{"id":115466,"date":"2022-09-15T07:26:00","date_gmt":"2022-09-15T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=115466"},"modified":"2022-09-12T15:29:44","modified_gmt":"2022-09-12T13:29:44","slug":"interview-mit-fred-eickmeyer-von-eskusa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/interview-mit-fred-eickmeyer-von-eskusa\/","title":{"rendered":"Interview mit Fred Eickmeyer von ESKUSA"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/pflanzen.fnr.de\/fileadmin\/arzneipflanzen\/dateien\/fred-eickmeyer-800x600px.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/fred-eickmeyer-800x600px-1.jpg\" alt=\"Fred Eickmeyer\" class=\"wp-image-115490\" width=\"316\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/fred-eickmeyer-800x600px-1.jpg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/fred-eickmeyer-800x600px-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/fred-eickmeyer-800x600px-1-150x113.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/fred-eickmeyer-800x600px-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/fred-eickmeyer-800x600px-1-360x270.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px\" \/><\/a><figcaption>Fred Eickmeyer \u00a9 Eickmeyer \/ ESKUSA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) sprach mit Fred Eickmeyer, dem Gr\u00fcnder und Inhaber des Z\u00fcchtungsunternehmens Eskusa, zum Stand und den Potenzialen von Arzneipflanzen in Deutschland.<br>Zurzeit werden zwei Z\u00fcchtungsprojekte bei Eskusa &#8211; zum Russischen L\u00f6wenzahn und zur Gelben Lupine &#8211; vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft \u00fcber die FNR gef\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4- bis 5-fach so hohe Inhaltsstoffgehalte<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Eine der Pflanzen, die bei Eskusa einen besonderen Stellenwert haben, ist Arnika, f\u00fcr die Sie ein eigenes Zuchtprogramm etabliert haben. Wie sind die Erfolge bisher und wie entwickelt sich der Markt f\u00fcr diese Pflanze bzw. deren Wirkstoffe aktuell?<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Nachdem ich das Arnika-Zuchtmaterial von meinem leider bereits verstorbenen Z\u00fcchterkollegen Philipp Berner \u00fcbernommen hatte, habe ich mehrere Zyklen auf Inhaltsstoffe und deren Zusammensetzung selektiert. Das Ergebnis ist ein Material, das bis zu 4-5-fach so hohe Gehalte an Sesquiterpenlactonen besitzt wie das allermeiste Wildsammelmaterial. Au\u00dferdem hat es einen \u00fcberwiegenden Anteil an Dihydrohelenalin-Estern, den begehrteren Sesquiterpenlactonformen. Die Nachfrage nach Anbauware steigt aktuell, da generell mehr Arnika nachgefragt wird, als aus Wildsammlung noch geliefert werden kann. In 2021 ist kaum Material aus Wildsammlung verf\u00fcgbar gewesen, so dass die Preise f\u00fcr getrocknete Arnikabl\u00fcten um mehrere hundert Prozent gestiegen sind. Ein gro\u00dfes Wildsammelgebiet liegt in der Ukraine \u2013 da ist aufgrund des Krieges auch nicht klar, ob in diesem Jahr Wildsammelmaterial dorther bezogen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/pflanzen.fnr.de\/fileadmin\/arzneipflanzen\/dateien\/arnika-zuchtbeet-reifegruppen-800x600px.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/arnika-zuchtbeet-reifegruppen-800x600px.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-115486\" width=\"328\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/arnika-zuchtbeet-reifegruppen-800x600px.jpg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/arnika-zuchtbeet-reifegruppen-800x600px-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/arnika-zuchtbeet-reifegruppen-800x600px-150x113.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/arnika-zuchtbeet-reifegruppen-800x600px-768x576.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/arnika-zuchtbeet-reifegruppen-800x600px-360x270.