{"id":115874,"date":"2022-09-22T07:35:00","date_gmt":"2022-09-22T05:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=115874"},"modified":"2022-09-19T15:46:55","modified_gmt":"2022-09-19T13:46:55","slug":"dow-und-mura-technology-planen-bau-europas-groster-anlage-fur-chemisches-recycling-am-sachsischen-dow-standort-in-bohlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/dow-und-mura-technology-planen-bau-europas-groster-anlage-fur-chemisches-recycling-am-sachsischen-dow-standort-in-bohlen\/","title":{"rendered":"Dow und Mura Technology planen Bau Europas gr\u00f6\u00dfter Anlage f\u00fcr chemisches Recycling am s\u00e4chsischen Dow-Standort in B\u00f6hlen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/mura-recycling.jpg\" alt=\"Geplante Mura-Anlage im Dow-Werk B\u00f6hlen\" class=\"wp-image-115890\" width=\"714\" height=\"402\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/mura-recycling.jpg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/mura-recycling-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/mura-recycling-150x84.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/mura-recycling-768x432.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/mura-recycling-400x225.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 714px) 100vw, 714px\" \/><figcaption>Geplante Mura-Anlage im Dow-Werk B\u00f6hlen (Quelle: Mura)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Ministerpr\u00e4sident Kretschmer: \u201eGro\u00dfer Erfolg f\u00fcr den Industrie- und Innovationsstandort Sachsen.\u201c<\/strong><\/li><li><strong>Anlage ist die gr\u00f6\u00dfte ihrer Art in Europa und die erste in Deutschland<\/strong><\/li><li><strong>Lieferung von mehr nachhaltigen, recycelten Kunststoffen an internationale Markenhersteller weltweit<\/strong><\/li><li><strong>Einzigartiges Recyclingverfahren HydroPRS\u2122 (Hydrothermal Plastics Recycling Solution) von Mura erm\u00f6glicht es, die meisten Arten von Kunststoffen umzuwandeln, die bisher als &#8220;nicht recycelbar&#8221; galten.<\/strong><\/li><li><strong>Wichtiger Meilenstein zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Kunststoffe<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Der US-amerikanische Chemiekonzern Dow und Mura Technology, ein britisches Recyclingunternehmen und Pionier im chemischen Recycling, werden ihre bestehende Zusammenarbeit zur L\u00f6sung des globalen Kunststoffabfall-Problems ausbauen. Mura plant den Bau einer neuen Anlage am Dow-Standort B\u00f6hlen &#8211; die j\u00fcngste in einer Reihe geplanter Anlagen in den USA und Europa, die das chemische Recycling von Kunststoffen rasch vorantreiben soll &#8211; und die erste an einem Dow-Standort.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die neue Anlage von Mura in B\u00f6hlen, die bis 2025 in Betrieb gehen soll, k\u00f6nnte bei voller Auslastung eine Recyclingkapazit\u00e4t von etwa 120 Kilotonnen pro Jahr (KTA) bieten. Diese und die anderen geplanten Anlagen, die in Europa und den USA gebaut werden sollen, w\u00fcrden bis 2030 insgesamt 600 KTA an fortschrittlichen Recyclingkapazit\u00e4ten schaffen &#8211; und Dow zum weltweit gr\u00f6\u00dften Verbraucher von Kreislaufmaterial f\u00fcr die Produktion von Polyethylen machen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDie Errichtung Europas gr\u00f6\u00dfter Recyclinganlage in B\u00f6hlen ist ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr den Industrie- und Innovationsstandort Sachsen. Dow und Mura werden mit ihrer Partnerschaft von Sachsen aus, einen wertvollen Beitrag f\u00fcr eine nachhaltige Welt leisten. Chemisches Recycling ist eine Schl\u00fcsseltechnologie auf dem Weg zu einer ressourcenschonenden und klimaneutralen Kreislaufwirtschaft. Die Kooperation von Dow und Mura schafft zukunftsf\u00e4hige Arbeitspl\u00e4tze, st\u00e4rkt den traditionsreichen Industriestandort in B\u00f6hlen und unterst\u00fctzt den Strukturwandel in der Region\u201c, erkl\u00e4rt der <strong>s\u00e4chsische Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer<\/strong> heute vor internationalen Medienvertretern am Dow-Standort B\u00f6hlen.