dlicher Stoffe oder Geruchsemissionen. Die ECOPOX GmbH &amp; Co. KG aus Bitterfeld-Wolfen will deshalb neue Schalld\u00e4mpfungsmassen f\u00fcr den Automobilbau auf den Markt bringen und wird dabei in einem bis 30. April 2022 laufenden Forschungsprojekt vom Fraunhofer IMWS unterst\u00fctzt. Die Besonderheit des neuen Ansatzes: Bei der Entwicklung wird, soweit m\u00f6glich, auf den Einsatz besonders nachhaltiger Rohstoffe gesetzt. Auch im Herstellungsprozess und im Einsatz stehen Umweltfreundlichkeit, Ressourceneffizienz, hervorragende Verarbeitbarkeit und gesundheitliche Vertr\u00e4glichkeit im Fokus.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbECOPOX hat bereits das Material entwickelt und zum Patent angemeldet, das weitestgehend aus nat\u00fcrlichen, nachwachsenden Rohstoffen besteht. Dieser \u00f6kologische Fl\u00fcssigkunststoff zeigt ein vielversprechendes Materialverhalten f\u00fcr den Einsatz in Schalld\u00e4mpfungssystemen insbesondere in Bezug auf das Schwingungs- und D\u00e4mpfungsverhalten. Im Projekt wollen wir die Zusammenh\u00e4nge zwischen chemischem Aufbau, den Verarbeitungsverfahren, der Mikrostruktur und den anwendungsrelevanten physikalischen Eigenschaften genauer erforschen. Damit ebnen wir den Weg f\u00fcr die \u00dcbertragung in die Gro\u00dfserie und die Anwendung im Automobilbau. Denn die Hersteller machen sehr genaue Vorgaben zu den Eigenschaften und der Qualit\u00e4t solcher Werkstoffe\u00ab, erl\u00e4utert <strong>Prof. Mario Beiner, der das Projekt am Fraunhofer IMWS<\/strong> leitet.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das Forschungsinstitut aus Halle (Saale) bringt dabei seine umfangreiche Expertise auf dem Gebiet der materialspezifischen Struktur-Verarbeitungs-Eigenschaftsbeziehungen ein, einschlie\u00dflich der Entwicklung von Materialmodellen. F\u00fcr das Projekt besonders relevant sind die Kompetenzen zu Flie\u00dfeigenschaften komplexer Fl\u00fcssigkeitssysteme (wie Polymerschmelzen und -L\u00f6sungen, die mit Mikro- und Nanopartikeln gef\u00fcllt sind) sowie zur Beschreibung, Vorhersage und Steuerung von Strukturbildungsprozessen bei der Aush\u00e4rtung fl\u00fcssiger Mehrphasensysteme, die auch beim Applikations- und Trocknungsprozess der Schalld\u00e4mpfungsmassen eine entscheidende, die Produkteigenschaften bestimmende Rolle spielen. Ebenso bedeutend sind die M\u00f6glichkeiten des Fraunhofer IMWS zur Aufkl\u00e4rung der Mikrostruktur von Materialien, wof\u00fcr im Projekt beispielsweise spektroskopische und elektronenmikroskopische Verfahren eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die bereits bestehende ECOPOX-Rezeptur soll hinsichtlich der eingesetzten F\u00fcllstoffe, der Verarbeitbarkeit, der thermischen Stabilit\u00e4t sowie der Vernetzungseigenschaften untersucht und optimiert werden. Die hinsichtlich Materialgef\u00fcge und Materialkomposition weiterentwickelte Rezeptur soll Vorteile in Bezug auf Spritzbarkeit, Pumpbarkeit, Einbrenntemperatur und mechanisches Verhalten bringen. Die vertieften Erkenntnisse es m\u00f6glich machen, die D\u00e4mpfungseigenschaften gezielt gem\u00e4\u00df der Vorgaben von Endanwendern zu steuern, Taktzeiten in der Produktion zu verk\u00fcrzen oder l\u00e4ngere Lebensdauern zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbUnsere Kenntnisse zu Strukturbildungsprozessen bei der Mischung und Aush\u00e4rtung von hoch gef\u00fcllten Polymersystemen k\u00f6nnen wir im Projekt einbringen und weiterentwickeln. Dies soll dabei helfen, eine neue, umweltfreundliche L\u00f6sung f\u00fcr einen wichtigen Automotive-Anwendungsbereich zu etablieren, welche die Schw\u00e4chen bisheriger Schalld\u00e4mpfungssysteme \u00fcberwindet\u00ab, sagt <strong>Beiner.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.imws.fraunhofer.de\/de\/kompetenzfelder\/kunststoffe\/highlights\/LASD-biopolymer-ecopox\/jcr:content\/contentPar\/sectioncomponent\/sectionParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent2\/image.img.jpg\/1628254443325\/Foerderlogo-Sa-Anh-EFRE.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Fahrkomfort geh\u00f6rt in modernen Autos ein geringer Ger\u00e4uschpegel. Um diesen zu erreichen, werden Schalld\u00e4mpfungssysteme im Inneren des Fahrzeugs eingesetzt. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt wollen die ECOPOX GmbH &amp; Co. 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