{"id":11460,"date":"2009-01-26T00:00:00","date_gmt":"2009-01-25T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090126-04n"},"modified":"2009-01-26T00:00:00","modified_gmt":"2009-01-25T22:00:00","slug":"welcher-rohstoff-fuer-die-spanplatte-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/welcher-rohstoff-fuer-die-spanplatte-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Welcher Rohstoff f\u00fcr die Spanplatte der Zukunft?"},"content":{"rendered":"<p><b>Die zunehmende rein energetische Nutzung von Holz f\u00fchrt zu einer Konkurrenz auf den Beschaffungsm\u00e4rkten und zu einer Holzverknappung. Die Holzwerkstoffindustrie, der zweitgr\u00f6\u00dfte Rohholzverbraucher nach der S\u00e4geindustrie, ger\u00e4t wegen einer starken F\u00f6rderung der energetischen Nutzung von Nachwachsenden Rohstoffen in Bedr\u00e4ngnis. Der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) beauftragte die nova-Institut GmbH, eine absch\u00e4tzende &#8220;Potenzialanalyse \u00fcber alternative heimische und exotische Nachwachsende Rohstoffe f\u00fcr die Holzwerkstoffindustrie in Deutschland&#8221; durchzuf\u00fchren. Diese Studie wurde von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) finanziell unterst\u00fctzt (FKZ: 22012807).<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090126-04\/Hanfspanplatten.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Hanfspanplatten\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Hanfspanplatten<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><br style=\"clear:left;\"\/>Ziel der Untersuchung war, herauszufinden, ob die deutsche Landwirtschaft preislich attraktive Rohstoffe f\u00fcr die Holzwerkstoffindustrie bereitstellen kann, welche Kulturen am interessantesten sind und in welchen Mengen die Rohstoffe zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nnen. Dabei war von besonderem Interesse, welche Rohstoffe Holz in der Mittelschicht der Spanplatte substituieren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Auf Basis von Literatur- und Datenbankrecherchen, Experten-Interviews und \u2013Workshops sowie eigener Berechnungen wurden agrar\u00f6konomische Analysen und absch\u00e4tzende Potenzialanalysen der alternativen Nachwachsenden Rohstoffe f\u00fcr die Holzwerkstoffindustrie in Deutschland durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Untersucht wurden Getreide-, Raps-, Mais- und Sonnenblumenstroh, unterschiedliche Faserpflanzen sowie schnell wachsende Baumarten und einige alternative Nachwachsende Rohstoffe aus Asien und Afrika. F\u00fcr die Berechnung der Preisuntergrenzen wurden unterschiedliche Methoden entwickelt: auf Basis des N\u00e4hrstoffwertes, der Produktionskosten sowie des Deckungsbeitrages und der Rendite im Bezug auf die Leitkultur Weizen.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse zeigen, dass es eine \u00fcberschaubare Anzahl von Optionen gibt. Dabei bestimmen nicht die Produktionskosten den zu zahlenden Preis, sondern die Konkurrenzsituation zu anderen Kulturen ist ma\u00dfgeblich. Wenn heutige Nischenkulturen gro\u00dffl\u00e4chig angebaut werden sollen, m\u00fcssen sie dieselbe Rendite bringen wie die Leitkulturen.<\/p>\n<p><b>Nischenkulturen teurer als S\u00e4genebenprodukte<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090126-04\/Miscanthus_Crop.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Miscanthus. <br \/>Quelle: nationalrural\/Wikipedia, Lizenz: CC&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Miscanthus. <br \/>Quelle: nationalrural\/Wikipedia, Lizenz: CC<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Bei den Nischenkulturen heben sich vier von den anderen untersuchten Kulturen ab. Miscanthus, Hanf, Pappeln und Weiden k\u00f6nnen zwar selbst im hypothetischen Gro\u00dfanbau nicht das Preislevel der S\u00e4genebenprodukte wie S\u00e4gesp\u00e4ne oder Hackschnitzel erreichen, kommen aber recht nah heran.<\/p>\n<p>Weizenstroh und verschiedene Rest- und Nebenprodukte aus Land- und Forstwirtschaft stellen weitere Optionen dar. Vor allem Weizenstroh w\u00e4re wegen seiner \u00fcberregionalen Verf\u00fcgbarkeit zu empfehlen. Auch Gr\u00fcnschnitt und Landschaftspflegeholz sind unter den jetzigen Rahmenbedingungen preislich attraktiv. Dies k\u00f6nnte sich \u00e4ndern, wenn aufgrund steigender Nachfrage kommunale Zusch\u00fcsse f\u00fcr die Entsorgung entfallen. Im Rahmen der Studie wurde ein weiterer interessanter Rohstoff aus der Biogasgewinnung untersucht.<\/p>\n<p><b>Weizenpreis bestimmt Verf\u00fcgbarkeit<\/b><br \/>Im zweiten Teil der Studie geht es um die Frage, ob f\u00fcr die vier favorisierten Nischenkulturen Miscanthus, Hanf, Pappeln und Weide ausreichend Ackerfl\u00e4che zur Verf\u00fcgung steht, um diese auf gro\u00dfen Fl\u00e4chen anbauen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sollte sich der Weizenpreis auf hohem Niveau stabilisieren, wird es schwer, zus\u00e4tzliche Fl\u00e4chen f\u00fcr Miscanthus, Hanf, Pappeln oder Weiden zu akquirieren. Erst wenn die ermittelten Einsparungen durch Skaleneffekte und technischen Fortschritt realisiert werden, k\u00f6nnten gr\u00f6\u00dfere Mengen f\u00fcr die Holzwerkstoffindustrie zu attraktiven Preisen zur Verf\u00fcgung stehen. Ein innovativer Weg, ein l\u00e4ngerfristiges Engagement der Landwirte zu gew\u00e4hrleisten, w\u00e4re, den Abnahmepreis f\u00fcr Nischenkulturen, und damit ihre Rendite, an die mit der Leitkultur zu erzielende Rendite zu koppeln. Dadurch erg\u00e4be sich ein Anreiz, bei steigenden Preisen f\u00fcr die Leitkultur, z.B. Weizen, nicht sofort den Anbau der Nischenkultur aufzugeben. F\u00fcr die Industrie w\u00fcrde dies die Verf\u00fcgbarkeit der Holzsubstitute gew\u00e4hrleisten, andererseits aber auch das Preisrisiko erh\u00f6hen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die zunehmende rein energetische Nutzung von Holz f&uuml;hrt zu einer Konkurrenz auf den Beschaffungsm&auml;rkten und zu einer Holzverknappung. Die Holzwerkstoffindustrie, der zweitgr&ouml;&szlig;te Rohholzverbraucher nach der<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[19232,4,443],"class_list":["post-11460","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-fachagentur-nachwachsende-rohstoffe-e-v-fnr","supplier-nova-institut-gmbh","supplier-verband-der-deutschen-holzwerkstoffindustrie-ev-vhi"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11460","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11460"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11460\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11460"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}