{"id":11526,"date":"2009-04-14T00:00:00","date_gmt":"2009-04-13T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090414-02n"},"modified":"2009-04-14T00:00:00","modified_gmt":"2009-04-13T22:00:00","slug":"frost-sullivan-nachwachsende-rohstoffe-gewinnen-bei-der-chemischen-industrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/frost-sullivan-nachwachsende-rohstoffe-gewinnen-bei-der-chemischen-industrie\/","title":{"rendered":"Frost &amp; Sullivan: Nachwachsende Rohstoffe gewinnen bei der Chemischen Industrie"},"content":{"rendered":"<p><b>Statt auf nicht erneuerbare Rohstoffe setzt die chemische Industrie immer h\u00e4ufiger auf nachwachsende Ausgangsstoffe. Damit reagiert sie nicht nur auf steigende Rohstoffpreise, sondern st\u00e4rkt zugleich ihr Profil als nachhaltig wirtschaftende Branche.<\/b><\/p>\n<p>Nach einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost &#038; Sullivan wurden im Jahr 2008 auf dem Weltmarkt f\u00fcr Chemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen Ums\u00e4tze von 1,63 Mrd. US-Dollar erzielt; bis 2015 wird ein Anstieg des Marktwerts auf 5,01 Mrd. US-Dollar erwartet. Untersucht wurden in der Studie die Anwendungen f\u00fcr Milchs\u00e4ure, Bernsteins\u00e4ure, Glyzerin und 1,3-Propandiol in Biokunststoffen, Bioverbundstoffen und im Bereich der &#8220;gr\u00fcnen&#8221; Chemikalien.<\/p>\n<p>&#8220;Die wichtigsten Argumente f\u00fcr den Einsatz nachwachsender Rohstoffe sind die Stabilit\u00e4t und Planbarkeit der Preise sowie die einfache Verf\u00fcgbarkeit&#8221;, erl\u00e4utert Senior Research Analyst Phani Raj Kumar Chinthapalli von Frost &#038; Sullivan. &#8220;So sind beispielsweise die Roh\u00f6lpreise zwischen 2004 und Mitte 2008 von 30 US-Dollar auf spektakul\u00e4re 145 US-Dollar pro Barrel und damit um 350 Prozent gestiegen. Gegenw\u00e4rtig kostet das Barrel wieder 43 US-Dollar. Vergleichbare Schwankungen gibt es bei nachwachsenden Rohstoffen wie etwa bei Weizen oder Zucker nicht. Au\u00dferdem versprechen bestimmte Mikroorganismen eine h\u00f6here Produktivit\u00e4t f\u00fcr die gew\u00fcnschten Chemikalien \u2013 auch dies ein Vorteil, der nicht von der Hand zu weisen ist.&#8221;<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich lassen sich die Unternehmen auch von den \u00f6kologischen Vorz\u00fcgen nachwachsender Rohstoffe leiten. So erm\u00f6glicht ihr Einsatz unter anderem eine Reduzierung des Emissionsniveaus. Beim Herstellungsprozess des Biokunststoffs Sorona aus nachwachsenden Rohstoffen werden beispielsweise bis zu 50 Prozent weniger Treibhausgase freisetzt als bei der Herstellung von Nylon 6 aus nicht erneuerbaren Ausgangsstoffen.<\/p>\n<p>Was dem Markt f\u00fcr Chemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen noch fehlt, ist eine gute Integration von Unternehmen zu Unternehmen, wie sie etwa in der ges\u00e4ttigten petrochemischen Industrie vorhanden ist. &#8220;Damit ein positives Ergebnis erzielt werden kann, m\u00fcssen zwei v\u00f6llig unterschiedliche Lieferketten miteinander verkn\u00fcpft werden, n\u00e4mlich die der Lebensmittel- und die der chemischen Industrie&#8221;, so Chinthapalli. &#8220;Die Lebensmittelindustrie ist f\u00fcr die erste H\u00e4lfte verantwortlich \u2013 bis zur Produktion der Chemikalie durch Fermentierung oder andere Prozesse aus biologischen Ausgangsstoffen; f\u00fcr die zweite H\u00e4lfte ist dann die chemische Industrie zust\u00e4ndig, die den Anwendungsmarkt bedient.&#8221;<\/p>\n<p>Wo die Integration von Unternehmen zu Unternehmen noch mangelhaft ist, behindert dies eine optimale Entwicklung des Marktes. Dieses Problem d\u00fcrfte sich jedoch langfristig l\u00f6sen, wenn das Bewusstsein f\u00fcr die Vorteile der Zusammenarbeit zunimmt. Die Unternehmen, die sich mit den ersten Schritten der Herstellung von Chemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen befassen, sind jedenfalls eher zur Zusammenarbeit bereit als zum Wettbewerb.<\/p>\n<p>Der Markt f\u00fcr Chemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen bietet der Lebensmittelindustrie eine Chance, im Chemikalienmarkt Fu\u00df zu fassen, der vergleichsweise h\u00f6here Gewinnmargen verspricht. Andererseits kann die chemische Industrie in den Markt der nachwachsenden Rohstoffe einsteigen und Teil einer v\u00f6llig anderen Lieferkette werden. &#8220;Das wird zu gr\u00f6\u00dferer Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie f\u00fchren und den Weg in eine gr\u00fcnere Zukunft er\u00f6ffnen&#8221;, meint Chinthapalli. &#8220;Grundvoraussetzung f\u00fcr den Erfolg in diesem Markt ist jedoch die perfekte Integration der Unternehmen aus Lebensmittel- und chemischer Industrie.&#8221; <\/p>\n<p>Die Studie Strategic Analysis of the Worldwide Market f\u00fcr Biorenewable Chemicals ist Bestandteil des Growth-Partnership-Service-Programms Chemicals &#038; Materials, zu dem au\u00dferdem folgende Studien geh\u00f6ren: Biodegradable Packaging Market &#8211; Opportunity Analysis, Brazilian und Mexican Paints und Coatings Markets, European Market f\u00fcr Catalysts und Strategic Analysis of the Asia Pacific Biodiesel Industry. Die Studien basieren auf ausf\u00fchrlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen \u00fcber Marktchancen und Branchentrends.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/>Eine Brosch\u00fcre (Datei) bietet Herstellern, Endnutzern und anderen Marktteilnehmern einen \u00dcberblick \u00fcber die Studie. <\/p>\n<p>Bezug: Senden Sie Ihre vollst\u00e4ndigen Kontaktdaten an die untenstehende E-Mail. Die Brosch\u00fcre wird nach Eingang der Kontaktdaten per E-Mail zugesendet.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Katja Feick<br \/>Corporate Communications \u2013 Europe<br \/>Clemensstr. 9<br \/>60487 Frankfurt<br \/>Tel.: 069-770 33 43<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:katja.feick@frost.com\">katja.feick@frost.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Statt auf nicht erneuerbare Rohstoffe setzt die chemische Industrie immer h&auml;ufiger auf nachwachsende Ausgangsstoffe. 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