{"id":11386,"date":"2008-11-11T00:00:00","date_gmt":"2008-11-10T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20081111-06n"},"modified":"2008-11-11T00:00:00","modified_gmt":"2008-11-10T22:00:00","slug":"european-bioplastics-konferenz-bestaetigt-gutes-klima-fuer-die-biokunststoffbranche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/european-bioplastics-konferenz-bestaetigt-gutes-klima-fuer-die-biokunststoffbranche\/","title":{"rendered":"European Bioplastics Konferenz best\u00e4tigt gutes Klima f\u00fcr die Biokunststoffbranche"},"content":{"rendered":"<p><b>Vom 5.-6. November hat zum dritten Mal die internationale Konferenz der Biokunststoffindustrie &#8220;European Bioplastics Conference&#8221; stattgefunden. Mit rund 300 Teilnehmern aus 26 L\u00e4ndern und 22 Ausstellern konnte die diesj\u00e4hrige Konferenz in Berlin an die Erfolge der letzten Jahre ankn\u00fcpfen. Damit best\u00e4tigt die Veranstaltung erneut ihre Rolle als f\u00fchrender Branchentreff in Europa. Mit weltweiten Investitionen in neue Produktionsst\u00e4tten bereitet sich die Biokunststoffindustrie auf weiterhin starkes Wachstum vor.<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20081111-06\/Teilnehmer-1.gif\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"&copy; European Bioplastics\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">&copy; European Bioplastics<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Der Markt f\u00fcr Biokunststoffe hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Ausgehend von einer weltweiten Produktionskapazit\u00e4t von 150.000 Tonnen im Jahr 2006 werden bis zu zwei Millionen Tonnen im Jahr 2011 erwartet. Diese positiven Entwicklungen best\u00e4tigte auch Kai Wagner, Regierungsdirektor im Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Technologie in seiner Er\u00f6ffnungsrede: &#8220;Biokunststoffe f\u00f6rdern den l\u00e4ndlichen Raum und bieten der High-Tech-Industrie ausgezeichnete Entwicklungschancen. Mit steigendem Einsatz von Biokunststoffen werden qualifizierte Arbeitspl\u00e4tze und \u00f6konomisches Wachstum geschaffen.&#8221;<\/p>\n<p>\u00dcberzeugt von den Chancen der Biokunststoffindustrie \u00e4u\u00dferten sich auch die Keynote Sprecher Dr. Michael Stumpp, Leiter der Gesch\u00e4ftseinheit &#8220;Specialty Polymers&#8221; bei BASF und Armand Klein, Europe Business Director Applied Bio-Sciences von DuPont. &#8220;Der Markt f\u00fcr Biokunststoffe ist bereits zu einem wichtigen Markt geworden, sowohl f\u00fcr den Einzelhandel als auch f\u00fcr die Hersteller. Ich bin \u00fcberzeugt davon, dass der Markt in den n\u00e4chsten paar Jahren schnell und nachhaltig wachsen wird&#8221;, so Michael Stumpp. Armand Klein hebt hervor: &#8220;Wir m\u00fcssen die negativen Einfl\u00fcsse auf die Umwelt drastisch reduzieren. Der Einsatz von Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, die heute bereits verf\u00fcgbar sind, kann ein Schritt in die richtige Richtung sein.&#8221;<\/p>\n<p>Mit wachsenden Produktionskapazit\u00e4ten wird Biokunststoff auch f\u00fcr Markenartikler zunehmend interessanter. In einer entsprechenden Vortragsreihe wurden neue Produkte vom f\u00fchrenden italienischen Mineralbrunnen Sant Anna und Telecom Italia vorgestellt. Ferrero verfolgt den Fortschritt der Branche mit hohem Interesse: &#8220;Ferrero achtet darauf, dass w\u00e4hrend der gesamten Produktfertigung Ressourcen geschont und Emissionen minimiert werden. Biokunststoffe sind Teil eines globalen Plans zur Verringerung negativer Auswirkungen auf die Umwelt&#8221;, sagt Filippo Velli, Packaging Deputy Director. <\/p>\n<p>In einer Podiumsdiskussion zur Fragestellung &#8220;Gibt es genug Anbaufl\u00e4che, um alle Bed\u00fcrfnisse nach Agrarrohstoffen zu befriedigen?