{"id":11693,"date":"2009-05-04T00:00:00","date_gmt":"2009-05-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090504-05n"},"modified":"2009-05-04T00:00:00","modified_gmt":"2009-05-03T22:00:00","slug":"neue-prozesse-zur-stofflichen-nutzung-von-biomasseresten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-prozesse-zur-stofflichen-nutzung-von-biomasseresten\/","title":{"rendered":"Neue Prozesse zur stofflichen Nutzung von Biomasseresten"},"content":{"rendered":"<p><b>Die klassische Biomasse wird knapp. Was bisher in der Land- und Forstwirtschaft als Abfall im besten Fall kompostiert wurde, kann zuk\u00fcnftig wertvolle Dienste leisten. Experten aus Sachsen-Anhalt und dem spanischen Valencia wollen gemeinsam erforschen, wie man Biomassereste gewinnbringend verwerten kann. Das Vorhaben wird mit 4 Mio. Euro von der EU gef\u00f6rdert.<\/b><\/p>\n<p>In Sachsen-Anhalt sind es \u00fcberwiegend Reste und Abf\u00e4lle aus der Landschaftspflege. In Valencia dagegen f\u00e4llt jede Menge Biomasse aus der Bewirtschaftung von Oliven- oder Orangenhainen an. Doch die Pflanzenreste bergen enormes Potenzial. Leider ist eine standardisierte und kosteng\u00fcnstige Verwertung dieser vielf\u00e4ltigen Reste f\u00fcr die Industrie schwierig. Nat\u00fcrlich l\u00e4sst sich mit den st\u00e4ndig nachwachsenden Rohstoffen hervorragend auf umweltfreundliche Weise Energie gewinnen. Die sofortige energetische Nutzung ist sicher eintr\u00e4glich. Deutlich nachhaltiger ist allerdings die stoffliche Verwertung, also beispielsweise in die Verarbeitung in der M\u00f6belindustrie.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr entwickeln die Forscher am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF gemeinsam mit ihren internationalen Projektpartnern neue Prozesse und Technologien. So arbeiten die Magdeburger Wissenschaftler beispielsweise an klugen Konzepten f\u00fcr die Biomasselogistik. Denn: Die industrielle Nutzung verlangt Sortierung der unterschiedlichen Pflanzenreste. Sortierung setzt Identifikation voraus. Keine einfache Aufgabe, von der sich jeder G\u00e4rtner mit einem Blick auf seinen Komposthaufen \u00fcberzeugen kann: Unglaublich, wie viele verschiedene Pflanzenreste dort zu finden sind. <\/p>\n<p>In der Zukunftsvision der Fraunhofer-Forscher k\u00f6nnten Resth\u00f6lzer mit RFID-B\u00e4ndern ausger\u00fcstet oder bei der Landschaftspflege anfallender Gr\u00fcnschnitt mit lumineszenten Nanopartikeln angereichert werden. Mit der Bestimmung der genauen Biomasse lie\u00dfe sich nun entscheiden, was damit geschehen soll. \u00c4ste und Zweige beispielsweise k\u00f6nnen tonnenweise zu Hackschnitzeln verarbeitet oder bei einem M\u00f6belhersteller zu Spanplatten gepresst werden, auch der Einsatz als D\u00e4mmstoff oder als Zusatz in Betonbauteilen ist denkbar. Dementsprechend l\u00e4sst sich die Logistikkette organisieren und \u00fcberwachen: Von der Ernte, \u00fcber die Lagerung und den Transport bis zum endg\u00fcltigen Ort der Verwertung.<\/p>\n<p>Petra Wernicke, Sachsen-Anhalts Ministerin f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt ist von dem Vorhaben begeistert: &#8220;Bedenkt man die Mengen an ungenutzter Biomasse in Parkanlagen, auf Feldern und in W\u00e4ldern, wartet hier enormes Potenzial auf uns. Diese Chancen m\u00fcssen wir nutzen. So lassen sich einerseits Ressourcen einsparen und andererseits die Umwelt schonen. Die Zukunft liegt in der systematischen Nutzung der regenerativen Energien.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die klassische Biomasse wird knapp. Was bisher in der Land- und Forstwirtschaft als Abfall im besten Fall kompostiert wurde, kann zuk&uuml;nftig wertvolle Dienste leisten. 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