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das chemische Recycling ist eine wichtige Erg\u00e4nzung zum mechanischen Recycling, denn es schlie\u00dft die L\u00fccken, die das mechanische Recycling von Kunststoffen hinterl\u00e4sst. Damit machen Dow und Mura bedeutende Fortschritte bei der Bek\u00e4mpfung des Klimawandels und des Plastikm\u00fcll-Problems.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eMuras Standort in B\u00f6hlen w\u00e4re der gr\u00f6\u00dfte seiner Art in Europa, der erste in Deutschland &#8211; und der erste in Co-Ansiedlung an einem etablierten Dow-Standort. Eine gemeinsame Ansiedlung in B\u00f6hlen w\u00fcrde die Kosten f\u00fcr die Skalierung der chemischen Recyclinganlage erheblich senken. Gleichzeitig reduziert der recycelte Rohstoff, der aus Plastikm\u00fcll gewonnen wird, unsere Abh\u00e4ngigkeit von neuen fossilen Rohstoffen und erm\u00f6glicht es, einen recycelten Kunststoff zu produzieren. Dieser wird vom globalen Marken stark nachgefragt, insbesondere f\u00fcr Verpackungen mit Lebensmittelkontakt und medizinischen Anwendungen\u201d, erl\u00e4utert <strong>Katja Wodjereck, Pr\u00e4sidentin von Dow Deutschland<\/strong>, \u00d6sterreich und Schweiz im Rahmen des internationalen Media Events in B\u00f6hlen.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus d\u00fcrfte die Ansiedlung der Anlagen von Mura am Dow-Standort B\u00f6hlen die Kohlendioxidemissionen verringern, da der Transport minimiert wird und der Gasaussto\u00df aus dem chemischen Recyclingprozess wieder in Kunststoffe umgewandelt werden kann. So wird sichergestellt, dass keine Nebenprodukte in den Abfall gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im vergangenen Jahr hatten Dow und Mura den Bau der ersten chemischen Recyclinganlage von Mura mit dem HydroPRS\u2122-Verfahren im britischen Teesside mit einer Kapazit\u00e4t von 20.000 Tonnen pro Jahr bekannt gegeben. Diese soll 2023 in Betrieb gehen. Der Standort B\u00f6hlen w\u00fcrde mit 120 KT eine erheblich gr\u00f6\u00dfere Kapazit\u00e4t f\u00fcr recycelte Plastikabf\u00e4lle erm\u00f6glichen und das Angebot an vollst\u00e4ndig kreislauff\u00e4higen Rohstoffen f\u00fcr die Industrie deutlich erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Oliver Borek, Chief Commercial Officer bei Mura Technology<\/strong>, sagte: &#8220;Die Bek\u00e4mpfung der globalen Kunststoffkrise erfordert innovative L\u00f6sungen, die eine Kreislaufwirtschaft vorantreiben k\u00f6nnen. Die Partnerschaft zwischen Mura und Dow hat zum bisher gr\u00f6\u00dften Engagement in der Branche gef\u00fchrt und zeigt, wie dringend die Industrief\u00fchrer skalierbare L\u00f6sungen wie HydroPRS\u2122 einf\u00fchren wollen, die die Kunststoffindustrie weltweit ver\u00e4ndern werden. Dows Engagement f\u00fcr die Beschleunigung einer globalen Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Kunststoffe wird durch den Einsatz von HydroPRS\u2122 in der neuesten Recyclinganlage in Deutschland veranschaulicht und es uns erm\u00f6glichen, die Recyclingkapazit\u00e4t drastisch zu erh\u00f6hen. Durch unsere Partnerschaft und die gro\u00dfe globale Reichweite von Dow k\u00f6nnen wir das Tempo und den Umfang beschleunigen, in dem eine Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Kunststoffe weltweit Realit\u00e4t wird.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das chemische Recyclingverfahren HydroPRS\u2122 (Hydrothermal Plastics Recycling Solution) von Mura ist einzigartig. Es nutzt sogenannten \u00fcberkritischen Dampf, um alle Arten von Kunststoffen, einschlie\u00dflich flexibler und mehrschichtiger Kunststoffe, die bisher als &#8220;nicht recycelbar&#8221; galten, wieder in die urspr\u00fcnglichen \u00d6le und Chemikalien umzuwandeln, aus denen sie hergestellt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Entscheidend ist, dass dasselbe Material mit dem Verfahren von Mura wiederholt recycelt werden kann. Damit hat es das Potenzial, Einwegplastik zu eliminieren und zu verhindern, dass es auf M\u00fclldeponien landet oder verbrannt wird. Das Verfahren hat auch Vorteile in Bezug auf den CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df: Das chemische Recycling spart im Vergleich zur Verbrennung von Plastikabf\u00e4llen etwa 1,5 Tonnen CO<sub>2<\/sub>&nbsp;pro Tonne recycelten Kunststoffs ein und verringert zugleich die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Rohstoffen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber Dow<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Dow (NYSE: DOW) verbindet integrierte Produktionsanlagen, globale Reichweite, fokussierte Innovation und materialwissenschaftliche Expertise mit einer starken Marktposition und f\u00fchrenden ESG-Performance, um profitables Wachstum und eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Das Unternehmen strebt danach, das innovativste, kundenorientierteste, inklusivste und nachhaltigste Material-Science-Unternehmen zu werden. Dow\u00b4s Portfolio aus Kunststoffen, industriellen Zwischenprodukten, Beschichtungen und Silikonen bietet Kunden in wachstumsstarken Branchen wie Verpackung, Infrastruktur, Mobilit\u00e4t und Konsumg\u00fctern ein breites Spektrum an differenzierten, wissenschaftsbasierten Produkten und L\u00f6sungen. Dow betreibt 104 Produktionsstandorte in 31 L\u00e4ndern und besch\u00e4ftigt rund 35.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber Mura Technology<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mura Technology hat es sich zur Aufgabe gemacht, die globale Plastikverschmutzung zu beseitigen und nachhaltige Gesellschaften zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir leisten Pionierarbeit mit einer weltweit skalierbaren Technologie, um zu verhindern, dass jedes Jahr Millionen von Tonnen Plastik und CO<sub>2<\/sub>&nbsp;in unsere nat\u00fcrliche Umwelt gelangen, und verwandeln eine 80 Milliarden Dollar schwere verlorene Ressource von Plastikabf\u00e4llen in einen wertvollen globalen Rohstoff. Unsere Technologie ist in der Lage, s\u00e4mtliche Kunststoffabf\u00e4lle zu recyceln und die Zutaten f\u00fcr brandneue Produkte herzustellen, wodurch der Bedarf an neuen, aus fossilen Brennstoffen gewonnenen Kunststoffen verringert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir arbeiten mit den gr\u00f6\u00dften globalen Marken zusammen, um weltweit zu skalieren und im n\u00e4chsten Jahrzehnt eine nachhaltige Kunststoffwirtschaft zu schaffen. Unser Plan ist es, bis 2025 Kapazit\u00e4ten f\u00fcr 1.000.000 Tonnen Kunststoffrecycling in Betrieb oder in der Entwicklung zu haben. Das Unternehmen hat seinen Sitz in London, UK.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ministerpr\u00e4sident Kretschmer: \u201eGro\u00dfer Erfolg f\u00fcr den Industrie- und Innovationsstandort Sachsen.\u201c Anlage ist die gr\u00f6\u00dfte ihrer Art in Europa und die erste in Deutschland Lieferung von mehr nachhaltigen, recycelten Kunststoffen an internationale Markenhersteller weltweit Einzigartiges Recyclingverfahren HydroPRS\u2122 (Hydrothermal Plastics Recycling Solution) von Mura erm\u00f6glicht es, die meisten Arten von Kunststoffen umzuwandeln, die bisher als &#8220;nicht recycelbar&#8221; [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","nova_meta_subtitle":"Gemeinsames Ziel von Dow und Mura ist es, bis 2030 mehrere Anlagen in den USA und Europa mit einer Gesamtkapazit\u00e4t von 600 KT zu errichten","footnotes":""},"categories":[17143],"tags":[18660,11841,13453,10453],"supplier":[372,17764],"class_list":["post-115874","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-recycling","tag-chemischesrecycling","tag-kreislaufwirtschaft","tag-kunststoffe","tag-recycling","supplier-dow-chemical-company","supplier-mura-technology-ltd"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115874","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=115874"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115874\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=115874"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=115874"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=115874"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=115874"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}