{"id":11635,"date":"2009-06-03T00:00:00","date_gmt":"2009-06-02T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090603-07n"},"modified":"2009-06-03T00:00:00","modified_gmt":"2009-06-02T22:00:00","slug":"papierstaerke-aus-kartoffeln-effizienter-gewinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/papierstaerke-aus-kartoffeln-effizienter-gewinnen\/","title":{"rendered":"Papierst\u00e4rke aus Kartoffeln effizienter gewinnen"},"content":{"rendered":"<p><b>Kartoffelst\u00e4rke f\u00fcr die Papier- und Wellpappenindustrie l\u00e4sst sich wesentlich einfacher und kosteng\u00fcnstiger herstellen, wie eine  Machbarkeitsstudie der TU Dresden in Zusammenarbeit mit der Papiertechnischen Stiftung (PTS) nachweist. Sie pr\u00fcften, inwieweit Substrate aus speziellen Erntemaschinen f\u00fcr die St\u00e4rkegewinnung und Reste aus der Kartoffelverarbeitung ohne aufw\u00e4ndige Trocknung und Extraktion direkt nutzbar sind. Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz  (BMELV) \u00fcber dessen Projekttr\u00e4ger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), gef\u00f6rdert.<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090603-07\/1836404f73.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Der Kartoffelsubstrat-Ernter ist eine Entwicklung der <br \/>Firma Manig und der TU Dresden, die die direkte <br \/>Gewinnung technischer St\u00e4rke aus Kartoffeln auf dem <br \/>Feld erm\u00f6glicht. Auf die vollst\u00e4ndige Trennung der <br \/>faserigen und mineralischen Inhaltsstoffe der Knollen <br \/>wird dabei verzichtet. Quelle: TU Dresden&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Der Kartoffelsubstrat-Ernter ist eine Entwicklung der <br \/>Firma Manig und der TU Dresden, die die direkte <br \/>Gewinnung technischer St\u00e4rke aus Kartoffeln auf dem <br \/>Feld erm\u00f6glicht. Auf die vollst\u00e4ndige Trennung der <br \/>faserigen und mineralischen Inhaltsstoffe der Knollen <br \/>wird dabei verzichtet. Quelle: TU Dresden<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><br style=\"clear:left;\"\/>Die deutsche Papier- und Wellpappenindustrie setzt j\u00e4hrlich mehr als 500.000 Tonnen St\u00e4rke ein, von denen ein gro\u00dfer Teil aus Kartoffeln stammt. Aufgrund steigender Nachfrage nach pflanzlicher St\u00e4rke und den st\u00e4ndig wachsenden Herstellungskosten ist eine energieeffizientere und kosteng\u00fcnstigere Gewinnung zunehmend gefragt.<\/p>\n<p>Die TU Dresden und die PTS pr\u00fcften nun, inwieweit feuchtes Kartoffelsubstrat aus einer Kartoffelsubstrat-Erntemaschine und Kartoffelschalen unterschiedlicher Konsistenz als Additiv zur Herstellung von Wellpappenrohpapier geeignet sind. Damit lie\u00dfen sich die bei der St\u00e4rkeproduktion sonst \u00fcblichen aufw\u00e4ndigen Trocknungs- und Extraktionsprozesse und so Energie und Kosten in erheblichem Umfang einsparen.<\/p>\n<p>Insgesamt 15 Kartoffelsubstratproben, bestehend aus Sch\u00e4lresten aus drei Kartoffeln verarbeitenden Betrieben in Sachsen und Proben aus der Kartoffelsubstrat-Erntemaschine, wurden untersucht. Im Ergebnis waren sowohl das Erntemaschinen-Substrat als auch die Sch\u00e4lreste f\u00fcr die Wellpappenrohpapierherstellung prinzipiell geeignet. Auch wenn es an einigen Stellen noch Optimierungsbedarf gibt, ist der Einsatz des alternativ gewonnenen st\u00e4rkehaltigen Rohstoffs schon jetzt wirtschaftlich m\u00f6glich. So kann die Papierindustrie beim Einsatz der aufbereiteten Sch\u00e4lreste, die normalerweise aufw\u00e4ndig entsorgt werden m\u00fcssen, rund 68 Prozent der Kosten f\u00fcr St\u00e4rke gegen\u00fcber der Verwendung herk\u00f6mmlicher St\u00e4rke einsparen. Auch der Einsatz von feuchtem Kartoffelsubstrat aus dem Kartoffelsubstraternter bietet noch Preisvorteile von etwa 20 Prozent.<\/p>\n<p>In dem jetzt abgeschlossenen Vorhaben wurde die grunds\u00e4tzliche Machbarkeit des Ansatzes nachgewiesen. In einem Folgeprojekt sollen Rezeptur und Aufbereitung weiter optimiert und die Bereitstellung des Kartoffelsubstrates in gleichbleibender Qualit\u00e4t nachgewiesen werden. Danach steht der Anwendung des neuen Verfahrens in der Praxis nichts im Wege.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/>Abschlussbericht: <a href=\"http:\/\/www.nachwachsenderohstoffe.de\/index.php?id=911&#038;tabelle=fnr_projekte%20%20&#038;alles=1&#038;status=Inhalt&#038;fkz=22006006&#038;suche=Stichwort%20eingeben!&#038;suchefkz=22006006&#038;sucheadresse=Namen%20eingeben!&#038;von=01.04.1992&#038;bis=03.06.2009&#038;zeitraum=Formular&#038;minz=0&#038;maxz=1&#038;anzahl=10&#038;zurueck=1\" >Machbarkeitsstudie zur Verfahrensentwicklung einer kosteneffizienten Verwendung von Kartoffelst\u00e4rkerohstoffen in der Papierwirtschaft<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Kartoffelst&auml;rke f&uuml;r die Papier- und Wellpappenindustrie l&auml;sst sich wesentlich einfacher und kosteng&uuml;nstiger herstellen, wie eine  Machbarkeitsstudie der TU Dresden in Zusammenarbeit mit der Papiertechnischen<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[6286,19232,1258,408],"class_list":["post-11635","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-ernahrung-landwirtschaft","supplier-fachagentur-nachwachsende-rohstoffe-e-v-fnr","supplier-papiertechnische-stiftung","supplier-technische-universitaet-tu-dresden"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11635","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11635"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11635\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11635"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11635"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11635"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11635"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}