{"id":11381,"date":"2008-11-13T00:00:00","date_gmt":"2008-11-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20081113-05n"},"modified":"2008-11-13T00:00:00","modified_gmt":"2008-11-12T22:00:00","slug":"evonik-forschungspreis-fuer-biokatalyse-zur-herstellung-neuer-medikamente-und-stoffgruppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/evonik-forschungspreis-fuer-biokatalyse-zur-herstellung-neuer-medikamente-und-stoffgruppen\/","title":{"rendered":"Evonik: Forschungspreis f\u00fcr Biokatalyse zur Herstellung neuer Medikamente und Stoffgruppen"},"content":{"rendered":"<p><b>Am Schluss brachten Enzyme den Sieg: In der Endrunde des hoch dotierten European Science-to-Business Award von Evonik mit dem Schwerpunktthema Wei\u00dfe Biotechnologie setzte sich Dr. Paul Dalby, 35, vom University College London gegen zwei weitere europ\u00e4ische Bewerberteams durch. Die von Dalby entwickelte Methode, Enzyme miteinander zu kombinieren und ma\u00dfgerecht auf neue Aufgaben zuzuschneiden, \u00fcberzeugte die international besetzte Jury. Konkret geht es um einen biokatalytischen Prozess, durch den sich k\u00fcnftig neue Medikamente und Stoffgruppen auf biotechnischem Weg herstellen lassen.<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20081113-05\/presse_paul_dalby_boot_10.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Dr. Paul Dalby. Bild: Evonik\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Dr. Paul Dalby. Bild: Evonik<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&#8220;Der Preistr\u00e4ger, aber auch die beiden anderen nominierten Teams haben eindrucksvoll bewiesen, wie sich herausragende Forschung mit Unternehmergeist paart&#8221;, sagte Dr. Alfred Oberholz, Mitglied des Vorstandes der Evonik Industries AG, bei der Award Ceremony am 12. November 2008 in Berlin. Die Projekte zeigten nicht nur das immense Potenzial der Wei\u00dfen Biotechnologie f\u00fcr die Zukunft, sondern bef\u00e4nden sich auch alle an der Schwelle zur wirtschaftlichen Nutzung oder h\u00e4tten diesen Schritt sogar schon gemacht. &#8220;Sie erf\u00fcllen damit eine wesentliche Bedingung des Innovationspreises von Evonik: wissenschaftliche Innovationen in wirtschaftlich nutzbare Produkte umzusetzen&#8221;, so Oberholz.<\/p>\n<p>Evonik Industries hat den &#8220;European Science-to-Business Award&#8221; im November 2005 ins Leben gerufen. In diesem Jahr wird er unter der Schirmherrschaft von Dr. Arend Oetker, Pr\u00e4sident des Stifterverbandes f\u00fcr die Deutsche Wissenschaft, und in Partnerschaft mit der Universit\u00e4t St. Gallen, Schweiz, sowie der Financial Times Deutschland verliehen. So ist der Forschungspreis zus\u00e4tzlich auch noch mit der Teilnahme-M\u00f6glichkeit an einem Management-Kurs an der Universit\u00e4t St. Gallen verbunden.<\/p>\n<p>Ziel des Preises ist es, die schnelle und effiziente Umsetzung von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in erfolgreiche Produkte zu f\u00f6rdern. Dies ist ein Ansatz, den Evonik l\u00e4ngst in der eigenen Forschung verankert hat: Mit der Er\u00f6ffnung des Science-to-Business Center Eco<sup>2<\/sup> (S2B Eco<sup>2<\/sup>) am Standort Marl verf\u00fcgt der Konzern nach den Centern Nanotronics und Biotechnology nun schon \u00fcber die dritte Einrichtung dieser Art.<\/p>\n<p>In der wei\u00dfen Biotechnologie liegen nach Ansicht von Stifterverbandspr\u00e4sident Arend Oetker gro\u00dfe Chancen f\u00fcr Wirtschaft und Umwelt. &#8220;Die neuen Verfahren bringen nicht nur Geld ein, sondern schonen auch die wertvollen Ressourcen des Planeten. Deutschland und Europa d\u00fcrfen diesen Zug nicht verpassen&#8221;, sagt Oetker.<\/p>\n<p>Dem Science-to-Business-Gedanken entspricht das siegreiche Projekt in jeder Hinsicht. Zum einen er\u00f6ffnet die entwickelte Methode neue biotechnische M\u00f6glichkeiten um neue Medikamente und Chemikalien herzustellen. Zum anderen k\u00f6nnte damit der Einsatz der Biokatalyse bei der Herstellung einer speziellen Stoffgruppe \u2013 Fachleute sprechen von chiralen Verbindungen \u2013 gesteigert werden:  von heute etwa zehn Prozent mittelfristig um einen weiteren Prozentpunkt. Allein dies w\u00fcrde einen Umsatz von zus\u00e4tzlich bis zu 30 Millionen Euro pro Jahr bedeuten. Der Einsatz des biotechnologischen Verfahrens macht die Herstellung chemischer Produkte attraktiver, schneller und preiswerter. Dar\u00fcber hinaus ist der Prozess auch noch mild, umweltschonend und energieeffizient. <\/p>\n<p>Neben Paul Dalby hatten es von den zahlreichen hochkar\u00e4tigen Bewerbungen zwei weitere Teams bis in die Endrunde geschafft: Zum einen Dr. Thorsten Eggert, evocatal GmbH, D\u00fcsseldorf, und zum anderen Dr. Thomas Drepper, Heinrich-Heine Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf, sowie Dr. Thore Rohwerder, Universit\u00e4t Duisburg-Essen.<\/p>\n<p>Eggert und Drepper haben neue fluoreszierende Proteine entwickelt, die die Verfolgung zellul\u00e4rer Abl\u00e4ufe auch unter Ausschluss von Sauerstoff erm\u00f6glichen. Die &#8220;leuchtenden Reporter&#8221; erlauben erstmals gr\u00f6\u00dfere Einblicke in die sauerstofffreien Prozesse unseres Lebens. Sie sind zum Beispiel nutzbar, um im K\u00f6rper Tumore aufzusp\u00fcren. Oder sie dienen als Umwelt-Marker, als &#8220;Positionslichter&#8221; also, mit denen sich schadstoffabbauende Bakterien in einem sauerstofffreien Umfeld kennzeichnen und lokalisieren lassen.<\/p>\n<p>Rohwerder hat ein Enzym gefunden, mit dem ein verzweigtkettiger C4-K\u00f6rper auf petrochemischer Basis in einen linearen \u00fcberf\u00fchrt wird. Dieses Enzym, eingebaut in einen Zuckerstoffwechsel, kann eine Vorstufe f\u00fcr Methylmethacrylat erzeugen. Mit der neuen, umweltschonenderen und effizienteren Biosynthese k\u00f6nnte die Vision wahr werden, &#8220;Acrylglas aus Zucker&#8221; zu erzeugen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Am Schluss brachten Enzyme den Sieg: In der Endrunde des hoch dotierten European Science-to-Business Award von Evonik mit dem Schwerpunktthema Wei&szlig;e Biotechnologie setzte sich Dr.<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[675,43,681,679,678,680,677],"class_list":["post-11381","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-evocatal-gmbh","supplier-evonik-industries-ag","supplier-financial-times-deutschland","supplier-stifterverbandes-fuer-die-deutsche-wissenschaft","supplier-universitaet-duisburg-essen","supplier-universitaet-st-gallen","supplier-university-college-london"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11381","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11381"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11381\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11381"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11381"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11381"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11381"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}