{"id":11454,"date":"2009-01-28T00:00:00","date_gmt":"2009-01-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090128-02n"},"modified":"2009-01-28T00:00:00","modified_gmt":"2009-01-27T22:00:00","slug":"swisscell-wetterfeste-papierwaben-fuer-bau-und-daemmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/swisscell-wetterfeste-papierwaben-fuer-bau-und-daemmung\/","title":{"rendered":"SwissCell: Wetterfeste Papierwaben f\u00fcr Bau und D\u00e4mmung"},"content":{"rendered":"<p><b>Witterungsbest\u00e4ndige Hybridpanele in Waben-Technologie aus kunstharzgetr\u00e4nkter Cellulose produziert ein schweizer Unternehmen seit Anfang des Jahres in Kiel. Den Einsatz der leichten und kosteng\u00fcnstigen Panele sieht der Hersteller SwissCell unter anderem im Baubereich. Auf den Einsatz in Enticklungsl\u00e4ndern ausgerichtet ist das aus SwissCell-Paneelen gefertigte &#8220;Universal World Haus&#8221;, dessen Prototyp in Kiel aufgebaut wurde. Vakuumierte Panele  als Hochleistungs-D\u00e4mmstoffe dagegen zielen offensichtlich auf den Baustoffmarkt der Industriel\u00e4nder.<\/b> <\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090128-02\/SwissCell.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Christian M\u00f6ller, Niederlassungsleiter der The Wall <br \/>AG f\u00fcr Deutschland, pr\u00e4sentiert die Wabenstruktur <br \/>der SwissCell-Panele.&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Christian M\u00f6ller, Niederlassungsleiter der The Wall <br \/>AG f\u00fcr Deutschland, pr\u00e4sentiert die Wabenstruktur <br \/>der SwissCell-Panele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><b>Produktion der Swiss-Panele<\/b><br \/>In Altenholz bei Kiel ist planm\u00e4\u00dfig die Vorserienproduktion der SwissCell-Paneele angelaufen. Wie ihr Erfinder Gerd Niem\u00f6ller mitteilt, habe man die Fabrikr\u00e4ume nahezu komplett eingerichtet. In der ersten Stufe der Installation k\u00e4me es vor allem auf die Feinabstimmung der mechanischen und elektronischen Komponenten an, so der Maschinenbau-Ingenieur und Verwaltungsrat der The Wall AG. &#8220;Bis Ende dieses Jahres soll wie geplant der Vollautomat laufen, so dass wir die Anfang 2009 die ersten Kunden beliefern k\u00f6nnen. Die Anfragen \u00fcbersteigen aber bei weitem unsere Kapazit\u00e4ten.&#8221;<\/p>\n<p>Dabei sind zwischen zwei oder mehr Deckschichten sechseckige Waben so miteinander verbunden, dass sich \u00e4u\u00dferst stabile und gleichzeitig leichte Montagepaneele in unterschiedlichsten Gr\u00f6\u00dfen f\u00fcr vielf\u00e4ltige Einsatzzwecke ergeben. Das Unternehmen verwendet f\u00fcr den Wabenkern mit Kunstharz getr\u00e4nktes Papier. Unter hohem Druck und gro\u00dfer Hitze verwandelt es sich zu einem sehr widerstandf\u00e4higen und zudem sehr g\u00fcnstig zu produzierenden Material. Dieses von dem Schweizer Ingenieurb\u00fcro TPHSwiss entwickelte und gesch\u00fctzte Produktionsverfahren erlaubt eine besonders schnelle, preiswerte und vollautomatische Herstellung von Wabenelementen f\u00fcr den Massenmarkt.<\/p>\n<p>Bei SwissCell handelt es sich um Hybridpaneele in seit Jahrzehnten bew\u00e4hrter Waben-Technologie. Dabei besteht der Kern der Platten aus sechseckigen Strukturen, \u00e4hnlich einer Honigwabe. Dies ergibt \u00e4u\u00dferst stabile und dabei sehr leichte Halbfertigprodukte, beispielsweise f\u00fcr Tore und Trennw\u00e4nde, aber auch im Fahrzeug- und Flugzeugbau. Nachteile herk\u00f6mmlicher Waben-Technologie: Die Zellkerne m\u00fcssen aus einem Material bestehen, dass bei m\u00f6glichst geringem spezifischen Gewicht hohen mechanischen Belastungen standh\u00e4lt, Aluminium beispielweise. Das macht die Fertigung aufw\u00e4ndig, teuer und energieintensiv.