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/><\/a><figcaption>Arnika Zuchtbeet Reifegruppen \u00a9 Eickmeyer \/ ESKUSA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>ESKUSA hat diverse Landwirte in ganz Deutschland als Arnikaanbauer gewinnen k\u00f6nnen. F\u00fcr 2022 sind \u00fcber 20 ha Anpflanzungen geplant. Viele Arnika-Verwertungsfirmen scheuen sich allerdings noch, l\u00e4ngerfristige Anbauvertr\u00e4ge zu unterzeichnen und Preise zu zahlen, die f\u00fcr den Anbau dieser mehrj\u00e4hrigen Kultur und dokumentierte Anbauware einfach gefordert werden m\u00fcssen. Sollte sich dies \u00e4ndern, w\u00e4ren noch deutlich mehr als 20 Hektar Arnikaanbau m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Welche Z\u00fcchtungsziele verfolgen Sie bei Arnika?<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Neben den Inhaltsstoffgehalten und deren Zusammensetzung geht es um eine synchrone Bl\u00fcte, eine bessere Persistenz und einen einheitlichen, maschinell erntbaren Bl\u00fctenhorizont. Etwas l\u00e4ngerfristig wird die Vertr\u00e4glichkeit gegen\u00fcber alkalischen B\u00f6den verfolgt, evtl. auch eine Polyploidisierung zur Gewinnung gr\u00f6\u00dferer Bl\u00fcten. Eine reine Selektion auf die von den Arzneimittelherstellern geforderte Qualit\u00e4t reicht nicht. Es m\u00fcssen auch die agronomischen Merkmale ber\u00fccksichtigt werden, ohne die keine Akzeptanz des Materials f\u00fcr den Praxisanbau generiert werden kann. Dies wird oft in kurzfristigen \u201cProjektz\u00fcchtungen\u201c vergessen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sensibelchen Arnika&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Arnika ist eine Kultur mit besonderen Anspr\u00fcchen. Was muss man im landwirtschaftlichen Anbau beachten?<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/pflanzen.fnr.de\/fileadmin\/arzneipflanzen\/dateien\/arnika-bluetenproduktion-800x600px.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/arnika-bluetenproduktion-800x600px.jpg\" alt=\"Arnika Bl\u00fctenproduktion\" class=\"wp-image-115485\" width=\"350\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/arnika-bluetenproduktion-800x600px.jpg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/arnika-bluetenproduktion-800x600px-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/arnika-bluetenproduktion-800x600px-150x113.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/arnika-bluetenproduktion-800x600px-768x576.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/arnika-bluetenproduktion-800x600px-360x270.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><figcaption>Arnika Bl\u00fctenproduktion \u00a9 Eickmeier \/ ESKUSA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Arnika ist ein Sensibelchen. Das geht schon bei den Keimbedingungen und der Jungpflanzenanzucht los. Kalkhaltiges Gie\u00dfwasser kann sie umbringen. Zu junge Pflanzen wachsen in der Regel nicht an und beim ersten Hacken auf dem Feld kann man durch zu enges Hacken an der Pflanzreihe das sensible Zusammenspiel zwischen Faserwurzeln und Mykorrhizza empfindlich st\u00f6ren. Wir haben so schon hektarweise Arnika nach der Pflanzung wieder kaputt gemacht. Die Arnika ben\u00f6tigt unbedingt einen Boden mit sehr niedrigem freien Kalkgehalt, meist gekennzeichnet durch saure pH-Werte. Der Standort darf nicht zu trocken sein. Wir haben im letzten Winter erstmals ein Arnikaanbauertreffen bei ESKUSA organisiert, das wir j\u00e4hrlich wiederholen wollen, um alle Anbauerfahrungen \u2013 positive wie negative \u2013 auszutauschen. Ich denke, dass wir mit diesem Austausch und unserer Zuchtmaterialentwicklung allm\u00e4hlich im Anbau vorankommen und das Anbaurisiko f\u00fcr den einzelnen Landwirt senken k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fortschritte bei der Gelben Lupine?<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Daneben widmen Sie sich der in Deutschland kaum noch angebauten Gelben Lupine. Im Rahmen des Forschungsverbundes&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=22025818\" target=\"_blank\"><strong>InnoLuteus<\/strong><\/a>, der vom BMEL \u00fcber die FNR gef\u00f6rdert wird, arbeiten Sie z\u00fcchterisch an der Verbesserung bestimmter Merkmale. K\u00f6nnen Sie uns zu der Pflanze und den Fortschritten im Projekt etwas sagen?