{"id":11624,"date":"2009-06-09T00:00:00","date_gmt":"2009-06-08T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090609-02n"},"modified":"2009-06-09T00:00:00","modified_gmt":"2009-06-08T22:00:00","slug":"studie-biokraftstoffversorgung-artenschutz-und-ernaehrungssicherheit-weltweit-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/studie-biokraftstoffversorgung-artenschutz-und-ernaehrungssicherheit-weltweit-moeglich\/","title":{"rendered":"Studie: Biokraftstoffversorgung, Artenschutz und Ern\u00e4hrungssicherheit weltweit m\u00f6glich"},"content":{"rendered":"<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090609-02\/FlaechenbedarfBiokraftstoffe.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"FlaechenbedarfBiokraftstoffe.jpg\"\/><b>Laut einer aktuellen Untersuchung \u00fcber &#8220;Globale Bioenergienutzung \u2013 Potenziale und Nutzungspfade&#8221; leisten Biokraftstoffe einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und sind f\u00fcr die globale Energieversorgung unentbehrlich. Dies gilt umso mehr, je knapper Erd\u00f6l wird und je st\u00e4rker auf noch schmutzigere Treibstoffe aus Teersanden, \u00d6lschiefer oder Kohle zur\u00fcckgegriffen wird. Die pflanzlichen Rohstoffe f\u00fcr Biokraftstoffe k\u00f6nnen dagegen \u00f6kologisch vertr\u00e4glich und in ausreichender Menge angebaut werden, ohne in Konkurrenz zur Nahrungs- oder Futtermittelproduktion zu  treten.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Biokraftstoffe sind eindeutig besser als ihr Ruf. Sie sind aktuell die einzige ernstzunehmende Alternative zu fossilen Kraftstoffen&#8221;, sagt J\u00f6rg Mayer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Agentur f\u00fcr Erneuerbare Energien, in deren Auftrag die Studie erstellt wurde. &#8220;Ein weltweiter Systemwechsel hin zu Elektromobilit\u00e4t oder Wasserstoffantrieben wird noch Jahrzehnte dauern. Bis dahin darf Klimaschutz im Verkehrssektor nicht einfach ausgeblendet werden.&#8221; Nat\u00fcrlich m\u00fcsse auch im Verkehrsbereich zun\u00e4chst der Verbrauch gesenkt werden, betont Mayer. Parallel dazu sollten jedoch die nachhaltige Produktion und Nutzung von Biokraftstoffen ausgebaut werden.<\/p>\n<p>&#8220;Weniger Biokraftstoffe bedeuten mehr schmutziges, fossiles \u00d6l im Verkehrsbereich, die Folge sind mehr CO<sub>2<\/sub>-Emissionen. Eine solche Politik ist schlichtweg irrational&#8221;, sagt Johannes Lackmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB).<\/p>\n<p>Die Studie widerspricht einer Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltver\u00e4nderungen (WBGU). Dieser hatte f\u00fcr einen schnellen Ausstieg aus der F\u00f6rderung von Biokraftstoffen im Verkehrsbereich pl\u00e4diert, da der Einsatz von Energiepflanzen zur Strom- und W\u00e4rmeproduktion (Kraft-W\u00e4rme-Kopplung) klimafreundlicher und effizienter sei. Dem h\u00e4lt Mayer entgegen: &#8220;Bei Strom- und W\u00e4rmeversorgung ist die Bioenergie eine von mehreren technisch ausgereiften Alternativen. Im Transportbereich muss sie den Klimaschutz derzeit noch allein stemmen.&#8221;<\/p>\n<p>Rund 60 Prozent des weltweit gef\u00f6rderten Erd\u00f6ls dienen als Treibstoff f\u00fcr den Transportsektor. Schon heute lassen sich durch den Einsatz von Biokraftstoffen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen in erheblichem Umfang vermeiden, so ein Ergebnis der Studie. Dieser Vorteil kommt noch st\u00e4rker zum Tragen, wenn man die Produktion unkonventioneller fossiler Kraftstoffe aus Teersanden, \u00d6lschiefer oder Kohleverfl\u00fcssigung zum Vergleich heranzieht. &#8220;Das muss man fairerweise tun, da die gut zug\u00e4nglichen \u00d6lquellen bald ersch\u00f6pft sind und ein steigender \u00d6lpreis diese Entwicklung forciert&#8221;, betont Lackmann. &#8220;Solche Treibstoffe verursachen eine beispiellose Umweltzerst\u00f6rung und setzen gegen\u00fcber heutigem Erd\u00f6l bis zu 190 Prozent mehr CO<sub>2<\/sub> frei. Wenn wir jetzt keinen Umstieg auf Kraftstoffe aus Biomasse schaffen, wird das Erreichen der Klimaschutzziele utopisch.&#8221;<\/p>\n<p>Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass etwa ein Viertel der aktuell 3,5 Milliarden Hektar degradierter Fl\u00e4chen weltweit ausreichen w\u00fcrde, um die H\u00e4lfte des heutigen globalen Kraftstoffverbrauchs zu decken. Dabei sei kein Konflikt mit dem Artenschutz oder der Ern\u00e4hrungssicherheit zu erwarten. &#8220;Klimaschutz ist der beste Artenschutz&#8221;, betont J\u00f6rg Mayer. &#8220;Deshalb darf kein Weg ignoriert oder verbaut werden, der zu diesem \u00fcbergeordneten Ziel f\u00fchrt. Wer Biokraftstoffe f\u00fcr den Hunger in der Welt oder den R\u00fcckgang der Artenvielfalt verantwortlich macht, verwechselt Ursache und Wirkung: Wetterextreme, D\u00fcrren und Hungerkatastrophen gehen letztlich auf die Rechnung unseres ungez\u00fcgelten Verbrauchs fossiler Brennstoffe.&#8221;<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090609-02\/AEE_Globale_Bioenergienutzung_Kurzstudie_jun09.pdf\" >Kurzstudie: Globale Bioenergienutzung \u2013 Potenziale und Nutzungspfade<\/a> (PDF-Dokument)<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Philipp Vohrer<br \/>Agentur f\u00fcr Erneuerbare Energien<br \/>Reinhardtstr. 18<br \/>10117 Berlin<br \/>Tel.: 030-200535-50<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:p.vohrer@unendlich-viel-energie.de\">p.vohrer@unendlich-viel-energie.de<\/a><\/p>\n<p>Frank Br\u00fchning<br \/>Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie<br \/>Am Weidendamm 1A<br \/>10117 Berlin<br \/>Tel.: 030-726259-54<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:bruehning@biokraftstoffverband.de\">bruehning@biokraftstoffverband.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Laut einer aktuellen Untersuchung &uuml;ber &#8220;Globale Bioenergienutzung &ndash; Potenziale und Nutzungspfade&#8221; leisten Biokraftstoffe einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und sind f&uuml;r die globale Energieversorgung unentbehrlich.<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[474,356],"class_list":["post-11624","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-agentur-fuer-erneuerbare-energien","supplier-verband-der-deutschen-biokraftstoffindustrie-ev-vdb"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11624"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11624\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11624"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}