{"id":116551,"date":"2022-10-06T07:26:00","date_gmt":"2022-10-06T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=116551"},"modified":"2022-10-04T13:09:45","modified_gmt":"2022-10-04T11:09:45","slug":"biomaterialien-gewinnen-vermehrt-marktanteile-hinzu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biomaterialien-gewinnen-vermehrt-marktanteile-hinzu\/","title":{"rendered":"Biomaterialien gewinnen vermehrt Marktanteile hinzu"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Donets-Alina_LOIM-758x1024.jpg\" alt=\"Alina Donets, Portfolio Managerin bei Lombard Odier Investment Managers\" class=\"wp-image-116565\" width=\"190\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Donets-Alina_LOIM-758x1024.jpg 758w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Donets-Alina_LOIM-222x300.jpg 222w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Donets-Alina_LOIM-111x150.jpg 111w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Donets-Alina_LOIM-768x1037.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Donets-Alina_LOIM-1138x1536.jpg 1138w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Donets-Alina_LOIM-1517x2048.jpg 1517w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Donets-Alina_LOIM-200x270.jpg 200w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Donets-Alina_LOIM-1320x1782.jpg 1320w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Donets-Alina_LOIM-scaled.jpg 1896w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><figcaption>Alina Donets, Portfolio Managerin bei Lombard Odier Investment Managers<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Chemikalien machen weltweit einen gro\u00dfen Teil der Wirtschaft aus, doch sie sind stark vom Abbau fossiler Brennstoffe und Mineralien abh\u00e4ngig und tragen erheblich zur Umweltverschmutzung bei<\/strong><\/li><li><strong>Biobasierte Chemikalien und Enzyme (oder Biomaterialien) k\u00f6nnen als Alternativen zu Chemikalien aus fossilen Brennstoffen verwendet werden. Sie f\u00f6rdern den \u00dcbergang zu einer Bio-Kreislaufwirtschaft und unterst\u00fctzen die Preis- und Wirtschaftsstabilit\u00e4t durch eine st\u00e4rkere Unabh\u00e4ngigkeit von begrenzten Ressourcen<\/strong><\/li><li><strong>Nat\u00fcrliche, unsch\u00e4dliche Alternativen auf der Basis erneuerbarer biologischer Ressourcen gewinnen rasch Marktanteile hinzu und unterst\u00fctzen gleichzeitig die \u00d6kosysteme, anstatt diese auszubeuten<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Chemikalien kommen weltweit in zahllosen Industrie- und Haushaltsanwendungen zum Einsatz und sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie sind n\u00fctzlich, aber ist ihre intensive Nutzung auch nachhaltig? Von 2000 bis 2017 hat sich die Produktionskapazit\u00e4t f\u00fcr Chemikalien mit einem Anstieg von 1,2 auf 2,3 Milliarden Tonnen weltweit fast verdoppelt, w\u00e4hrend der Wert der Branche auf \u00fcber USD&nbsp;5&nbsp;Bio. gestiegen ist. Im globalen Handel werden 40.000 bis 60.000 Industriechemikalien verwendet.Im Zuge des Wachstums chemikalienintensiver Sektoren wie Bauwesen, Automobilindus\u00adtrie und Elektronik wird f\u00fcr die Branche bis 2030 eine erneute Verdopplung auf USD&nbsp;10&nbsp;Bio. prognostiziert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Chemikalien sind zudem eine gef\u00e4hrliche Quelle der Umweltverschmutzung. Rund 62 % der 345 Millionen Tonnen Chemikalien, die 2016 in der Europ\u00e4ischen Union (EU) zum Einsatz kamen, waren f\u00fcr den Menschen gef\u00e4hrlich.&nbsp; Durch unsachgem\u00e4\u00dfen Umgang gelangen Millionen Tonnen davon in die Umwelt und f\u00fchren zu Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung, die beim Menschen eine wesentliche Ursache f\u00fcr Krankheit und vorzeitigen Tod ist und bei vielen anderen lebenden Organismen \u00e4hnliche Sch\u00e4den verursacht. Im Jahr 2016 belief sich die durch bestimmte Chemikalien verursachte gesch\u00e4tzte Krankheitslast auf 1,6 Millionen Leben und 44,8 Millionen gesundheitlich beeintr\u00e4chtigte Lebensjahre.