<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/csm_Lupine_NP_99c7d89690.jpg\" alt=\"Gelbe Lupinen im Anbau\" class=\"wp-image-115483\" width=\"231\" height=\"411\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/csm_Lupine_NP_99c7d89690.jpg 337w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/csm_Lupine_NP_99c7d89690-169x300.jpg 169w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/csm_Lupine_NP_99c7d89690-84x150.jpg 84w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/csm_Lupine_NP_99c7d89690-152x270.jpg 152w\" sizes=\"auto, (max-width: 231px) 100vw, 231px\" \/><figcaption>Gelbe Lupinen im Anbau \u00a9 FNR \/ N. Paul<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wir haben in 2015 ein Gelblupinensortiment mit bitteren Formen vom Vavilov-Institut, St. Petersburg bekommen. Dieses Material sichten wir zusammen mit den Verbundpartnern auf interessante Merkmale. In einzelnen Akzessionen konnten erste Hinweise auf eine Anthraknosetoleranz gefunden werden, der wohl wichtigsten Krankheit der Gelben Lupine. Andere Akzessionen zeigten Potenzial f\u00fcr die Selektion einer Winterform. Da die Gelbe Lupine fr\u00fcher \u00fcberwiegend als K\u00f6rnerleguminose zu Futterzwecken eingesetzt wurde, m\u00fcssen zuk\u00fcnftig wieder angebaute Sorten nat\u00fcrlich s\u00fc\u00df sein. Das hei\u00dft, dass unser bitteres Zuchtmaterial noch sehr weit weg von diesem Einsatzgebiet ist. In anderen Verbundprojekten arbeiten wir aber bei der Blauen Lupine mit bitteren Formen an der Nutzung des Proteins f\u00fcr technische Zwecke oder nach einer verfahrenstechnischen Entbitterung zur Gewinnung von Lebensmittelprotein. Diese Ans\u00e4tze sind bei der Blauen Lupine bisher sehr viel versprechend. Da die Gelbe Lupine einen deutlich h\u00f6heren Proteingehalt als die Blaue Lupine hat, w\u00e4re sie f\u00fcr die Proteinisolation nat\u00fcrlich sehr gut geeignet. Auf der anderen Seite ben\u00f6tigt die Gelbe Lupine spezielle Bodentypen mit m\u00f6glichst niedrigem Kalkgehalt und ihr Kornertragspotenzial liegt in der Regel deutlich unter den Ertr\u00e4gen der Blauen (und Wei\u00dfen) Lupinen.<\/p>\n\n\n\n<p>An unserem Standort in Bayern haben wir bei der Gelben Lupine h\u00e4ufiger Probleme mit der Abreife. Sie neigt bei Vorhandensein von Feuchtigkeit dazu, immer wieder neue gr\u00fcne Seitentriebe und Bl\u00fcten auszubilden. Auf trockeneren und leichteren Standorten ist dieses ung\u00fcnstige Verhalten deutlich weniger ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Lupinenarten ist meiner Meinung noch sehr viel Zuchtarbeit \u2013 auch mit mutigen Zuchtzielen und mutigen Kreuzungen \u2013 n\u00f6tig, um ihr Ertragspotenzial voll auszusch\u00f6pfen, vor allem aber auch die Ertragssicherheit deutlich zu verbessern. Unser Ziel f\u00fcr die Blauen Lupinen nennen wir 40\/40, d.h. 40 dt\/ha sicherer Kornertrag und 40% Proteingehalt. Bis es soweit ist, ist noch viel zu tun\u2026.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lupinenalkaloide in vielfacher Hinsicht interessant<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Inwieweit sind Inhaltsstoffe der Lupine auch arzneilich interessant?<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Chinolizidin-Alkaloide sind arzneilich durchaus interessant. So wird z.B. das Spartein (aus der Wei\u00dfen Lupine) bei Herzinsuffizienz eingesetzt. Ich denke, dass man f\u00fcr die anderen Alkaloiden sicher auch Einsatzgebiete entwickeln k\u00f6nnte. Dazu m\u00fcsste die Initiative aber aus dem Pharmabereich kommen. Wir stehen mit Zuchtmaterial und Mustern gerne bereit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich halte die Lupinenalkaloide jedoch auch in anderer Hinsicht f\u00fcr interessant, z.B. als Fra\u00dfverg\u00e4llungsmittel, als biologische Insektizide und Fungizide, als Phytostimulantien etc. Da g\u00e4be es sicherlich noch vieles zu entdecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier w\u00fcrden nat\u00fcrlich auch unsere bitteren, also alkaloidreichen Akzessionen punkten k\u00f6nnen. Daher verfolgen wir mit unseren Partnern durchaus auch die Nutzung von alkaloidreichen Waschl\u00f6sungen aus der Lebensmittelverfahrenstechnik. Die Nutzung der Nebenstromkette \u201eAlkaloide\u201c k\u00f6nnte die Wirtschaftlichkeit der Proteingewinnung erheblich verbessern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Steht die Entwicklung neuer, anthraknose-resistenter Sorten der Gelben Lupine in n\u00e4herer Zukunft in Aussicht? Plant Eskusa hier eine eigene Sortenanmeldung?