{"id":11486,"date":"2009-01-13T00:00:00","date_gmt":"2009-01-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090113-02n"},"modified":"2009-01-13T00:00:00","modified_gmt":"2009-01-12T22:00:00","slug":"oesterreich-brennholz-aus-der-gasleitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oesterreich-brennholz-aus-der-gasleitung\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreich: Brennholz aus der Gasleitung"},"content":{"rendered":"<p><b>Ein Verfahren, das Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) zusammen mit Kollegen der TU Wien entwickelt haben, wandelt Holz in synthetisches Erdgas um, das in \u00f6ffentliche Gasleitungen eingespeist werden kann. Dadurch wird die Energie aus Holz f\u00fcr die Stromerzeugung in Gaskraftwerken oder den Autoantrieb verf\u00fcgbar. Zugleich wird damit eine sehr umweltfreundliche Energiequelle erschlossen, da die Holzvergasung CO<sub>2<\/sub>-neutral.<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090113-02\/stucki_biollaz_jan09_0006.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"PSI-Forscher Samuel Stucki und Serge Biollaz mit <br \/>der Laboranlage, an der das Verfahren zur <br \/>Umwandlung von Holzgas in Methan entwickelt wurde.&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">PSI-Forscher Samuel Stucki und Serge Biollaz mit <br \/>der Laboranlage, an der das Verfahren zur <br \/>Umwandlung von Holzgas in Methan entwickelt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>In einer Testanlage im \u00f6sterreichischen G\u00fcssing wird das Verfahren im technischen Ma\u00dfstab erprobt. Im Dezember 2008 lieferte die Anlage erstmals Methan \u2013 den Grundbestandteil von Erdgas. Am 8. Januar erhalten die beteiligten PSI-Forscher f\u00fcr ihre Arbeit die Auszeichnung Watt d\u2019Or 2009 des Schweizerischen Bundesamts f\u00fcr Energie BFE in der Kategorie Energietechnologien.<\/p>\n<p><b>Umweltfreundliche Energie<\/b><br \/>Holz wird bis heute als Energietr\u00e4ger vor allem zum Heizen genutzt, obwohl der Bedarf an Heizenergie abnimmt und beim Verbrennen von Holz gesundheitssch\u00e4dlicher Feinstaub entsteht. Gleichzeitig hat die Energiegewinnung aus Holz den Vorteil, CO<sub>2<\/sub>-neutral zu sein, weil nachwachsende B\u00e4ume das entstehende CO<sub>2<\/sub> binden. Die Erzeugung von Gas aus Holz macht es m\u00f6glich, die Vorteile der Energie aus Holz zu nutzen und die Nachteile zu vermeiden: man erh\u00e4lt einen CO<sub>2<\/sub>-neutralen Energietr\u00e4ger, der sauber verbrennt und f\u00fcr unterschiedlichste Zwecke einsetzbar ist. Dabei steht in der Schweiz genug Energieholz zur Verf\u00fcgung, um einige Prozent des Energiebedarfs zu decken.<\/p>\n<p><b>Erdgas aus Holz<\/b><br \/>Ein von Forschenden des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der TU Wien entwickeltes Verfahren erlaubt, Holzgas ohne zus\u00e4tzlichen Aufwand f\u00fcr den Anwender \u00fcberall da zu nutzen, wo eine \u00fcbliche Gasversorgung vorhanden ist: im Haushalt, in Gaskraftwerken oder in Erdgasfahrzeugen. Das besondere an dem neuen Verfahren ist, dass es anders als bisher angewandte Methoden, Methan produziert, das ein Hauptbestandteil von Erdgas ist und damit problemlos in die Gasleitung eingespeist werden kann. Daf\u00fcr sind zwei Stufen n\u00f6tig: In der ersten wird aus Holz ein brennbares Gasgemisch erzeugt, das aber noch nicht f\u00fcr die Gasleitungen geeignet ist. Erst in der zweiten, von den Forschenden des Paul Scherrer Instituts entwickelten, Stufe wird dieses Gas mit Hilfe eines katalytischen Verfahrens in Methan umgewandelt.<\/p>\n<p><b>Aus der Wissenschaft in die Anwendung<\/b><br \/>Das Verfahren zur Erzeugung von synthetischem Erdgas wird in einer Testanlage im \u00f6sterreichischen G\u00fcssing erprobt, die im Dezember 2008 erstmals Methan produziert hat. &#8220;Mit der neu errichteten Anlage in G\u00fcssing konnten wir zeigen, dass das im Labor entwickelte Verfahren der katalytischen Methanierung im technischen Ma\u00dfstab funktioniert.