{"id":11529,"date":"2009-04-08T00:00:00","date_gmt":"2009-04-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090408-03n"},"modified":"2009-04-08T00:00:00","modified_gmt":"2009-04-07T22:00:00","slug":"fraunhofer-pflanzenoele-und-zucker-fuer-acryllacke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/fraunhofer-pflanzenoele-und-zucker-fuer-acryllacke\/","title":{"rendered":"Fraunhofer: Pflanzen\u00f6le und Zucker f\u00fcr Acryllacke"},"content":{"rendered":"<p><b>Forscher des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Holzforschung WKI haben M\u00f6bellacke entwickelt, die etwa zur H\u00e4lfte aus Nachwachsenden Rohstoffen bestehen \u2013 bei gleich guten Eigenschaften wie herk\u00f6mmliche Lacke.<\/b><\/p>\n<p>Die Wissenschaftler haben wasserverd\u00fcnnbare M\u00f6bellacke auf Basis von Pflanzen\u00f6len und Zuckern entwickelt, die in ihren Eigenschaften den handels\u00fcblichen Lacken in nichts nachstehen. Sie sind genauso chemikalienbest\u00e4ndig, abriebfest und kratzbest\u00e4ndig. &#8220;Mit diesen Lacken k\u00f6nnen wir der Industrie eine ansprechende Alternative zur Petrochemie bereitstellen, die sich gut bew\u00e4hrt hat und wirtschaftlich ist&#8221;, berichtet Dr. Claudia Philipp vom Fraunhofer WKI. <\/p>\n<p>Die neuen Lacke basieren auf der chemischen Verbindung 1,3-Propandiol, das sich aus Glycerin herstellen l\u00e4sst. Glycerin wiederum ist die Grundsubstanz aller Pflanzen\u00f6le und f\u00e4llt als Nebenprodukt etwa bei der Herstellung von Fetts\u00e4uren oder Biodiesel an. Aus 1,3-Propandiol synthetisieren die Forscher im Labor das Lack-Bindemittel Polyurethan, ein Bestandteil von harten und kratzbest\u00e4ndigen Klarlacken. &#8220;Das kosteng\u00fcnstige 1,3-Propandiol soll einen teuren petrochemischen Synthesebaustein ersetzen, wobei die Beschichtungseigenschaften des Lacks gleichbleiben&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Guido Hora, Abteilungsleiter am Fraunhofer WKI.<\/p>\n<p>1,3-Propandiol wurde bislang wenig Beachtung geschenkt und ist momentan noch ein seltener Lackrohstoff. &#8220;Wir haben erstmals den Zusammenhang zwischen dem Ausgangsstoff und den Eigenschaften des Lacks genauer unter die Lupe genommen&#8221;, erl\u00e4utert Philipp. Das Ergebnis: &#8220;Wie die chemische Struktur von 1,3-Propandiol vermuten l\u00e4sst, ist der neue Lack nicht nur hart, sondern auch sto\u00dfelastisch.&#8221; Er platzt demnach nicht ab, wenn beispielsweise eine Tasse auf den lackierten Tisch f\u00e4llt. Ein guter Lack soll zwar hart sein, aber einen Sto\u00df auch in gewissem Ma\u00dfe abfangen, um das M\u00f6belst\u00fcck unter ihm zu sch\u00fctzen. <\/p>\n<p>Der neue Lack der Fraunhofer-Forscher ist zudem NMP-frei. Die Substanz N-Methyl-2-pyrrolidon (NMP), einst ein beliebtes L\u00f6semittel f\u00fcr Polyurethanlacke, war fr\u00fcher in vielen Produkten vertreten. Jedoch sch\u00e4digt die Substanz das Kind im Mutterleib und ist inzwischen EU-weit in Konzentrationen von gr\u00f6\u00dfer f\u00fcnf Prozent kennzeichnungspflichtig.<\/p>\n<p>Erstmals ist es den Forschern auch gelungen, einen Acryllack auf Basis von gew\u00f6hnlichen Zuckern herzustellen. Dieser besteht zu \u00fcber 60 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und enth\u00e4lt h\u00e4rtere Grundbausteine als gew\u00f6hnliche Acryllacke. <\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Fraunhofer-Institut f\u00fcr Holzforschung &#8211; Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI)<br \/>Bienroder Weg 54E<br \/>38108 Braunschweig<\/p>\n<p>Claudia Philipp<br \/>Tel.: 0531- 21 55-318<\/p>\n<p>Dr. Guido Hora<br \/>Tel.: 0531-21 55-373<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Forscher des Fraunhofer-Instituts f&uuml;r Holzforschung WKI haben M&ouml;bellacke entwickelt, die etwa zur H&auml;lfte aus Nachwachsenden Rohstoffen bestehen &ndash; bei gleich guten Eigenschaften wie herk&ouml;mmliche Lacke.<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[22779],"class_list":["post-11529","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-fraunhofer-institut-fur-holzforschung-wilhelm-klauditz-institut-wki"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11529","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11529"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11529\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11529"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11529"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11529"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11529"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}