<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Projekt Innoluteus hat weitere Anthraknoseresistenz- oder -toleranzenquellen aufgezeigt. Die Arbeitsgruppe um Frau Dr. Ruge-Wehling am JKI in Gro\u00df L\u00fcsewitz leistet da sehr gute Arbeit. Die Anthraknoseresistenz ist allerdings nicht alles, was eine Sorte braucht. Kornertrag und Abreifeverhalten sind mindestens ebenso wichtig. Ich bin mir sicher, dass \u00fcber kurz oder lang neue Gelblupinensorten angemeldet werden, evtl. auch Winterformen. Das Material von ESKUSA ist aber bei weitem noch nicht soweit.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Schwerpunkt wird daher die Weiterz\u00fcchtung der Blauen Lupine sein, da wir bei dieser Art in den bitteren Akzessionen sehr vielversprechende Ertragsmerkmale, Abreifemerkmale und auch Anbaueigenschaften, wie z.B. Kalktolerenz gefunden haben, die wir jetzt in Sortenmaterial weiterentwickeln wollen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Taraxacum officinale als Taraxasterol- und Bitterstoff-Lieferant?<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Die dritte Kultur im Fokus ihrer Arbeiten ist der Russische L\u00f6wenzahn. Prim\u00e4r geht es dabei um die Kautschukproduktion in der Wurzel. Aber es gibt auch f\u00fcr den Arzneisektor interessante Nebenergebnisse, oder?<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/loewenzahn-saatgutproduktion-800x600px.jpg\" alt=\"L\u00f6wenzahn Saatgutproduktion\" class=\"wp-image-115484\" width=\"354\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/loewenzahn-saatgutproduktion-800x600px.jpg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/loewenzahn-saatgutproduktion-800x600px-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/loewenzahn-saatgutproduktion-800x600px-150x113.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/loewenzahn-saatgutproduktion-800x600px-768x576.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/loewenzahn-saatgutproduktion-800x600px-360x270.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><figcaption>L\u00f6wenzahn Saatgutproduktion \u00a9 Eickmeyer \/ ESKUSA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Z\u00fcchtung des Russischen L\u00f6wenzahns (<em>Taraxacum koksaghyz<\/em>) nutzen wir auch den hiesigen L\u00f6wenzahn als Kreuzungspartner, um die Wurzelgr\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Kautschukproduktion ma\u00dfgeblich zu steigern. Dabei haben wir inzwischen&nbsp;<em>Taraxacum officinale<\/em>-Typen entwickelt, die extrem w\u00fcchsig und extrem blattreich sind. Diese k\u00f6nnten durchaus als Sorten f\u00fcr den Salatanbau, die Treiberei und auch die Kleintierfutterproduktion interessant sein. Bei der Analytik der Kautschukgehalte des Russischen L\u00f6wenzahns erfassen wir regelm\u00e4\u00dfig auch den Taraxasterolgehalt. Den haben wir beim hiesigen L\u00f6wenzahn bisher nicht erfasst. Ich gehe aber davon aus, dass man auch hier mit wenigen Selektionsschritten f\u00fcr z.B. dieses Phytosterol eine erhebliche Steigerung erreichen k\u00f6nnte. Auch hier ist es aber n\u00f6tig, dass Interesse aus dem Pharmabereich signalisiert wird, sonst werden wir das nicht angehen. Neben Taraxasterol k\u00f6nnte auch Bitterstoffgewinnung aus dem L\u00f6wenzahn interessant sein. Da haben wir neben dem L\u00f6wenzahn auch noch einige andere Arten im Anbauprogramm, die daf\u00fcr geeignet sein k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eWir sollten nicht irgendein Material anbauen.\u201c<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Sie kennen den Markt f\u00fcr Arznei- und Gew\u00fcrzpflanzen seit langem. Wie sch\u00e4tzen Sie die Perspektiven f\u00fcr den heimischen Anbau ein? Wird es gelingen, ihn ausgehend von derzeit etwa 12.000 Hektar k\u00fcnftig nennenswert zu steigern?<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/pflanzen.fnr.de\/fileadmin\/arzneipflanzen\/dateien\/gentiana-lutea-jungpflanzenproduktion-800x600.