{"id":11392,"date":"2008-11-06T00:00:00","date_gmt":"2008-11-05T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20081106-15n"},"modified":"2008-11-06T00:00:00","modified_gmt":"2008-11-05T22:00:00","slug":"neuer-masterstudiengang-naturstoffchemie-an-der-fh-lausitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neuer-masterstudiengang-naturstoffchemie-an-der-fh-lausitz\/","title":{"rendered":"Neuer Masterstudiengang Naturstoffchemie an der FH Lausitz"},"content":{"rendered":"<p><b>Ab Sommersemester 2009 startet an der Fachhochschule Lausitz in Senftenberg ein in in dieser fachlichen Breite einzigartiger Masterstudiengang Naturstoffchemie. Qualifizierte Bewerber, die einen guten Bachelor beziehungsweise ein gutes Diplom in Chemie, Biologie oder einem verwandten Fach haben, k\u00f6nnen sich ab sofort bewerben.<\/b> <\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20081106-15\/newsimage.jpeg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Im Bild (von links): Christian Langner und <br \/>Christoph Mihan (Studienbewerber), Prof. Dr. <br \/>Katrin Salchert und Prof. Dr. Alexander Kaiser <br \/>(Organisatoren des Masterstudiengangs <br \/>Naturstoffchemie). Bild: Steffen Rasche&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Im Bild (von links): Christian Langner und <br \/>Christoph Mihan (Studienbewerber), Prof. Dr. <br \/>Katrin Salchert und Prof. Dr. Alexander Kaiser <br \/>(Organisatoren des Masterstudiengangs <br \/>Naturstoffchemie). Bild: Steffen Rasche<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Der dreisemestrige Master vermittelt bei besten Bedingungen anwendungsbereite und laborpraktische Kenntnisse \u00fcber die Stoffe der Natur. Das Studium, das mit einer Master-Thesis abgeschlossen wird, widmet sich sowohl den niedermolekularen Naturstoffen als auch den langkettigen Biomolek\u00fclen. Die Studierenden erlernen in dieser speziellen organischen Chemie die Isolierung, Identifizierung, die chemische und die biochemische Synthese der wichtigsten Naturstoffklassen.<\/p>\n<p><b>Die Chemie aus der Natur<\/b><br \/>Ohne Erd\u00f6l ginge es nicht. Jedenfalls nicht gut. Doch die Ressourcen schwinden zusehends, und eine L\u00f6sung des Dilemmas scheint nicht in Sicht. &#8220;Doch!&#8221;, sagt Prof. Dr. Alexander Kaiser von der FH Lausitz, die Stoffe aus der Natur bieten eine bislang wenig erforschte Anwendungsbreite. Das hat auch die Industrie erkannt und Forschungsprogramme aufgelegt, die die Wirkungs- und Anwendungsgebiete der Stoffe, die aus der Natur gewonnen werden k\u00f6nnen untersuchen, um letztlich die Sch\u00e4tze der Natur nutzen zu k\u00f6nnen. Dazu ben\u00f6tigen die Unternehmen und Forschungseinrichtungen qualifizierte und praxiserfahrene Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Deshalb hat die Fachhochschule Lausitz am Standort Senftenberg einen neuen Masterstudiengang entwickelt, der in Deutschland in seiner fachlichen Breite einzigartig ist: Naturstoffchemie. Nach einem guten Bachelor oder Diplom in Chemie, Biologie oder einem vergleichbaren Studienabschluss k\u00f6nnen sich Absolventen f\u00fcr den Master Naturstoffchemie an der FH Lausitz bewerben. Eigens f\u00fcr diesen neuen Studiengang wurde Professorin Dr. Katrin Salchert berufen. Sie besch\u00e4ftigt sich mit Biopolymeren wie Proteinen und Polysacchariden sowie deren Anwendung in der Zellkultur.<\/p>\n<p>&#8220;Ganz besonders interessant d\u00fcrfte das Thema der Funktionalisierung von Oberfl\u00e4chen sein, das in der aktuellen Forschungslandschaft eine gro\u00dfe Rolle spielt&#8221;, sagt Professorin Dr. Katrin Salchert. Um zu erforschen, wie Oberfl\u00e4chen verschiedener Materialien nach speziellen Anforderungen gestaltet werden k\u00f6nnen, beispielsweise so, dass Zellen auf ihnen wachsen, bedient man sich oft der Vorbilder aus der Natur. &#8220;Die Studenten werden unter anderem den Umgang mit hochmolekularen Biomolek\u00fclen und ihre Eigenschaften kennen lernen, nat\u00fcrlich werde ich auch meine Forschungsthemen mit in das Studium einbeziehen&#8221;, erg\u00e4nzt die Professorin f\u00fcr Naturstoffchemie.