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine unsch\u00e4dliche Alternative<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Es gibt nat\u00fcrliche, unsch\u00e4dliche Alternativen auf der Basis erneuerbarer Ressourcen, die rasch Marktanteile hinzugewinnen und \u00d6kosysteme unterst\u00fctzen, anstatt sie auszubeuten. Unterst\u00fctzende staatliche Vorschriften, die Sensibilisierung der \u00d6ffentlichkeit und die Konsumnachfrage haben dazu gef\u00fchrt, dass sich die Forschung in der gr\u00fcnen Chemie im vergangenen Jahrzehnt rasant weiterentwickelt und den Fortschritt in vielen Bereichen vorangetrieben hat, darunter biobasierte Chemikalien, erneuerbare Rohstoffe, sicherere L\u00f6sungsmittel und Reagenzien, gr\u00fcne Polymere und die Atomwirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Marktwert der globalen gr\u00fcnen Chemieindustrie wurde 2015 auf \u00fcber USD 11 Mrd. beziffert und stieg bis 2019 auf einen Anteil von \u00fcber 14 % am Gesamtmarkt f\u00fcr Chemikalien. Die Pandemie hat diese Entwicklung nicht gebremst: Analysen zufolge d\u00fcrfte die gr\u00fcne Chemieindustrie von 2020 bis 2025 j\u00e4hrlich um durchschnittlich 6,6 % bis 11,5 % wachsen. Vor dem Hintergrund wachsender Schwierigkeiten und Instabilit\u00e4ten beim Zugang zu traditionellen Chemikalien k\u00f6nnen biobasierte Alternativen auch als ein Schritt zur Stabilisierung der Lieferketten, der Produktionskapazit\u00e4ten und langfristig potenziell auch der Gefahr inflation\u00e4rer Spannungen angesehen werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Enzyme: nat\u00fcrliche Katalysatoren<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Enzyme bilden einen Teil der gr\u00fcnen Chemieindustrie. Es handelt sich dabei um Proteine, die bestimmte chemische Reaktionen f\u00f6rdern und die Grundlage des Stoffwechsels darstellen. Sie beschleunigen biochemische Prozesse und machen sie energie- und ressourceneffizienter. Der Mensch nutzt Enzyme schon seit Jahrtausenden f\u00fcr biochemische Reaktionen, beispielsweise bei der Fermentation von Fr\u00fcchten oder Getreide zur Herstellung von Wein und Bier.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Ersatz f\u00fcr Petrochemikalien werden Enzyme in einer Reihe kommerzieller Anwendungen genutzt, zum Beispiel bei der Herstellung von Biokraftstoffen, Waschmitteln, Lebensmitteln und Tierfutter sowie bei der Produktion biobasierter Chemikalien. Da Enzyme biochemische Reaktionen erleichtern, verringern sie direkt den Einsatz von Petrochemikalien. Zudem sind Enzyme sowie ihre Rohstoffe und Nebenprodukte biologisch abbaubar und reduzieren so Industrieabf\u00e4lle, die ansonsten auf der M\u00fclldeponie landen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ungenutztes Wachstumspotenzial<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mehr als 4.000 verschiedene Arten von Enzymen sind bekannt, in der Natur kommen jedoch sch\u00e4tzungsweise \u00fcber 25.000 vor. Die 90%, die noch klassifiziert werden m\u00fcssen, stellen ein enormes Innovations- und Wachstumspotenzial dar. Im Sektor der Biomaterialien, der Teil der Bio-Kreislaufwirtschaft ist, gibt es Unternehmen, die L\u00f6sungen entwickeln oder anbieten, die auf die Wachstumsbranche der biobasierten Chemikalien und Enzyme setzen. Sie bieten unseres Erachtens starke Wachstumschancen, die im Einklang mit dem Ziel stehen, die Natur zu erhalten und ihre regenerativen F\u00e4higkeiten zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Bio-Kreislaufwirtschaft werden biologische Ressourcen so weit wie m\u00f6glich erneuert, nachhaltig bewirtschaftet, wiederverwertet und so oft wie m\u00f6glich wiederverwendet.&nbsp;Ber\u00fccksichtigt man die verschiedenen Produkte und Anwendungen, bei denen Innovationen es erm\u00f6glichen k\u00f6nnten, anstelle mineralischer oder nicht erneuerbarer Rohstoffe Biomaterialien zu verwenden, so k\u00f6nnte die Natur bis zu 60% unserer wirtschaftlichen Inputs liefern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chemikalien machen weltweit einen gro\u00dfen Teil der Wirtschaft aus, doch sie sind stark vom Abbau fossiler Brennstoffe und Mineralien abh\u00e4ngig und tragen erheblich zur Umweltverschmutzung bei Biobasierte Chemikalien und Enzyme (oder Biomaterialien) k\u00f6nnen als Alternativen zu Chemikalien aus fossilen Brennstoffen verwendet werden. 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