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/gentiana-lutea-jungpflanzenproduktion-800x600-1.jpg\" alt=\"Gentiana Lutea Jungpflanzenproduktion\" class=\"wp-image-115487\" width=\"337\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/gentiana-lutea-jungpflanzenproduktion-800x600-1.jpg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/gentiana-lutea-jungpflanzenproduktion-800x600-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/gentiana-lutea-jungpflanzenproduktion-800x600-1-150x113.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/gentiana-lutea-jungpflanzenproduktion-800x600-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/gentiana-lutea-jungpflanzenproduktion-800x600-1-360x270.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 337px) 100vw, 337px\" \/><\/a><figcaption>Gentiana Lutea Jungpflanzenproduktion \u00a9 Eickmeyer \/ ESKUSA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Interessant wird es immer dann, wenn spezielle Inhaltsstoffmuster ben\u00f6tigt werden. Dann darf der Anbau auch schon mal etwas teurer sein. Diese speziellen Inhaltsstoffmuster m\u00fcssen aber erstmal gez\u00fcchtet und f\u00fcr den Anbau im Pflanzenmaterial fixiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir in Deutschland die Anbaufl\u00e4che f\u00fcr Arznei- und Gew\u00fcrzpflanzen deutlich steigern wollen, dann m\u00fcssen wir neben der transparenten Dokumentation auch extrem gute Qualit\u00e4ten liefern, um unseren, vergleichsweise teuren Produktionsstandort zu rechtfertigen. Wir sollten also darauf achten, dass wir nicht irgendein Material anbauen, sondern Material, das ma\u00dfgeschneidert auf die abnehmenden Betriebe zugeschnitten ist \u2013 vielleicht auch zusammen mit diesen Betrieben entwickelt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts zur\u00fcckgehender Wildsammelimporte f\u00fcr einige Arten, m\u00f6glicherweise auch drohender Sammelverbote in den Herkunftsl\u00e4ndern, wird es zunehmend interessant, einen heimischen Anbau f\u00fcr diese Arten zu forcieren. Die Initiative dazu kann aber nicht von den Anbauern ausgehen, sondern muss von den H\u00e4ndlern und Abnehmern initiiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin mir sicher, dass sich aufgrund immer noch vergleichsweise klimatisch g\u00fcnstiger Gegebenheiten in Deutschland der Arznei- und Gew\u00fcrzpflanzenanbau deutlich ausdehnen l\u00e4sst. Allerdings wird sich das nicht in wenigen Jahren vollziehen, sondern eine l\u00e4ngere Zeit in Anspruch nehmen. Es wird sich voraussichtlich auch innerhalb Deutschlands eine Verschiebung des Anbaus vollziehen, da die heutigen Kernanbaugebiete in Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen zunehmend trockener werden und z.T. Beregnungsverboten unterliegen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Risiko der Einstiegsphase f\u00fcr den neuen Landwirt abpuffern<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Was sind aus ihrer Sicht die Voraussetzungen, damit mehr Landwirte in den Anbau einsteigen? Wie k\u00f6nnte die Politik noch besser unterst\u00fctzen?<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Um mehr Landwirte f\u00fcr den Anbau zu gewinnen, ist es meiner Meinung nach erforderlich, dass das Risiko der Einstiegsphase f\u00fcr den (neuen) Landwirt abgepuffert wird. Wir haben beispielsweise unseren Anbauern des Russischen L\u00f6wenzahns in den ersten Jahren eine Fl\u00e4chengarantie gezahlt \u2013 unabh\u00e4ngig vom Ertrag. Schwarze Schafe, die es nur auf diese Garantie abgesehen haben, mustern sich dabei schnell aus, da sie von ihren Berufskollegen, die es ernst meinen, gemieden werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies soll jetzt nicht so verstanden werden, dass diese Risikopufferung komplett aus \u00f6ffentlichen Mitteln gezahlt werden muss. Vielmehr ist die Grundvoraussetzung, damit ein Landwirt einsteigt, ein Anbau- und Abnahmevertrag. Es muss also eine Firma geben, die die Anbauware unbedingt haben m\u00f6chte und einen Landwirt, der diese Ware unbedingt produzieren m\u00f6chte. Dieses Konstrukt sollte hinsichtlich des Risikos f\u00fcr beide Parteien gef\u00f6rdert werden. Es w\u00fcrde hier zu weit gehen, das auszuformulieren, aber ESKUSA hat mit solchen Konstrukten gute Erfahrungen gesammelt, die wir gerne in eine Diskussion einbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr viele Betriebe ist der Aufbau der n\u00f6tigen Infrastruktur f\u00fcr den Arznei- und Gew\u00fcrzpflanzenanbau zu kostenintensiv. Spezialmaschinen, Trocknungsanlagen sollten und m\u00fcssen \u00fcberbetrieblich genutzt werden. Hier k\u00f6nnten Maschinenringe, Biogasanlagenbetreiber usw. einsteigen, um regionale Strukturen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/pflanzen.fnr.de\/fileadmin\/arzneipflanzen\/dateien\/tausendgueldenkraut-ernte-800x600px.