{"id":113801,"date":"2022-05-20T07:22:00","date_gmt":"2022-05-20T05:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=113801"},"modified":"2022-07-30T13:39:56","modified_gmt":"2022-07-30T11:39:56","slug":"gruner-wasserstoff-macht-industriestandorte-resilient","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gruner-wasserstoff-macht-industriestandorte-resilient\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcner Wasserstoff macht Industriestandorte resilient"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.ipa.fraunhofer.de\/de\/Publikationen\/studien\/I-H2-Hub-BW.html\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ipa.fraunhofer.de\/de\/presse\/presseinformationen\/gruener-wasserstoff-macht-industriestandorte-resilient\/jcr:content\/contentPar\/sectioncomponent_cop\/sectionParsys\/textwithasset_183110\/imageComponent\/image.img.jpg\/1652193143989\/Titelseite-Studie-I-H2-Hub-BW.jpg\" alt=\"Titelseite der Studie \u00bbIndustrielle Wasserstoff-Hubs in Baden-W\u00fcrttemberg\u00ab\" width=\"343\" height=\"485\" title=\"Titelseite_Studie_I-H2-Hub-BW.jpg\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Gr\u00fcner Wasserstoff, der dezentral mit Hilfe regenerativer Energiequellen erzeugt wird, hat das Potenzial, den Energiebedarf von Industrie und Schwerverkehr regional zu decken. Zu diesem Ergebnis kommt eine <a href=\"https:\/\/www.ipa.fraunhofer.de\/de\/Publikationen\/studien\/I-H2-Hub-BW.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Studie des Fraunhofer IPA<\/a>, die jetzt ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbDie Nutzung von Gr\u00fcnem Wasserstoff ist \u00f6kologisch und \u00f6konomisch sinnvoll\u00ab, davon ist <strong>Dr. J\u00fcrgen Henke<\/strong> \u00fcberzeugt: \u00bbWasserstoff, der mit Hilfe regenerativer Energien gewonnen wird, l\u00e4sst sich f\u00fcr verschiedene industrielle Prozesse nutzen, die Herstellung ist klimaneutral und verringert die Abh\u00e4ngigkeit von Gasimporten.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>In der jetzt erschienenen Studie \u00bb<a href=\"https:\/\/www.ipa.fraunhofer.de\/de\/Publikationen\/studien\/I-H2-Hub-BW.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Industrielle Wasserstoff-Hubs in Baden-W\u00fcrttemberg<\/a>\u00ab, kurz I-H2-Hub-BW, hat Henke zusammen mit seinem Team eine F\u00fclle von Daten zusammengetragen und ausgewertet. Das Ergebnis: Dezentrale Wasserstofferzeugung und Nutzung zahlt sich aus, wenn man die Verteilerzentren, englisch Hubs, richtig platziert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Transportkosten sparen durch dezentrale Herstellung<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00bbDas Ziel der Studie war es, Kriterien f\u00fcr die Standortauswahl zu erarbeiten\u00ab, erl\u00e4utert der Forscher. An erster Stelle steht hier die Verf\u00fcgbarkeit von \u00d6kostrom, der vor Ort mit Photovoltaik, Wind- oder Wasserkraft gewonnen werden kann. Mit dem \u00d6kostrom werden in den Hubs die Elektrolyseure betrieben, die Wasser in seine Bestandteile zerlegen. Um Transportkosten zu vermeiden, m\u00fcssen die Hubs m\u00f6glichst nahe bei den Verbrauchern stehen. Das zweite wichtige Kriterium f\u00fcr die Standortwahl ist daher der Bedarf der ortsans\u00e4ssigen Industrie an Prozessw\u00e4rme, Hochtemperaturprozessen und Wasserstoffgas, beispielsweise f\u00fcr die Herstellung von Stickstoffd\u00fcnger. Und auch die Infrastruktur ist wichtig: Ideale Standorte befinden sich in der N\u00e4he stark befahrener Stra\u00dfen mit Lkw-Betriebsh\u00f6fen, an denen Wasserstoff-Tankstellen eingerichtet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Hilfe der Standort-Kriterien konnte das Forscherteam in Baden-W\u00fcrttemberg m\u00f6gliche Standorte identifizieren \u2013 allen voran die Metropolregion Rhein-Neckar sowie den Gro\u00dfraum Karlsruhe. Die Gewinnung der regenerativen Energie sei hier kein Problem, betont Henke: \u00bbWir sind das sonnenreichste Bundesland. Wenn man die Freifl\u00e4chen entlang der Bundestra\u00dfen und Autobahnen und vielleicht auch noch die D\u00e4cher der Industriebetriebe mit Photovoltaik best\u00fcckt, kommt gen\u00fcgend zusammen.