{"id":11484,"date":"2009-01-13T00:00:00","date_gmt":"2009-01-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090113-01n"},"modified":"2009-01-13T00:00:00","modified_gmt":"2009-01-12T22:00:00","slug":"klaerschlamm-impfung-fuer-wasserstoff-aus-biomasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/klaerschlamm-impfung-fuer-wasserstoff-aus-biomasse\/","title":{"rendered":"Kl\u00e4rschlamm-Impfung f\u00fcr Wasserstoff aus Biomasse"},"content":{"rendered":"<p><b>Inwieweit Mikroorganismen geeignet sind, aus biogenen Roh- und Reststoffen fermentativ Wasserstoff zu gewinnen, untersuchte die Technische Universit\u00e4t Hamburg Harburg in einem von der FNR mit Mitteln des Bundeslandwirtschaftsministeriums gef\u00f6rderten Projekt.<\/b><\/p>\n<p>Thermophile Bakterien waren f\u00fcr die Forscher der Institute AbfallRessourcenWirtschaft und des Instituts f\u00fcr technische Mikrobiologie von besonderem Interesse. Als Substrate wurden Glucose, Glycerin als Reststoff der Biodieselproduktion, Zucker-, Futter- und Steckr\u00fcben, Maismehl und Kartoffeln getestet, zur Animpfung des Prozesses diente die Mischkultur Kl\u00e4rschlamm. Bei einer Hitzevorbehandlung des Kl\u00e4rschlamms bei 80\u00b0C nahm die H<sub>2<\/sub>-Bildung deutlich zu, da Wasserstoff bildende Mikroorganismen im Gegensatz zu Methanbildnern bei diesen Temperaturen Sporen bilden und somit angereichert werden.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich wurden sechs Reinkulturen auf ihr Potenzial zur H<sub>2<\/sub>-Bildung untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass nur mit dem Stamm DSMZ 571 eine hohe H<sub>2<\/sub>-Produktion zu erreichen war. Da der Einsatz von Reinkulturen jedoch einen deutlich h\u00f6heren Aufwand und mehr Kosten verursacht, wird f\u00fcr alle Substrate eine Inokulation des Prozesses mit Kl\u00e4rschlamm empfohlen.<\/p>\n<p>Die h\u00f6chste H<sub>2<\/sub>-Produktion wurde erwartungsgem\u00e4\u00df mit Glucose (280 Nl H2\/kg oTS) erreicht. Dies entspricht einem H<sub>2<\/sub>-Umsatz von 90%. Mit Kl\u00e4rschlamm als Inokulum und Maisst\u00e4rke wurden 190 Nl H<sub>2<\/sub>\/kg oTS erreicht. Auch die untersuchten Agrarprodukte zeigten hohe H<sub>2<\/sub>-Produktionswerte bis 188 Nl H<sub>2<\/sub>\/kg oTS; insbesondere Futter- und Zuckerr\u00fcbe erzielten bei pH-Pufferung mit Carbonat H<sub>2<\/sub>-Umsatzraten von rund 60%. Es empfiehlt sich, Reststoffe dieser Substrate aus der Verarbeitung z.B. zu St\u00e4rke zu verwenden. Glycerin entt\u00e4uschte hingegen, es brachte einen H<sub>2<\/sub>-Umsatz von unter 7%.<\/p>\n<p>Fazit: Aus den erfolgreich durchgef\u00fchrten semikontinuierlichen Versuchen l\u00e4sst sich die Eignung der fermentativen Erzeugung von Biowasserstoff auch f\u00fcr den kontinuierlichen Betrieb ableiten.<\/p>\n<p>Einziges Problem der kontinuierlichen H<sub>2<\/sub>-Bildung ist die prozessbedingte Vers\u00e4uerung des Systems. Daher sollte eine pH-Regelung oder Pufferung (Optimum pH5) vorgenommen und der ganze Prozess mit einer optimalen hydraulischen Aufenthaltszeit (HRT \u2013 Hydraulic Retention Time; optimal ist eine HRT von 3 Tagen) betrieben werden. Die Nebenprodukte der Wasserstoffstufe, \u00fcberwiegend organische S\u00e4uren, konnten zudem erfolgreich als Substrat in einer nachgeschalteten Methanproduktionsstufe verwertet werden.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.fnr-server.de\/ftp\/pdf\/berichte\/22021203.pdf\" >Abschlussbericht<\/a> (F\u00f6rderkennzeichen 22021203) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Inwieweit Mikroorganismen geeignet sind, aus biogenen Roh- und Reststoffen fermentativ Wasserstoff zu gewinnen, untersuchte die Technische Universit&auml;t Hamburg Harburg in einem von der FNR mit<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[6286,19232,26859],"class_list":["post-11484","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-ernahrung-landwirtschaft","supplier-fachagentur-nachwachsende-rohstoffe-e-v-fnr","supplier-technische-universitat-hamburg-harburg-tuhh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11484","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11484"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11484\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11484"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}