{"id":11463,"date":"2009-01-23T00:00:00","date_gmt":"2009-01-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090123-02n"},"modified":"2009-01-23T00:00:00","modified_gmt":"2009-01-22T22:00:00","slug":"deg-foerdert-jatropha-forschung-in-ostafrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/deg-foerdert-jatropha-forschung-in-ostafrika\/","title":{"rendered":"DEG f\u00f6rdert Jatropha-Forschung in Ostafrika"},"content":{"rendered":"<p><b>Weltweit steigt der Energiebedarf. Um diesen zu decken, gilt es alternative Energiequellen zu erschlie\u00dfen. Eine M\u00f6glichkeit ist die Nutzung der Jatropha-Pflanze. Es fehlen jedoch umfassende Kenntnisse \u00fcber geeignete Anbaumethoden. Daher unterst\u00fctzt die DEG \u2013 Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft den Aufbau von elf Versuchsplantagen in Kenia, Tansania und Uganda.<\/b><\/p>\n<p>Koordinator des Vorhabens ist die kenianische Unternehmensberatung Pipal Ltd. (Pipal), hinzu kommen elf mittelst\u00e4ndische ostafrikanische Betriebe aus dem Agrarbereich, die ihre Erfahrungen mit Anbau, Weiterverarbeitung, Lagerung oder Transport von landwirtschaftlichen Produkten in das Projekt einbringen. Wissenschaftlich unterst\u00fctzt wird das Vorhaben von international anerkannten Jatropha-Spezialisten sowie lokalen Forschungsinstituten. Die privaten Partner tragen mit 536.000 Euro zum Vorhaben bei. Die DEG erg\u00e4nzt diesen Beitrag um 466.000 Euro aus dem Public-Private-Partnership (PPP)-Programm des Bundesministeriums f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).<\/p>\n<p>Jatropha ist eine tropische Pflanze, aus deren nicht-essbaren \u00d6lfr\u00fcchten alternativer Treibstoff gewonnen werden kann. Sie w\u00e4chst auf trockenen B\u00f6den, die f\u00fcr den Anbau von Nahrungsmitteln ungeeignet sind. Bislang sind Erfahrungen mit wirtschaftlichen Anbaumethoden nur sehr begrenzt vorhanden.<\/p>\n<p>Hier setzt das Projekt an: Jatropha-Pflanzen werden auf elf vorher brach liegenden Versuchsplantagen von je zehn Hektar an unterschiedlichen Standorten in Kenia, Tansania und Uganda angebaut. \u00dcber drei Jahre soll getestet werden, welche Sorten unter welchen Bedingungen die besten Ertr\u00e4ge liefern. Wie wirken sich beispielsweise Bodenbeschaffenheit, Wasser- und N\u00e4hrstoffmengen, Art des Anbaus (Misch- oder Monokultur) und die Lichtversorgung aus? Auch Informationen \u00fcber die Gewinnung des \u00d6ls und die Weiterverarbeitung werden analysiert. Diese Daten werden gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet. Auf diesem Weg sollen m\u00f6gliche private Investoren f\u00fcr den Anbau von Jatropha in Ostafrika gefunden werden. Bisher brach liegende Fl\u00e4chen werden dank des Projektes k\u00fcnftig bewirtschaftet. Zudem erwerben die lokalen Betriebe Know-How, mit dem sie sich zus\u00e4tzliche Einkommesquellen erschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Aufgrund der F\u00f6rderung eines emissionsarmen Kraftstoffes tr\u00e4gt das Vorhaben zum Klimaschutz bei.<\/p>\n<p>In Indien hat die DEG bereits ein Jatropha-Projekt unterst\u00fctzt. In Zusammenarbeit mit der Daimler AG wurden in verschiedenen Klimazonen des Landes Versuche zum Anbau von Jatropha durchgef\u00fchrt. Die Versuchsergebnisse zeigten bereits das Potenzial der Pflanze als umweltschonender Energielieferant auf. Mit der Forschung in Ostafrika hofft die DEG an diese positiven Resultate ankn\u00fcpfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Weltweit steigt der Energiebedarf. Um diesen zu decken, gilt es alternative Energiequellen zu erschlie&szlig;en. Eine M&ouml;glichkeit ist die Nutzung der Jatropha-Pflanze. 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