{"id":115932,"date":"2022-09-23T07:26:00","date_gmt":"2022-09-23T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=115932"},"modified":"2022-09-20T12:50:08","modified_gmt":"2022-09-20T10:50:08","slug":"direktelektrolyse-forscher-produzieren-wasserstoff-aus-luftfeuchtigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/direktelektrolyse-forscher-produzieren-wasserstoff-aus-luftfeuchtigkeit\/","title":{"rendered":"&#8220;Direktelektrolyse&#8221;: Forscher produzieren Wasserstoff aus Luftfeuchtigkeit"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p>Wissenschaftler der University of Melbourne und der University of Manchester haben gemeinsam eine experimentelle Mini-Anlage entwickelt, die Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft extrahiert und zur Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff nutzt. Wie das Forscherteam beschreibt, wird kein zus\u00e4tzliches Wasser gebraucht. Die n\u00f6tige Energie f\u00fcr den Prozess liefern eine Windturbine oder ein Solarmodul.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/heise.cloudimg.io\/v7\/_www-heise-de_\/imgs\/18\/3\/6\/0\/6\/0\/8\/8\/Direktelekrolysemodul_Aufmacher-1c1d6e1e816ea882.jpeg?org_if_sml=1&amp;q=85&amp;width=610\" alt=\"\"\/><figcaption>Der Prototyp eines &#8220;Direktelektrolysemoduls&#8221;.&nbsp;(Bild:&nbsp;Jining Guo u. a.)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Das Ziel der Forschungsarbeit des Wissenschaftsteams sei es gewesen, Wasserstoff zu produzieren, ohne dabei auf die teure Zufuhr von Frischwasser angewiesen zu sein, wie die Forscherinnen und Forscher in ihrem in Nature Communications ver\u00f6ffentlichten Paper&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-022-32652-y\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">&#8220;Hydrogen production from the air&#8221;<\/a>&nbsp;schreiben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"nav_kleine__0\">Kleine Windturbine als Energiequelle<\/h3>\n\n\n\n<p>Das gelingt demnach mit ihrem &#8220;Direktelektrolysemodul&#8221;, bei dem schwammartige Materialien f\u00fcr die Elektroden verwendet werden. Das Material \u00e4hnelt Kieselgel, das in Feuchtigkeitsabsorptionspaketen genutzt wird, wie sie etwa in Elektronikverpackungen zum Einsatz kommen, um Ger\u00e4te vor Feuchtigkeitssch\u00e4den zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/3\/6\/0\/6\/0\/8\/8\/Direktelektrolyse-03e2732cf41179c9.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/heise.cloudimg.io\/v7\/_www-heise-de_\/imgs\/18\/3\/6\/0\/6\/0\/8\/8\/Direktelektrolyse-03e2732cf41179c9.jpg?org_if_sml=1&amp;q=85&amp;width=610\" alt=\"Die Grafik zeigt den Aufbau und die Funktionsweise des &quot;Direktelektrolysemoduls&quot;\"\/><\/a><figcaption>Die Grafik zeigt den Aufbau und die Funktionsweise des &#8220;Direktelektrolysemoduls&#8221;.(Bild:&nbsp;Jining Guo u. a.)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Das damit eingefangene Wasser wird dann in eine Kammer geleitet und f\u00fcr den Elektrolyseprozess verwendet. Nach Angaben der Wissenschaftler sei der Schl\u00fcssel zum Erfolg gewesen, dass die Elektroden st\u00e4ndig der Umgebungsluft ausgesetzt sein k\u00f6nnen. Als Energiequelle nutzt das Forscherteam eine kleine Windturbine. Der bei der Elektrolyse entstehende Sauerstoff wird freigesetzt, der Wasserstoff aufgefangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei gelang es, bis zu zw\u00f6lf Tage am St\u00fcck ununterbrochen Wasserstoff zu produzieren. Um die Standfestigkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen, lie\u00dfen sie das &#8220;Direktelektrolysemodul&#8221; acht Monate lang laufen. Nach Angabe der Wissenschaftler reiche eine Luftfeuchtigkeit von lediglich 4 Prozent aus, um Wasserstoff herstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wissenschaftler der University of Melbourne und der University of Manchester haben gemeinsam eine experimentelle Mini-Anlage entwickelt, die Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft extrahiert und zur Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff nutzt. Wie das Forscherteam beschreibt, wird kein zus\u00e4tzliches Wasser gebraucht. Die n\u00f6tige Energie f\u00fcr den Prozess liefern eine Windturbine oder ein Solarmodul.