{"id":116927,"date":"2022-10-13T07:35:00","date_gmt":"2022-10-13T05:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=116927"},"modified":"2022-10-10T14:39:16","modified_gmt":"2022-10-10T12:39:16","slug":"biopolymere-florieren-ceresana-untersucht-den-weltmarkt-fur-biokunststoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biopolymere-florieren-ceresana-untersucht-den-weltmarkt-fur-biokunststoffe\/","title":{"rendered":"Biopolymere florieren: Ceresana untersucht den Weltmarkt f\u00fcr Biokunststoffe"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/rs1.chemie.de\/images\/\/176183-76.jpg\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Biokunststoffe werden schon l\u00e4ngst nicht mehr nur f\u00fcr M\u00fcllt\u00fcten oder Mulchfolien gebraucht: Biopolymere sind zunehmend auch in langlebigen Hochleistungsprodukten zu finden, beispielsweise in anspruchsvollen Automotive-Anwendungen, Geh\u00e4usen f\u00fcr die Elektronik-Industrie oder Materialien f\u00fcr die Bauindustrie. Biologische Abbaubarkeit ist zwar oft ein Vorteil, etwa f\u00fcr Verpackungsfolien, Einweggeschirr oder medizinische Implantate. Mittlerweile werden \u201eBio\u201c-Versionen aber f\u00fcr praktisch alle Arten und Einsatzgebiete von Kunststoffen angeboten. F\u00fcr 3D-Druck zum Beispiel wird vor allem Polymilchs\u00e4ure (PLA) verwendet. Laut der neusten, bereits siebten Ausgabe des <a href=\"https:\/\/www.ceresana.com\/en\/market-studies\/plastics\/bioplastics\/market-study-bioplastics.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ceresana-Reports zu Biokunststoffen<\/a> wird der Weltmarkt f\u00fcr \u201egr\u00fcne\u201c Polymere weiterhin dynamisch wachsen: Die Analysten erwarten, dass der Biokunststoff-Umsatz bis zum Jahr 2031 auf rund 9,7 Milliarden US-Dollar steigen wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nachwachsende und kompostierbare Kunststoffe<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><a href=\"https:\/\/www.ceresana.com\/en\/market-studies\/plastics\/bioplastics\/market-study-bioplastics.html\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"157\" height=\"219\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/10\/Ceresana_Cover_Market-Study_Bioplastics_7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-116949\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/10\/Ceresana_Cover_Market-Study_Bioplastics_7.jpg 157w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/10\/Ceresana_Cover_Market-Study_Bioplastics_7-108x150.jpg 108w\" sizes=\"auto, (max-width: 157px) 100vw, 157px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Klimaschutz, Unabh\u00e4ngigkeit von Erd\u00f6l und Erdgas, umweltfreundliche Produkte und neue Chancen f\u00fcr die Landwirtschaft &#8211; mit Biokunststoffen verbinden sich gro\u00dfe Hoffnungen. Gro\u00df ist allerdings auch die Verwirrung rund um diese Werkstoffe, denn bislang gibt es f\u00fcr Biokunststoffe keine allgemein anerkannte Definition und keine einheitliche Kennzeichnung. Die aktuelle Ceresana-Studie betrachtet zwei Material-Gruppen, die sich \u00fcberlappen k\u00f6nnen, aber nicht immer identisch sein m\u00fcssen: einerseits biologisch abbaubare Kunststoffe, die von Mikroorganismen in der freien Natur zersetzt oder zumindest in industriellen Anlagen kompostiert werden k\u00f6nnen; andererseits biobasierte Kunststoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Manche Biokunststoffe erf\u00fcllen beide Bedingungen: PHA aus Zucker und TPS aus St\u00e4rke zum Beispiel sind biobasiert und biologisch abbaubar. Es gibt aber auch Kunststoffe aus biogenen Rohstoffen, die nicht kompostierbar sind, beispielsweise PEF aus Fructose oder Bio-Polyethylen auf Basis von Zuckerrohr. Dagegen k\u00f6nnen manche petro-chemisch, also aus Erd\u00f6l oder Erdgas erzeugte Kunststoffe durchaus biologisch abbaubar sein, etwa PCL, PBAT oder PBS.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00fcne Polymere f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>Kunststoffe und Verpackungen spielen eine gro\u00dfe Rolle f\u00fcr den \u201eAktionsplan Kreislaufwirtschaft\u201c, den die Europ\u00e4ische Union im Rahmen ihres \u201eGreen Deal\u201c ver\u00f6ffentlicht hat, um die Wegwerf-Gesellschaft zu \u00fcberwinden und die Abfallmengen zu reduzieren. Die EU-Kommission arbeitet an einer neuen \u201eRahmengesetzgebung f\u00fcr biobasierte, biologisch abbaubare und kompostierbare Kunststoffe\u201c. Darin soll klar geregelt werden, was darunter zu verstehen ist und wie Biokunststoffe zu entsorgen sind. Verkompliziert wird das Vorhaben dadurch, dass zur Verringerung des CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdrucks auch fossilen Kunststoffen zunehmend Biomasse-Anteile beigemischt werden. Bislang ist nicht festgelegt, ab welchem Anteil von erneuerbaren Rohstoffen eine \u201ebioattribuierte\u201c oder \u201emass-balanced\u201c Polymermischung als Biokunststoff vermarktet werden darf. Umstritten sind auch Kunststoffe, die mit Hilfe gentechnisch ver\u00e4nderter Organismen gewonnen werden. Die EU-Kommission will jedenfalls Greenwashing vermeiden: Biobasierte Kunststoffe sollen nur dann eingesetzt werden, wenn sie gegen\u00fcber fossilen Kunststoffen \u201eechte \u00f6kologische Vorteile\u201c bieten und nicht zum Beispiel der Lebensmittelproduktion Konkurrenz machen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00f6\u00dftes Wachstum bei Polymilchs\u00e4uren und St\u00e4rke<\/h3>\n\n\n\n<p>Biologisch abbaubare Kunststoffe, zum Beispiel Polymilchs\u00e4uren (PLA) und St\u00e4rke-Polymere, erreichten 2021 einen Marktanteil von 65% am gesamten Biokunststoff-Markt. F\u00fcr diese Produktgruppe erwartet Ceresana bis 2031 ein weiteres Mengenwachstum von 10,4 % pro Jahr. Bei biobasierten Kunststoffen, die nicht biologisch abbaubar sind, etwa Polyethylen, PET oder PA, wird der Zuwachs mit 7,5% pro Jahr voraussichtlich niedriger ausfallen. Der aktuelle Marktreport von Ceresana analysiert, wie sich der Einsatz von Biokunststoffen in den unterschiedlichen Absatzm\u00e4rkten entwickelt. Die wichtigste Absatzbranche daf\u00fcr war im Jahr 2021 die Verpackungsindustrie \u2013 knapp 58% aller Biokunststoffe wurden hier verarbeitet. Die h\u00f6chsten Zuw\u00e4chse erwartet Ceresana im Bereich \u201eBeutel, S\u00e4cke und T\u00fcten\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biokunststoffe werden schon l\u00e4ngst nicht mehr nur f\u00fcr M\u00fcllt\u00fcten oder Mulchfolien gebraucht: Biopolymere sind zunehmend auch in langlebigen Hochleistungsprodukten zu finden, beispielsweise in anspruchsvollen Automotive-Anwendungen, Geh\u00e4usen f\u00fcr die Elektronik-Industrie oder Materialien f\u00fcr die Bauindustrie. 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