{"id":114969,"date":"2022-09-06T07:35:00","date_gmt":"2022-09-06T05:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=114969"},"modified":"2022-09-01T15:07:15","modified_gmt":"2022-09-01T13:07:15","slug":"das-ende-des-lego-steins-naht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/das-ende-des-lego-steins-naht\/","title":{"rendered":"Das Ende des Lego-Steins naht"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/sharing\/share-offsite\/?url=https%3A%2F%2Fwww.manager-magazin.de%2Funternehmen%2Fhandel%2Flego-lego-stein-aus-plastik-hat-problem-mit-nachhaltigkeit-a-5f99713e-2739-4063-ac87-acb157243e00\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/sharing\/share-offsite\/?url=https%3A%2F%2Fwww.manager-magazin.de%2Funternehmen%2Fhandel%2Flego-lego-stein-aus-plastik-hat-problem-mit-nachhaltigkeit-a-5f99713e-2739-4063-ac87-acb157243e00\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.xing.com\/social\/share\/spi?sc_p=b7910_cb&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.manager-magazin.de%2Funternehmen%2Fhandel%2Flego-lego-stein-aus-plastik-hat-problem-mit-nachhaltigkeit-a-5f99713e-2739-4063-ac87-acb157243e00%20&amp;urn=surn%3Ax-xing%3Asocial%3Aexternal_link%3A23356071.2ebd80\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.xing.com\/social\/share\/spi?sc_p=b7910_cb&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.manager-magazin.de%2Funternehmen%2Fhandel%2Flego-lego-stein-aus-plastik-hat-problem-mit-nachhaltigkeit-a-5f99713e-2739-4063-ac87-acb157243e00%20&amp;urn=surn%3Ax-xing%3Asocial%3Aexternal_link%3A23356071.2ebd80\"><\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https%3A%2F%2Fwww.manager-magazin.de%2Funternehmen%2Fhandel%2Flego-lego-stein-aus-plastik-hat-problem-mit-nachhaltigkeit-a-5f99713e-2739-4063-ac87-acb157243e00&amp;text=Spielzeughersteller%3A+Das+Ende+des+Lego-Steins+naht&amp;via=manager_magazin&amp;lang=de\"><\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https%3A%2F%2Fwww.manager-magazin.de%2Funternehmen%2Fhandel%2Flego-lego-stein-aus-plastik-hat-problem-mit-nachhaltigkeit-a-5f99713e-2739-4063-ac87-acb157243e00&amp;text=Spielzeughersteller%3A+Das+Ende+des+Lego-Steins+naht&amp;via=manager_magazin&amp;lang=de\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/share.php?u=https%3A%2F%2Fwww.manager-magazin.de%2Funternehmen%2Fhandel%2Flego-lego-stein-aus-plastik-hat-problem-mit-nachhaltigkeit-a-5f99713e-2739-4063-ac87-acb157243e00&amp;t=Spielzeughersteller%3A+Das+Ende+des+Lego-Steins+naht\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/share.php?u=https%3A%2F%2Fwww.manager-magazin.de%2Funternehmen%2Fhandel%2Flego-lego-stein-aus-plastik-hat-problem-mit-nachhaltigkeit-a-5f99713e-2739-4063-ac87-acb157243e00&amp;t=Spielzeughersteller%3A+Das+Ende+des+Lego-Steins+naht\"><\/a>Sie sind bunt und eckig, haben Noppen und im Inneren R\u00f6hrchen, die der Stabilit\u00e4t dienen. Seit 90 Jahren f\u00fcllt sich damit fast jedes Kinderzimmer. Jeder kennt sie \u2013 die Lego-Bausteine.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.manager-magazin.de\/images\/a0f3a93d-0abb-4168-8d65-fd096a5bba2a_w948_r1.778_fpx56.6_fpy49.98.jpg\" alt=\"Legostein: Langfristig Alternativen zum Hartplastik anzubieten, ist laut Lego alternativlos\" width=\"711\" height=\"400\" title=\"Legostein: Langfristig Alternativen zum Hartplastik anzubieten, ist laut Lego alternativlos\"\/><figcaption><strong>Legostein<\/strong>: Langfristig Alternativen zum Hartplastik anzubieten, ist laut Lego alternativlosFoto: Karl-Josef Hildenbrand&nbsp;\/ dpa<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Das d\u00e4nische Unternehmen geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Spielwarenherstellern der Welt. Und zu den erfolgreichsten: Lego ist der umsatzst\u00e4rkste Spielwarenhersteller weltweit, gefolgt von den US-amerikanischen Unternehmen Hasbro und Mattel. Lego besch\u00e4ftigt mehr als 17.400 Mitarbeiter in rund 30 L\u00e4ndern weltweit, davon etwa 440 in&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/thema\/deutschland\/\">Deutschland<\/a>. Im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr erzielte das Familienunternehmen einen Gewinn in H\u00f6he von 1,3 Milliarden Euro, bei einem Umsatz von rund 7,4 Milliarden Euro. Das ist der dritte Rekord in Folge. Doch nun muss sich der Marktf\u00fchrer neu orientieren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"808\" height=\"453\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-01-um-10.00.22.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-114990\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-01-um-10.00.22.png 808w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-01-um-10.00.22-300x168.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-01-um-10.00.22-150x84.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-01-um-10.00.22-768x431.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-01-um-10.00.22-400x224.