&#8221; erkl\u00e4rt Samuel Stucki, Leiter des Labors f\u00fcr Energie und Stoffkreisl\u00e4ufe am PSI. &#8220;Damit ist weltweit zum ersten Mal die Machbarkeit der Produktion von synthetischem Erdgas aus Holz nachgewiesen worden und die Technik ist f\u00fcr die industrielle Praxis umsetzbar.&#8221;<\/p>\n<p>F\u00fcr die technische Umsetzung des PSI-Verfahrens war das Winterthurer Unternehmen CTU Conzepte Technik Umwelt AG verantwortlich, das auch f\u00fcr die Einf\u00fchrung des Verfahrens auf dem Markt zust\u00e4ndig sein wird. Als weiterer Partner ist die \u00f6sterreichische Firma Repotec Umwelttechnik beteiligt.<\/p>\n<p><b>Ausgezeichnete Forschung<\/b><br \/>F\u00fcr ihre Arbeit erhalten die PSI-Forscher den Watt d\u2019Or \u2013 Die Auszeichnung f\u00fcr Bestleistungen im Energiebereich \u2013 in der Kategorie &#8220;Energietechnologien&#8221;. Die Auszeichnung wurde am 8. Januar 2009 anl\u00e4sslich der Neujahrsveranstaltung des Bundesamts f\u00fcr Energie BFE in f\u00fcnf Kategorien verliehen.<\/p>\n<p>Die Testanlage in G\u00fcssing wurde finanziell gef\u00f6rdert mit Mitteln der Swisselectric Research (Forschungsf\u00f6rderung der Organisation der schweizerischen Stromverbundunternehmen Swisselectric), der Europ\u00e4ischen Union (EU-Projekt Bio-SNG) und des \u00f6sterreichischen Staates.<\/p>\n<p>Das Paul Scherrer Institut entwickelt, baut und betreibt gro\u00dfe und komplexe Forschungsanlagen und stellt sie der nationalen und internationalen Forschungsgemeinde zur Verf\u00fcgung. Eigene Forschungsschwerpunkte sind Festk\u00f6rperforschung und Materialwissenschaften, Elementarteilchenphysik, Biologie und Medizin, Energie- und Umweltforschung. Mit 1300 Mitarbeitenden und einem Jahresbudget von rund 260 Mio. CHF ist es das gr\u00f6sste Forschungsinstitut der Schweiz.<\/p>\n<p><b>Weitere Informarionen<\/b><br \/>Zusatzinformationen:<br \/><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090113-02\/Watt_d-'Or_de.pdf\" >Demonstration der Produktion von synthetischem Erdgas aus Holz im Ma\u00dfstab 1 MW am Biomassekraftwerk G\u00fcssing<\/a> (PDF-Dokument)<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Paul Scherrer Institut<br \/>CH-5232 Villigen<\/p>\n<ul>\n<li>Technologietransfer<br \/>Alfred Waser, Leiter Umsetzungsprojekt &#8220;Methan aus Holz&#8221; (Tel: 0041-563 10 52 40, E-Mail: <a href=\"mailto:alfred.waser@psi.ch\">alfred.waser@psi.ch<\/a>)<\/li>\n<li>Labor f\u00fcr Energie und Stoffkreisl\u00e4ufe<br \/>Dr. Samuel Stucki (Tel.: 0041-563 10 41 54, E-Mail: <a href=\"mailto:samuel.stucki@psi.ch\">samuel.stucki@psi.ch<\/a>)<br \/>Dr. Serge Biollaz (Tel.: 0041-563 10 29 23, E-Mail: <a href=\"mailto:serge.biollaz@psi.ch\">serge.biollaz@psi.ch<\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ein Verfahren, das Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) zusammen mit Kollegen der TU Wien entwickelt haben, wandelt Holz in synthetisches Erdgas um, das in<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[960,959,2883],"class_list":["post-11486","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesamt-fuer-energie-schweiz","supplier-paul-scherrer-institut-psi","supplier-technische-universitaet-wien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11486","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11486"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11486\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11486"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11486"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11486"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11486"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}