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ziel der Forschungsarbeit des Wissenschaftsteams sei es gewesen, Wasserstoff zu produzieren, ohne dabei auf die teure Zufuhr von Frischwasser angewiesen zu sein, wie die Forscherinnen und Forscher in ihrem in Nature Communications ver\u00f6ffentlichten Paper&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-022-32652-y\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">&#8220;Hydrogen production from the air&#8221;<\/a>&nbsp;schreiben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"nav_kleine__0\">Kleine Windturbine als Energiequelle<\/h3>\n\n\n\n<p>Das gelingt demnach mit ihrem &#8220;Direktelektrolysemodul&#8221;, bei dem schwammartige Materialien f\u00fcr die Elektroden verwendet werden. Das Material \u00e4hnelt Kieselgel, das in Feuchtigkeitsabsorptionspaketen genutzt wird, wie sie etwa in Elektronikverpackungen zum Einsatz kommen, um Ger\u00e4te vor Feuchtigkeitssch\u00e4den zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das damit eingefangene Wasser wird dann in eine Kammer geleitet und f\u00fcr den Elektrolyseprozess verwendet. Nach Angaben der Wissenschaftler sei der Schl\u00fcssel zum Erfolg gewesen, dass die Elektroden st\u00e4ndig der Umgebungsluft ausgesetzt sein k\u00f6nnen. Als Energiequelle nutzt das Forscherteam eine kleine Windturbine. Der bei der Elektrolyse entstehende Sauerstoff wird freigesetzt, der Wasserstoff aufgefangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei gelang es, bis zu zw\u00f6lf Tage am St\u00fcck ununterbrochen Wasserstoff zu produzieren. Um die Standfestigkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen, lie\u00dfen sie das &#8220;Direktelektrolysemodul&#8221; acht Monate lang laufen. Nach Angabe der Wissenschaftler reiche eine Luftfeuchtigkeit von lediglich 4 Prozent aus, um Wasserstoff herstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Prinzipiell sei auch eine Skalierung der Anlage machbar, um so viel Wasserstoff herstellen zu k\u00f6nnen, um damit ein Haus zu heizen. Der jetzige Prototyp sei zwar klein, k\u00f6nne aber im Ma\u00dfstab vergr\u00f6\u00dfert werden. Bei Bedarf ist es auch m\u00f6glich, einzelne Module miteinander zu verbinden, um den Ertrag zu steigern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissenschaftler der University of Melbourne und der University of Manchester haben gemeinsam eine experimentelle Mini-Anlage entwickelt, die Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft extrahiert und zur Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff nutzt. Wie das Forscherteam beschreibt, wird kein zus\u00e4tzliches Wasser gebraucht. Die n\u00f6tige Energie f\u00fcr den Prozess liefern eine Windturbine oder ein Solarmodul. Das Ziel der Forschungsarbeit des [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","nova_meta_subtitle":"Ein solarbetriebenes Modul, um der Luft das Wasser zu entziehen, k\u00f6nnte die Wasserstoffproduktion auch an Orten wie Zentralaustralien oder im Mittleren Osten rentabel machen","footnotes":""},"categories":[5572,5571],"tags":[14051,11841,13255],"supplier":[1191,6861],"class_list":["post-115932","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-co2-based","tag-energie","tag-kreislaufwirtschaft","tag-wasserstoff","supplier-university-of-manchester","supplier-university-of-melbourne"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115932","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=115932"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115932\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=115932"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=115932"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=115932"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=115932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}