{"id":11423,"date":"2009-02-16T00:00:00","date_gmt":"2009-02-15T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20090216-03n"},"modified":"2009-02-16T00:00:00","modified_gmt":"2009-02-15T22:00:00","slug":"biogas-rwe-plant-guellevergaerung-im-grossen-stil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biogas-rwe-plant-guellevergaerung-im-grossen-stil\/","title":{"rendered":"Biogas: RWE plant G\u00fclleverg\u00e4rung im gro\u00dfen Stil"},"content":{"rendered":"<p><b>RWE Innogy und der Westf\u00e4lisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) haben eine Kooperationsvereinbarung im Bereich Biogas unterzeichnet. Ziel der neuen Zusammenarbeit ist die Errichtung und der Betrieb von Biogasanlagen, die fast ausschlie\u00dflich auf Basis von G\u00fclle betrieben werden. Die bei der Erzeugung von Biogas anfallenden G\u00e4rreste werden in einem neu entwickelten, aufw\u00e4ndigen Verfahren vollst\u00e4ndig aufbereitet. Es verbleibt ein hochwertiger D\u00fcnger, der wieder in landwirtschaftlichen Ackerbauregionen eingesetzt werden wird, und gereinigtes Wasser. Das erzeugte Biogas wird in das \u00f6ffentliche Erdgasnetz eingespeist und von RWE Energy vertrieben. Damit setzen die Partner ein wegweisendes Kreislaufkonzept zur energetischen Nutzung von Biomasse um.<\/b><\/p>\n<p>Prof. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von RWE Innogy: &#8220;Mit dieser Kooperation wollen wir die Entwicklung von Biogas einen gro\u00dfen Schritt voranbringen. Die Bedingungen hierzulande sind ideal, denn die Einspeisung ist angesichts des dichten Erdgasnetzes selbst in d\u00fcnn besiedelten Gebieten m\u00f6glich.&#8221; Einmal in das \u00f6ffentliche Erdgasnetz eingespeist, kann Biogas an praktisch jedem Ort zu Strom oder W\u00e4rme umgewandelt werden. &#8220;Dabei ist es uns wichtig, unsere Anlagen genau auf die Bed\u00fcrfnisse einer jeden Region auszurichten. Das ist uns mit diesem Ansatz sehr gut gelungen.&#8221;<\/p>\n<p><b>N\u00e4hrstoff\u00fcbersch\u00fcsse in viehintensiven Regionen reduzieren<\/b><br \/>WLV-Pr\u00e4sident Franz Josef M\u00f6llers erg\u00e4nzt: &#8220;Mit diesem neuen Anlagenkonzept l\u00f6sen wir viele Probleme: In Regionen mit intensiver Tierhaltung reduzieren wir N\u00e4hrstoff\u00fcbersch\u00fcsse. F\u00fcr die Landwirtschaft schaffen wir mit der Produktion von Biogas und der Vermarktung von D\u00fcnger zus\u00e4tzliche Einnahmequellen. Die Hauptaufgabe unserer Landwirtschaft wird auch in Zukunft darin bestehen, hochwertige Nahrungsmittel zu erzeugen. Mit der neuen Kooperation stellen wir uns aber auch den Erwartungen der Gesellschaft, die von der Landwirtschaft einen sp\u00fcrbaren Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien erwartet. Der jetzt gew\u00e4hlte Ansatz ist eine behutsame Weiterentwicklung dieses Engagements und w\u00fcrdigt ausdr\u00fccklich die berechtigten Interessen unserer Nahrungsmittel produzierenden Betriebe.&#8221;<\/p>\n<p><b>9-Megawatt-Anlage auf G\u00fcllebasis geplant<\/b><br \/>Der Baubeginn der ersten Pilotanlage im M\u00fcnsterland (Kreis Borken) ist nach derzeitigem Planungsstand bereits f\u00fcr September dieses Jahres geplant. Die Inbetriebnahme k\u00f6nnte dann im Fr\u00fchjahr 2010 erfolgen. Die Anlage soll auf 9 MW<sub>th<\/sub> ausgelegt sein und k\u00f6nnte damit j\u00e4hrlich 60 GWh Biogas und 8 GWh Strom in das \u00f6ffentliche Gasnetz einspeisen. Damit k\u00f6nnten umgerechnet rund 2.500 Haushalte im Jahr rund um die Uhr mit Gas versorgt werden. Daneben ist auch eine Direktverstromung in Kraft-W\u00e4rme-Kopplung am Standort geplant. Als Substrate werden zu 90 Prozent G\u00fclle und G\u00fcllefeststoffe eingesetzt, insgesamt 200.000 Tonnen. Die verbleibenden 10 Prozent sollen aus sogenannten landwirtschaftlichen Zwischenfr\u00fcchten bestehen, beispielsweise Sonnenblumen oder Gras. Die Verwertung von landwirtschaftlichen Hauptfr\u00fcchten, wie Mais oder Getreide, ist dagegen im Nutzungskonzept ausgeschlossen, um nicht in Konkurrenz zur Produktion von Nahrungsmitteln zu treten.<\/p>\n<p>Olaf Heil, Leiter Neue Anwendungstechniken bei RWE Innogy: &#8220;Mit der Anlage betreten wir im Bereich der G\u00e4rresteaufbereitung technologisches Neuland. Die G\u00e4rreste aus der G\u00fclle werden als hochwertiger D\u00fcnger transportw\u00fcrdig. Geruchsemissionen werden nicht auftreten, da der gesamte Prozess in einem geschlossenen System abl\u00e4uft.&#8221;<\/p>\n<p>F\u00fcr die Realisierung und den Betrieb der ersten Biogasanlage des neuen Typs gr\u00fcnden die Landwirtschaft und RWE Innogy eine Projektgesellschaft. Zudem \u00fcbernimmt die Landwirtschaft die Beschaffung der Substrate, die Aufbereitung der G\u00e4rreste und die Vermarktung des entstandenen D\u00fcngers. Gemeinsam werden RWE Innogy und der WLV die technologische Entwicklung des neuen Verfahrens zur Umwandlung der G\u00e4rreste in hochwertigen D\u00fcnger weiter optimieren. Bei erfolgreichem Betrieb der Pilotanlage sind weitere Anlagen in der Region geplant. RWE Innogy will das Konzept zudem auf weitere Regionen in Deutschland und Europa ausweiten.<\/p>\n<p>Wie top agrar online berichtet, soll die Schweine- und Rinderg\u00fclle laut Dr. Olaf Heil von RWE bereits auf den liefernden Betrieben mit einer mobilen Zentrifuge separiert werden. Das Ergebnis w\u00e4ren 80% fl\u00fcssiger D\u00fcnger, der auf dem Betrieb bleibt (N,K) und 20% feste Bestandteile (P), die zur Biogasanlage gehen. Die Separationskosten von 3 Euro\/m<sup>3<\/sup> w\u00fcrde der Landwirt zahlen. Allerdings w\u00fcrde er sp\u00e4ter f\u00fcr die abgelieferten Feststoffe eine R\u00fcckverg\u00fctung bekommen.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>RWE Innogy und der Westf&auml;lisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) haben eine Kooperationsvereinbarung im Bereich Biogas unterzeichnet. 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