{"id":11570,"date":"2009-03-17T00:00:00","date_gmt":"2009-03-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090317-03n"},"modified":"2009-03-17T00:00:00","modified_gmt":"2009-03-16T22:00:00","slug":"medizin-aus-dem-meer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/medizin-aus-dem-meer\/","title":{"rendered":"Medizin aus dem Meer"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Meeresbiologe William Fenical sucht im Ozean nach neuen Medikamenten. Dazu kultiviert er Meeresbakterien und untersucht die Stoffe, die sie produzieren, nach medizinisch relevanten Eigenschaften. Viele dieser sogenannten Naturstoffe haben n\u00e4mlich das Potenzial, dem Menschen bei der Bek\u00e4mpfung von Krankheiten zu helfen. Fenical ist Professor f\u00fcr Meereskunde an der &#8220;Scripps Institution of Oceanography&#8221;, einem der \u00e4ltesten und wichtigsten Zentren f\u00fcr interdisziplin\u00e4re Meeresforschung mit Sitz in San Diego, USA. F\u00fcr seine Arbeit wird Fenical jetzt in Braunschweig mit der Inhoffen-Medaille geehrt. Der Forscher wird die Auszeichnung am Freitag, 20. M\u00e4rz, 15 Uhr, im Forum des Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Infektionsforschung entgegennehmen.<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr die Erschlie\u00dfung mariner Bakterien als Wirkstoffproduzenten erhielt Fenical bereits zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den renommierten &#8220;Merit Award&#8221; des US-amerikanischen Krebsforschungszentrums &#8220;National Cancer Institute&#8221;. Zurzeit befindet sich der Naturstoff Salinosporamid aus dem marinen Bakterium Salinispora in der vorklinischen Phase gegen multiple Myelome, einer Krebserkrankung des Knochenmarks. Ein weiterer von Fenical entdeckter und erforschter Naturstoff ist das Pseudopterosin aus Korallen. Dieser Wirkstoff mit seinen entz\u00fcndungshemmenden Eigenschaften findet bei Insektenstichen, Hautreizungen und Krankheiten wie Schuppenflechte seine Anwendung.<\/p>\n<p>Der vom F\u00f6rderverein des Helmholtz-Zentrums gestiftete Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Er wird im Rahmen der \u00f6ffentlichen Inhoffen-Vorlesung verliehen, einer gemeinsamen Veranstaltung des Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Infektionsforschung und der Technischen Universit\u00e4t Braunschweig. Nach einer Ansprache des Preistr\u00e4gers wird Prof. Joachim Klein, Vorsitzender des F\u00f6rdervereins und der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft, die Medaille \u00fcberreichen.<\/p>\n<p><b>Herausragende Doktorarbeiten gew\u00fcrdigt<\/b><br \/>Im Rahmen der Preisverleihung zeichnet der F\u00f6rderverein zudem herausragende Doktorarbeiten der Technischen Universit\u00e4t Braunschweig und des Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Infektionsforschung aus. Tr\u00e4ger des mit 2.000 Euro dotierten F\u00f6rderpreises ist Dr. Jacek Puchaka. Er untersuchte in seiner Dissertation ausf\u00fchrlich den Stoffwechsel zwei verwandter, aber in ihren Eigenschaften sehr unterschiedlicher Bakterienarten.<\/p>\n<p>Neben den F\u00f6rderpreisen wird auch der Fritz-Wagner-Preis zur F\u00f6rderung der Biotechnologie verliehen. Die Auszeichnung und die damit verbundenen 500 Euro erh\u00e4lt in diesem Jahr Dr. Frank Alwin Erhardt f\u00fcr seine Arbeit an der optimierten Herstellung des Zuckers Isomaltose.<\/p>\n<p><b>Hans Herloff Inhoffen und die gleichnamige Medaille<\/b><br \/>Zum Gedenken an den 1992 verstorbenen Chemiker Prof. Hans Herloff Inhoffen veranstalten die TU Braunschweig und das Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Infektionsforschung (damals noch: Gesellschaft f\u00fcr Biotechnologische Forschung, kurz GBF) seit 1994 regelm\u00e4\u00dfig die Inhoffen-Vorlesung, bei der der gleichnamige Preis vergeben wird. Inhoffen lehrte von 1946 bis 1974 an der TH Braunschweig und amtierte dort von 1948 bis 1950 als Rektor. Er gr\u00fcndete dar\u00fcber hinaus 1965 das &#8220;Institut f\u00fcr Molekulare Biologie, Biochemie und Biophysik&#8221; (IMB), das Vorl\u00e4ufer-Institut der GBF und damit des Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Infektionsforschung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Der Meeresbiologe William Fenical sucht im Ozean nach neuen Medikamenten. 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