<\/p>\n<p>Christoph Mihan ist 23 Jahre und studiert Chemieingenieurwesen an der FH Lausitz. Im Anschluss wird er seinen Master im dreisemestrigen Masterstudiengang Naturstoffchemie machen. &#8220;Ich habe eine Leidenschaft f\u00fcr die Chemie und sch\u00e4tze die pers\u00f6nliche Betreuung an der Hochschule sehr. Das Potential neuer Substanzen fasziniert mich&#8221;, so der Student. Auch der 26-j\u00e4hrige Christian Langner m\u00f6chte nach seinem Bachelor Naturstoffchemiker werden. Warum? &#8220;Weil mein Hauptinteresse der Polymerchemie, der Chemie der gro\u00dfen, langkettigen Molek\u00fcle gilt und auch in der Natur sehr interessante Polymere, Proteine oder Nukleins\u00e4uren vorkommen, die vielleicht ungeahnte M\u00f6glichkeiten der Anwendung in sich bergen&#8221;, sagt der junge Mann.<\/p>\n<p>So nennt er als Beispiel, dass in der Naturheilkunde schon sehr lange Pflanzen angewandt werden, ohne genau zu wissen, welche Wirkstoffe nun genau f\u00fcr Linderung der Beschwerden sorgen. &#8220;Das sind statistisch belegte Wirkungen, deren Grundlage ich gerne wissenschaftlich nachweisen w\u00fcrde.&#8221; Der Nachweis einer solchen Wirkungsweise ist sehr, sehr lang und aufw\u00e4ndig, erz\u00e4hlen die Studenten weiter. Bis ein Wirkstoff aus den zahlreichen Inhaltsstoffen einer Pflanze extrahiert, herausgel\u00f6st sei, vergehe oft eine lange Zeit der Laborarbeit. Erst danach k\u00f6nnen sich die Wissenschaftler daran machen, die Wirkungsweise der extrahierten Stoffe zu analysieren und nachzuweisen. Das macht den jungen M\u00e4nnern keineswegs bange, eher im Gegenteil, es fordert ihren Forscherdrang. Das Handwerks- und wissenschaftliche R\u00fcstzeug dazu werden sie im neuen Masterstudiengang Naturstoffchemie erwerben.<\/p>\n<p>Einzigartig ist die Bandbreite, mit der sich die Studierenden in den zwei Fachsemestern besch\u00e4ftigen. So liegt ein Schwerpunkt darauf, die ganz winzigen, die niedermolekularen Naturstoffe kennen zu lernen, ein anderer Schwerpunkt widmet sich den gro\u00dfen Biomolek\u00fclen. Die niedermolekularen Naturstoffe finden oft Anwendung in der Pharmazie, die gro\u00dfen Biomolek\u00fcle wie Zucker, Fette und Eiwei\u00dfe bergen m\u00f6glicherweise auch Ersatzcharakter f\u00fcr die so notwendigen, aber endlichen Rohstoffe wie Erd\u00f6l und Kohle. Beispielsweise sei das Meer mit Algen und Schw\u00e4mmen eine ungeahnt reiche und weitgehend unerforschte Naturstoffquelle.<\/p>\n<p>Der Anteil an Praktika im Labor wird dem Anteil Vorlesungen, die teilweise in Englisch gehalten werden, nahezu gleichen. Damit sind die angehenden Master, die im letzten der drei Master-Semester ihre wissenschaftliche Arbeit, die Master-Thesis schreiben, f\u00fcr ein breites Feld an Einsatzgebieten auch ganz praktisch ger\u00fcstet. &#8220;Die Unternehmen legen Wert auf Mitarbeiter, die mit den g\u00e4ngigen Labormethoden vertraut sind und mit den neuesten Nachweismethoden arbeiten&#8221;, sagt Professor Dr. Alexander Kaiser, Prodekan des Fachbereichs. Ganz zum Schluss verraten die angehenden Bachelor noch etwas: &#8220;Auch unsere Forschungskompetenz wird durch den Master erheblich gest\u00e4rkt&#8221;. Und wer wei\u00df: Vielleicht finden die jungen M\u00e4nner nach ihrer fundierten Ausbildung noch unerforschte Wirkstoffe in Pflanzen, von denen jetzt noch niemand wei\u00df, dass es sie \u00fcberhaupt gibt.<\/p>\n<p>Bewerbungen sind bis zum 15. Dezember 2008 m\u00f6glich bei:<br \/>Studentensekretariat der Fachhochschule Lausitz<br \/>Gro\u00dfenhainer Stra\u00dfe 57<br \/>01968 Senftenberg<br \/>Tel. 03573-85-275 und 85-276<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:studamt@fh-lausitz.de\">studamt@fh-lausitz.de<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.fh-lausitz.de\/studium\/informieren-bewerben\/bewerbung\/\" >Online-Bewerbung<\/a><\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Prof. Dr. Ingolf Petrick<br \/>Dekan des Fachbereichs Bio-, Chemie- und Verfahrenstechnik<br \/>Fachhochschule Lausitz<br \/>Tel.: 03573-858 01<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:dekanat-bcv@fh-lausitz.de\">dekanat-bcv@fh-lausitz.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ab Sommersemester 2009 startet an der Fachhochschule Lausitz in Senftenberg ein in in dieser fachlichen Breite einzigartiger Masterstudiengang Naturstoffchemie. 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