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/tausendgueldenkraut-ernte-800x600px.jpg\" alt=\"Tausendg\u00fcldenkraut\" class=\"wp-image-115482\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/tausendgueldenkraut-ernte-800x600px.jpg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/tausendgueldenkraut-ernte-800x600px-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/tausendgueldenkraut-ernte-800x600px-150x113.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/tausendgueldenkraut-ernte-800x600px-768x576.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/tausendgueldenkraut-ernte-800x600px-360x270.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><figcaption>Tausendg\u00fcldenkraut \u00a9 Eickmeyer \/ ESKUSA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Vor dem Hintergrund der aktuell wieder stark diskutierten Fl\u00e4chenproblematik: Gibt es Arznei- und Gew\u00fcrzpflanzen, die im Anbau in Deutschland besonders vorz\u00fcglich sind, d.h. die wir besonders effizient produzieren k\u00f6nnen?<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Pflanzen, die in gr\u00f6\u00dferem Umfang in Pr\u00e4paraten genutzt werden, die kaum angebaut werden und die gleichzeitig aus Wildsammlungen nicht mehr in ben\u00f6tigten Mengen und Qualit\u00e4ten erh\u00e4ltlich sind. Hier halte ich eine Recherche f\u00fcr interessant, die diese Aspekte abgleicht und daraus Empfehlungen f\u00fcr den Anbau ableitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Bespiele, die ich (ohne Recherche, einfach aus Bauchgef\u00fchl) f\u00fcr relevant halte: Arnika, Tausendg\u00fcldenkraut, Gelber Enzian, Baldrian, Sonnentau (Paludikultur).<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen diese Pflanzenarten vielleicht nicht besonders effizient produzieren, aber wir k\u00f6nnen sie produzieren \u2013 und die Effizienz kommt dann mit der Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Welche Pflanzen halten Sie aus welchen Gr\u00fcnden noch f\u00fcr interessant, gerade auch f\u00fcr den arzneilichen Bereich?<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/echinacea-purpurea-saatgutproduktion-800x600px.jpg\" alt=\"Saatgutproduktion von Echinacea Purpurea\" class=\"wp-image-115488\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/echinacea-purpurea-saatgutproduktion-800x600px.jpg 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/echinacea-purpurea-saatgutproduktion-800x600px-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/echinacea-purpurea-saatgutproduktion-800x600px-150x113.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/echinacea-purpurea-saatgutproduktion-800x600px-768x576.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/echinacea-purpurea-saatgutproduktion-800x600px-360x270.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption>Saatgutproduktion von Echinacea Purpurea \u00a9 Eickmeyer \/ ESKUSA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Corona-Krise hat gezeigt, dass alles, was unsere Immunabwehr st\u00e4rkt, interessant ist. Ich denke, dass wir sehr viel mehr prophylaktisch denken m\u00fcssen und unser Immunsystem mit Tees, Kr\u00e4utern oder aufbereiteten Pflanzenextrakten st\u00e4rken k\u00f6nnen. Dies kann jahreszeitlich oder pers\u00f6nlich individuell erfolgen. Von Zeit zu Zeit erlebt der Purpursonnenhut immer mal wieder eine Renaissance als Immunstimulanz. Es gibt eine F\u00fclle von Pflanzen, die die Immunabwehr des K\u00f6rpers fit machen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere einseitige Ern\u00e4hrungsweise ben\u00f6tigt zunehmend externe Radikalf\u00e4nger. Rosmarin, Schwarzk\u00fcmmel, L\u00f6wenzahn sind Arten, die hier gezielt eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Versagen herk\u00f6mmlicher Antibiotika bei mehrfach resistenten Keimen erfordert ein Umdenken in der Nutzung von Antibiotika. Hier k\u00f6nnen Pflanzen, die Isothiocyanate bilden, unterst\u00fctzend bis hin zu alternativ wirken. Dazu geh\u00f6ren Kapuzinerkresse, Rettich, Senf, \u00d6lrettich und andere Kohlgew\u00e4chses.