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 808px) 100vw, 808px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>In Zeiten des Klimawandels hat der klassische Lego-Stein aus Plastik keine Zukunft mehr. Seit vier Jahren stellt Lego zwar biegbare Teile \u2013 wie Minifiguren, Zubeh\u00f6rteile oder Pflanzenelemente \u2013 aus Zuckerrohr her, doch f\u00fcr die ber\u00fchmten Steine gibt es bislang noch keine Alternative auf dem Markt.<\/p>\n\n\n\n<p>400 Millionen Euro will der Konzern investieren, um bis 2030 Ersatz f\u00fcr die Steine aus erd\u00f6lbasiertem Plastik zu finden. Dazu wird derzeit an Pflanzenfasern wie Mais, Weizen und Zellulose geforscht. Im vergangenen Jahr stellte Lego einen Prototyp aus recycelten PET-Flaschen vor. &#8220;Der Prototyp ist das Ergebnis von drei Jahren intensiver Arbeit, in der \u00fcber 250 unterschiedliche PET-Materialien getestet wurden&#8221; sagt Lego-Umweltexperte&nbsp;<strong>Tim Brooks<\/strong>. Doch dieser m\u00fcsse nun mindestens ein weiteres Jahr getestet und optimiert werden, bevor die Produktion starten k\u00f6nne. Die Entwickler t\u00fcfteln noch an der Farbgestaltung, denn die Farben wirken auf den Legosteinen aus den neuen Materialien noch etwas blasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur bei dem Stein ist der Druck von au\u00dfen gro\u00df: Lego erntet Kritik, weil das Spielzeug in Einwegplastik verpackt ist. Auch das soll sich \u00e4ndern. Bis 2025 will der Konzern nur noch Verpackungen aus Papier anbieten. Dazu bauen die D\u00e4nen in Vietnam gerade ihre erste klimaneutrale Fabrik.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weg zur\u00fcck in die Nachhaltigkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Weg in die Nachhaltigkeit ist lang \u2013 oder vielmehr dorthin zur\u00fcck. Vor genau 90 Jahren startete Lego bereits mit einem nachhaltigen Grundbaustein aus Holz. Der Tischlermeister&nbsp;<strong>Ole Kirk Kristiansen<\/strong>&nbsp;bastelte erstmals aus Holzresten zusammensteckbares Spielzeug. 26 Jahre sp\u00e4ter patentierte sein Sohn&nbsp;<strong>Godtfred Kirk Kristiansen<\/strong>&nbsp;den heute bekannten Stein. Mittlerweile gibt es \u00fcber 18.000 Produkte. &#8220;Allein der Lego-Baustein aus Plastik machte das Unternehmen so erfolgreich \u2013 sonst w\u00e4re Lego bei Weitem nicht so bekannt geworden&#8221;, sagt&nbsp;<strong>Christine Spiller<\/strong>, Leiterin des Deutschen Spielzeugmuseums. Als Holzspielzeug-Hersteller war Lego nur ein Hersteller unter vielen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Konkurrenten Hasbro und Mattel wollen Plastik ebenfalls ersetzen, Playmobil prescht vor<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Hersteller von vielen ist Lego auch heute: einer von vielen, die den Weg in die Nachhaltigkeit suchen. Der Spielzeugriese&nbsp;<strong>Mattel<\/strong>&nbsp;will ebenso wie Lego bis 2030 auf nachhaltige Materialien umstellen. Dann sollen die Spielzeuge und Verpackungen nur noch aus recycelten, wiederverwertbaren oder biobasierten Kunststoffen bestehen. Als ersten Schritt bringt Mattel Baukl\u00f6tze auf den Markt, die aus nachhaltigen Rohstoffen hergestellt sind. Und auch&nbsp;<strong>Hasbro<\/strong>&nbsp;hat ein Konzept: Der &#8220;Monopoly&#8221;-Hersteller will bis Ende 2022 auf Kunststoffe in allen neuen Verpackungen verzichten. Danach sollen die Produkte folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Blick nach Deutschland zeigt, dass die drei Spielzeugriesen nicht die ersten sind, die eine Nachhaltigkeitsstrategie angehen.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/thema\/playmobil\/\">Playmobil<\/a>&nbsp;befindet sich schon auf der \u00dcberholspur. So bietet das Unternehmen Produkte an, die etwa 80 Prozent aus recycelten sowie nachhaltigen Kunststoffen bestehen. Bereits bis 2027 will die Horst Brandst\u00e4tter Unternehmensgruppe, zu der Playmobil geh\u00f6rt, klimaneutral sein und Emissionen vermeiden. Das Unternehmen will in den kommenden Jahren rund 50 Millionen Euro in Klimaschutz investieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Lego-Konkurrent Open Brick Source verkauft bereits Klemmbausteine aus Holz. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer&nbsp;<strong>Stefan Rei\u00dfner<\/strong>arbeitet dar\u00fcber hinaus an einem Konzept, Klemmbausteine aus anderen umweltfreundlicheren Materialien auf den Markt zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Rennen um nachhaltiges Spielzeug wird in den kommenden Jahren Fahrt aufnehmen. Wer sich mit dem Thema Zeit l\u00e4sst, riskiert, Umsatzanteile an die Konkurrenz zu verlieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie sind bunt und eckig, haben Noppen und im Inneren R\u00f6hrchen, die der Stabilit\u00e4t dienen. Seit 90 Jahren f\u00fcllt sich damit fast jedes Kinderzimmer. Jeder kennt sie \u2013 die Lego-Bausteine. Das d\u00e4nische Unternehmen geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Spielwarenherstellern der Welt. 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