<\/p>\n<p>Das gesamte Paneel &#8211; Waben und initiale Deckschichten &#8211; besteht bei SwissCell dagegen aus kunstharzgetr\u00e4nkter Cellulose (Papier), die sich in einem speziellen Verfahren unter gro\u00dfem Druck und hohen Temperaturen zu hauchd\u00fcnnen, extrem stabilen und sehr leichten Strukturen verwandelt. Zell- und Deckschichten sind homogen miteinander verbunden, SwissCell-Paneele sind damit witterungsbest\u00e4ndig und lassen sich sogar zu Wasserbecken verbauen. Aufgrund der geringen Rohstoffpreise und der vollautomatischen Produktion ohne manuelle Montageschritte sind die Platten ausgesprochen kosteng\u00fcnstig herzustellen. Sie liegen beim Quadratmeterpreis erheblich unter vergleichbaren Waben-Paneelen und zielen daher auf einen Massenmarkt.<\/p>\n<p>Ein weiterer gro\u00dfer Vorteil von SwissCell: Die einzelnen Waben lassen sich zu &#8220;Vacuum Isolated Panels&#8221; (VIPs) evakuieren, so dass im Innern des Paneels ein Feinvakuum herrscht. Dieses Vakuum bleibt auch bei der Montage fast vollst\u00e4ndig erhalten, da nur die Waben an den Schnittkanten bel\u00fcftet werden. Die D\u00e4mmleistung evakuierter SwissCell-Paneele entspricht etwa dem Zehnfachen herk\u00f6mmlicher Hartschaumplatten bei nur einem Drittel der Kosten. So isoliert eine nur f\u00fcnf Zentimeter dicke SwissCell-Platte genauso gut wie eine 50 Zentimeter dicke Platte aus Hartschaum. SwissCell leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Energieeinsparung und daher zum Umweltschutz.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber bisher vorherrschenden Verbundwerkstoffen zeigen alle SwissCell-Paneele eine deutlich g\u00fcnstigere Umweltbilanz: Das auf Cellulose aufbauende Grundmaterial l\u00e4sst sich dem Recyclingkreislauf entnehmen, hinsichtlich des produktionsbedingten Energieeinsatzes ergeben sich durch die Verwendung station\u00e4rer Blockheizkraftwerke au\u00dferdem Einsparungen bei Stromverbrauch und Emissionen.<\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20090128-02\/afrika-haus.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"afrika-haus.jpg\"\/><b>65.000 \u20ac-Fertighaus f\u00fcr Afrika<\/b><br \/>In Kiel stellte das Unternehmen den Prototypen des &#8220;Universal World House&#8221; vor. In Nigeria sollen Siedlungen komplett aus den neuen Konstruktionselementen errichtet werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Gerd Niem\u00f6ller, Erfinder der SwissCell-Paneele und Verwaltungsrat der The Wall AG, geht ein Traum in Erf\u00fcllung: &#8220;Der Prototyp unseres Universal World House ist fertig. Es besteht vollst\u00e4ndig aus dem von uns entwickelten Hybrid-Bauelementen, sogar Regale und Bettgestelle sind aus SwissCell.&#8221; Zu besichtigen ist das  Haus in Kiel-Altenholz, am Standort des SwissCell-Entwicklungszentrums. 36 Quadratmeter betr\u00e4gt die Grundfl\u00e4che, das Haus ist wetterfest und stabil.<\/p>\n<p>&#8220;Unser Ziel war es von Anfang an, f\u00fcr die Slum-Gebiete dieser Erde umweltfreundliche, praktische und vor allem preisg\u00fcnstige Wohnm\u00f6glichkeiten zu schaffen&#8221;, erkl\u00e4rt Niem\u00f6ller. &#8220;Auf der Basis der SwissCell-Paneele ist dies endlich m\u00f6glich.&#8221; Nur rund 5.000 Dollar kostet ein &#8220;Universal World House&#8221; inklusive Basiseinrichtung. Nicht nur der Zusammenbau soll sp\u00e4ter vor Ort erfolgen, sondern auch die Produktion der Paneele. &#8220;Wir liefern lediglich die Rohstoffe und die automatisch laufenden SwissCell-Maschinen, alles andere erledigen einheimische Kr\u00e4fte.&#8221; Damit reduziert sich laut Niem\u00f6ller einerseits der Transportaufwand, andererseits schaffe man damit Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n<p><b>\u00dcber The Wall AG<\/b><br \/>The Wall AG ist eine 2008 gegr\u00fcndete Schweizer Aktiengesellschaft mit Sitz in Schaffhausen, deutscher Niederlassung in Ratingen bei D\u00fcsseldorf und Produktionsanlagen in Kiel. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt unter dem Markennamen SwissCell Konstruktionselemente auf Basis der Waben-Technologie (Honeycomb Technology). <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Witterungsbest&auml;ndige Hybridpanele in Waben-Technologie aus kunstharzgetr&auml;nkter Cellulose produziert ein schweizer Unternehmen seit Anfang des Jahres in Kiel. 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