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4rberwaid ist uns vor ein paar Jahren als Pflanze gegen Hautprobleme \u00fcber den Weg gelaufen. Nach ein wenig Literaturrecherche stellen wir fest, dass der F\u00e4rberwaid \u00e4u\u00dferst vielf\u00e4ltig einsetzbar ist. Wir haben inzwischen ein gro\u00dfes Sortiment an Genbankherk\u00fcnften aufgebaut, das nur noch einen Nutzer sucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier m\u00f6chte ich nochmals darauf hinweisen, wie wichtig eine durchgehende Wertsch\u00f6pfungskette, insbesondere im Arznei- und Gew\u00fcrzpflanzenbereich ist. Nur wenn hinten ein Abnehmer wartet, ist es sinnvoll vorne zu produzieren und vielleicht auch zu z\u00fcchten und zu forschen. Die Kette muss also von hinten gedacht werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/em><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><em><strong>Die vollst\u00e4ndige Fassung des Interviews erschien in der Zeitschrift f\u00fcr Arznei- und Gew\u00fcrzpflanzen, Ausgabe 02\/2022 <a href=\"https:\/\/pflanzen.fnr.de\/fileadmin\/Projekte\/2022\/Artikel\/ZAG_2022_2_86-90.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">und steht&nbsp;hier&nbsp;zur Verf\u00fcgung.<\/a><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><th><strong>Zur Person<\/strong><\/th><\/tr><tr><td>Fred Eickmeyer studierte an der Universit\u00e4t Hannover Gartenbau und gr\u00fcndete 2010 das Z\u00fcchtungsunternehmen Eskusa GmbH im bayerischen Parkstetten. Die Firma mit heute 10 Mitarbeitenden hat sich auf die Auftrags- und Initiativz\u00fcchtung und Vermehrung insbesondere von Sonderkulturen spezialisiert. Im Portfolio sind Industrierohstoffpflanzen, Arznei- und Gew\u00fcrzpflanzen, Biomassestauden sowie einheimische Wildkr\u00e4uter f\u00fcr Begr\u00fcnungszwecke, als Bienenweide oder Insektenrefugium.Eickmeyer hat ein besonderes Faible f\u00fcr alle Pflanzen, die ein wenig \u201eknifflig\u201c sind, Lichtkeimer, Kaltkeimer, Saatgut mit speziellen Keimruhen etc. und f\u00fcr Pflanzen, die z\u00fcchterisch bisher nicht oder nur wenig bearbeitet wurden. Er mag an seinem Hobby, das er zum Beruf gemacht hat, die Abwechslung, die eine gro\u00dfe Vielfalt an Pflanzenarten mit sich bringt. Sein Lieblings-Leitspruch stammt von Louis Pasteur: \u201eDer Zufall trifft nur auf den vorbereiteten Geist.\u201c<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) sprach mit Fred Eickmeyer, dem Gr\u00fcnder und Inhaber des Z\u00fcchtungsunternehmens Eskusa, zum Stand und den Potenzialen von Arzneipflanzen in Deutschland.Zurzeit werden zwei Z\u00fcchtungsprojekte bei Eskusa &#8211; zum Russischen L\u00f6wenzahn und zur Gelben Lupine &#8211; vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft \u00fcber die FNR gef\u00f6rdert. 4- bis 5-fach so hohe Inhaltsstoffgehalte [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","nova_meta_subtitle":"\u201eWir m\u00fcssen in Deutschland extrem gute Qualit\u00e4ten liefern.\u201c ","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[13011,10608,13870,16598,13010],"supplier":[6286,11812,19232],"class_list":["post-115466","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-arzneipflanzen","tag-biooekonomie","tag-ernaehrung","tag-gummi","tag-phytopharmaka","supplier-bundesministerium-ernahrung-landwirtschaft","supplier-eskusa","supplier-fachagentur-nachwachsende-rohstoffe-e-v-fnr"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115466","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=115466"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115466\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=115466"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=115466"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=115466"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=115466"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}