\u00ab Auch Abnehmer f\u00fcr den Gr\u00fcnen Wasserstoff gibt es in den Modellregionen in gro\u00dfer Zahl: Logistikunternehmen, die gro\u00dfe Lkw-Flotten betreiben, chemische Industriebetriebe und Papierfabriken k\u00f6nnten das Gas direkt oder indirekt f\u00fcr ihre Prozesse nutzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eine Win-win-Situation f\u00fcr Unternehmen und Gesellschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit Hilfe von Computersimulationen konnten die Forscher am Fraunhofer IPA zeigen, dass sich mit regional erzeugtem Gr\u00fcnem Wasserstoff innerhalb von zehn Jahren 30 Prozent der fossilen Energie ersetzen lassen, und das nur bei Nutzung der landeseigenen Freifl\u00e4chen. \u00bbDie Investitionen w\u00fcrden sich also innerhalb weniger Jahre amortisieren. Wenn die Gaspreise weiter steigen, geht es noch schneller.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ipa.fraunhofer.de\/de\/presse\/presseinformationen\/gruener-wasserstoff-macht-industriestandorte-resilient\/jcr:content\/contentPar\/sectioncomponent_cop\/sectionParsys\/wideimage\/imageComponent\/image.img.jpg\/1652193415877\/I-H2-Hub-Pressmitteilung-Bild.jpg\" alt=\"Diagramm zeigt \u00c4nderungen durch die aktuellen Preise f\u00fcr Energietr\u00e4ger\" width=\"1076\" height=\"605\" title=\"I-H2-Hub Pressmitteilung Bild.jpg\"\/><figcaption>Im Diagramm sind die \u00c4nderungen durch die aktuellen Preise f\u00fcr Energietr\u00e4ger \u2013 im Unterschied zu den der Modellrechnung zugrundeliegenden Preise vom Q1\/2022 \u2013 dargestellt. Es zeigt die Prognose f\u00fcr die Jahre 2030 bis 2035 f\u00fcr den Hub Karlsruhe (Ersatz von ca. 30% der fossilen Energietr\u00e4ger durch selbsterzeugten, gr\u00fcnen Wasserstoff. Dieser w\u00fcrde nur \u00fcber Photovoltaik auf den Randstreifen der Bundesautobahnen und Bundesstra\u00dfen gewonnen). \u00a9 Fraunhofer IPA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Und wenn die Kosten f\u00fcr die Elektrolyseure, die bisher noch nicht in Gro\u00df-Serie hergestellt werden, durch eine k\u00fcnftige optimierte Produktion sinken, wird der Aufbau von Wasserstoff-Hubs noch schneller rentabel\u00ab, res\u00fcmiert Henke.<\/p>\n\n\n\n<p>Profitieren k\u00f6nnte von der dezentralen Versorgung mit Gr\u00fcnem Wasserstoff nicht nur die Industrie, sondern auch die Gesellschaft als Ganze, betont der Forscher: Die Unternehmen w\u00fcrden unabh\u00e4ngiger von krisenbedingten Preissteigerungen und Engp\u00e4ssen bei der Energieversorgung \u2013 k\u00f6nnten also ihre Resilienz steigern; Arbeitspl\u00e4tze w\u00fcrden damit sicherer; die Luft besser, weil weniger oder keine fossilen Rohstoffe mehr verbrannt w\u00fcrden; und auch die Emission von Treibhausgasen w\u00fcrde verringert.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Studie, die durch das Ministerium f\u00fcr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-W\u00fcrttemberg gef\u00f6rdert wurde, wurden zwar nur Standorte innerhalb Baden-W\u00fcrttembergs untersucht. Doch das Modell k\u00f6nnte Schule machen. \u00bbDie Methodik, die wir entwickelt haben, l\u00e4sst sich auf jedes andere Bundesland und jede andere Region Europas \u00fcbertragen\u00ab, erkl\u00e4rt Henke.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.ipa.fraunhofer.de\/de\/Publikationen\/studien\/I-H2-Hub-BW.html\" target=\"_blank\">Studie \u00bbIndustrielle Wasserstoff-Hubs in Baden-W\u00fcrttemberg\u00ab<\/a>&nbsp;steht kostenlos zum Download zur Verf\u00fcgung.<\/strong>#<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kontakt<\/h3>\n\n\n\n<p>Dr.-Ing. J\u00fcrgen Henke<br>Fraunhofer-Institut f\u00fcr Produktionstechnik und Automatisierung IPA<br>Telefon&nbsp;+49 711 970-1881<br><a>E-Mail<\/a>: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"mailto:juergen.henke@ipa.fraunhofer.de\" target=\"_blank\">juergen.henke@ipa.fraunhofer.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcner Wasserstoff, der dezentral mit Hilfe regenerativer Energiequellen erzeugt wird, hat das Potenzial, den Energiebedarf von Industrie und Schwerverkehr regional zu decken. 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