&#8221; lieferten die Teilnehmer Zahlen und Fakten. F\u00fcr alle Anwendungen von Biomasse, so die Meinung der Experten, stehen gen\u00fcgend Fl\u00e4chen zur Verf\u00fcgung. Biokunststoffe stellen daher keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion dar. <\/p>\n<p>Andreas Pilzecker von der Europ\u00e4ischen Kommission, Generaldirektorat Landwirtschaft und l\u00e4ndliche Entwicklung machte deutlich, dass Biokunststoffe nicht f\u00fcr den Preisanstieg von Agrarrohstoffen verantwortlich gemacht werden k\u00f6nnen: &#8220;Die Europ\u00e4ische Kommission hatte schon im Jahr 2006 den zu erwartenden Einfluss eines &#8220;10% -Biokraftstoffziels&#8221; auf den Fl\u00e4chenbedarf und die Getreidepreise untersucht und hat herausgefunden, dass die Biokraftstoffproduktion nur einen m\u00e4\u00dfigen Einfluss aus\u00fcben wird. Biokunststoffe ben\u00f6tigen einen deutlich kleineren Anteil der landwirtschaftlichen Produktion und k\u00f6nnen daher noch viel weniger f\u00fcr einen Preisanstieg verantwortlich gemacht werden.&#8221; Michael Carus, Leiter des nova-Instituts, unterstrich die Aussage von Andreas Pilzecker und zeigte, dass derzeit lediglich 0,05 Prozent der europ\u00e4ischen Agrarfl\u00e4che zur Erzeugung von Biokunststoffen genutzt w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Des Weiteren wurde im Podium gefordert, die europ\u00e4ische Agrarpolitik wie auch die europ\u00e4ischen Strategien f\u00fcr Biokraftstoffe und Bioenergie besser auf die industrielle Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen abzustimmen. &#8220;Es ist an der Zeit, dass die industrielle der energetischen Nutzung in Br\u00fcssel endlich gleichgestellt wird\u201d, machte Carus deutlich. Der Leiter des Fachbereichs Recht, Soziales und Wirtschaftspolitik beim Deutschen Bauernverband Udo Hemmerling erg\u00e4nzte: &#8220;Es geht nicht um ein &#8220;entweder oder&#8221;, sondern um ein vern\u00fcnftiges &#8220;sowohl als auch&#8221; bei der Verwendung von Agrarerzeugnissen zur Produktion von Nahrungsmitteln oder als Rohstoff f\u00fcr die industrielle Nutzung. Die Bauern sind flexibel und k\u00f6nnen auf jede Nachfrage schnell reagieren, ob nach Nahrungsmitteln oder bio-basierten Produkten.&#8221;<\/p>\n<p>Neben wichtigen Themen wie der Zertifizierung und Kennzeichnung von Biokunststoffen pr\u00e4sentierten \u00fcber 25 Unternehmen die neuesten Entwicklungen von Materialien und Anwendungen im Biokunststoffsektor. Die Vortr\u00e4ge reichten von neuen Verpackungsl\u00f6sungen mit verbesserten Barriereeigenschaften und l\u00e4ngeren Produkthaltbarkeiten durch Folienkombination \u00fcber Werkstoffverbesserungen durch Compoundierung und Additivierung bis hin zu einer Vielzahl von Produkten au\u00dferhalb des Verpackungsbereichs. Als \u00e4u\u00dferst viel versprechend wurden Biokunststofffolien f\u00fcr den Agrarbereich bezeichnet: Eine aktuelle Studie der Forschungsgemeinschaft Biologisch Abbaubare Werkstoffe e.V. (FBAW) belegt die Vorteile und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Folien in der Praxis.<\/p>\n<p>Harald Kaeb, Vorstandsvorsitzender des Verbands zeigte sich sehr erfreut \u00fcber die Veranstaltung und zog eine positive Bilanz: &#8220;Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Konferenz. Auch in diesem Jahr hat sie erneut Industrieteilnehmer aus aller Welt angezogen und eine wichtige Plattform f\u00fcr den Austausch aktueller Themen der Branche geboten. Dies best\u00e4tigt unser Konzept der European Bioplastics Konferenzen. Wir freuen uns schon jetzt auf die n\u00e4chste Veranstaltung im Jahr 2009.&#8221; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Vom 5.-6. November hat zum dritten Mal die internationale Konferenz der Biokunststoffindustrie &#8220;European Bioplastics Conference&#8221; stattgefunden. 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