{"id":11649,"date":"2009-05-27T00:00:00","date_gmt":"2009-05-26T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090527-05n"},"modified":"2009-05-27T00:00:00","modified_gmt":"2009-05-26T22:00:00","slug":"eroeffnung-und-inbetriebnahme-der-bioraffinerie-utzenaich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eroeffnung-und-inbetriebnahme-der-bioraffinerie-utzenaich\/","title":{"rendered":"Er\u00f6ffnung und Inbetriebnahme der Bioraffinerie Utzenaich"},"content":{"rendered":"<p><b>Im Forschungsprogramm &#8220;Fabrik der Zukunft&#8221; des Bundesministerium f\u00fcr Verkehr, Innovation und Technologie wurden in mehreren Forschungsprojekten die Grundlagen f\u00fcr die Umsetzung des Technologiekonzeptes einer Gr\u00fcnen Bioraffinerie geschaffen. In der Biogasanlage Utzenaich wurde eine derartige Demonstrationsanlage f\u00fcr die erste Gr\u00fcne Bioraffinerie in \u00d6sterreich errichtet. In dieser wird Gras zu Grassaft gepresst und daraus mit modernsten Trenntechnologien Milchs\u00e4ure und Aminos\u00e4uren gewonnen. Die Grasfasern werden in der angeschlossenen Biogasanlage verwertet.<\/b><\/p>\n<p>Die Verwertung von Gras aus Dauergr\u00fcnland wird in Zukunft nicht mehr nur \u00fcber den Rindermagen erfolgen. Vielmehr wird es auch einer anderen Nutzung zugef\u00fchrt, um die Verwaldung von Gr\u00fcnlandfl\u00e4chen hintan zu halten. Grunds\u00e4tzlich besteht die M\u00f6glichkeit, Gras in Biogasanlagen zu verwenden. Dies wurde aber bisher aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden nicht umgesetzt. Durch die Koppelung an einen vorgeschalteten Prozess k\u00f6nnen jedoch wertvolle Chemikalien gewonnen werden, die das Gesamtsystem wirtschaftlich werden lassen. Die Kooperation der ober\u00f6sterreichischen Bioraffinerie Forschungs- und Enwicklungs-GmbH mit Joanneum Research und dem Anlagenentwickler BioRefSys ist eine &#8220;Fabrik der Zukunft&#8221; und aus dem gleichnamigen Forschungsprogramm des Verkehrsministeriums gef\u00f6rdert. <\/p>\n<p>Wird in einer g\u00e4ngigen Raffinerie ein Rohstoff durch Reinigung und Veredelung zu einem h\u00f6herwertigen Produkt verarbeitet, geht es in der Bioraffinerie indes um Optimierung der Veredelungsprozesse und die Umwandlung &#8220;in so viele Produkte wie m\u00f6glich&#8221;. In Utzenaich konzentriere man sich mehr auf die &#8220;stoffliche als die energetische Nutzung&#8221;, sagte Horst Steinm\u00fcller gegen\u00fcber dem Standard, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Energieinstituts an der Johannes-Kepler-Universit\u00e4t Linz und Projektleiter. Bevor Gras ganz einfach in die Biogasanlage wandert, was wenig \u00f6konomisch ist, wandelt man es in der Bioraffinerie in Wertstoffe um. Die &#8220;Koppelnutzung&#8221; mache das Gesamtsystem erst wirtschaftlich.<\/p>\n<p>Eine Tonne Silage, das ist etwas mehr als ein Siloballen, wird in der Gr\u00fcnen Bioraffinerie pro Stunde &#8220;abgepresst&#8221;. Dann trennt man in komplexen Verfahren Milchs\u00e4ure und Aminos\u00e4uren ab. Der Markt f\u00fcr Milchs\u00e4ure wird in Europa auf 100.000 Tonnen pro Jahr gesch\u00e4tzt, \u00d6sterreich importiert 770 Tonnen j\u00e4hrlich. Gebraucht wird die Milchs\u00e4ure f\u00fcr die Herstellung von Polylactiden, verformbaren Kunststoffen. Aminos\u00e4uren wiederum verwendet man in der Kosmetikproduktion.<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten 2 Jahren sollen die Umwandlungsprozesse &#8211; Pressvorgang, Reinigung, Trennung &#8211; optimiert werden. In einem ersten Schritt nimmt man das Pressverfahren genau unter die Lupe, ein wesentliches Kriterium dabei ist der Energieaufwand. Bei der Auftrennung in Milch- und Aminos\u00e4uren werden moderne Trennverfahren wie Membranverfahren, Elektrodialyse, Ionentauscher und Chromatografie angewandt, es gilt nun herauszufinden, welche Technologiekonfigurationen die beste Produktqualit\u00e4t liefern.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"\" >Vollst\u00e4ndiger Artikel im Standard, 2007-05-26<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Im Forschungsprogramm &#8220;Fabrik der Zukunft&#8221; des Bundesministerium f&uuml;r Verkehr, Innovation und Technologie wurden in mehreren Forschungsprojekten die Grundlagen f&uuml;r die Umsetzung des Technologiekonzeptes einer Gr&uuml;nen<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[1240,1242,767,1241],"class_list":["post-11649","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bioraffinerie-forschungs-und-enwicklungs-gmbh","supplier-biorefsys","supplier-bundesministerium-fuer-verkehr-innovation-und-technologie-bmvit","supplier-joanneum-research"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11649"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11649\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11649"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}