{"id":11355,"date":"2008-11-24T00:00:00","date_gmt":"2008-11-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20081124-02n"},"modified":"2008-11-24T00:00:00","modified_gmt":"2008-11-23T22:00:00","slug":"gruenlandschnitt-von-naturschutzflaechen-fuer-bioenergie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gruenlandschnitt-von-naturschutzflaechen-fuer-bioenergie\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnlandschnitt von Naturschutzfl\u00e4chen f\u00fcr Bioenergie"},"content":{"rendered":"<p><b>Weizen und andere Lebensmittel anstelle von \u00d6l zu verheizen, l\u00f6ste erhebliche ethische Bedenken aus. Wie aber steht es um andere bioenergetische Quellen? Gr\u00fcnlandschnitt, der von Naturschutzfl\u00e4chen aus ganz Europa stammt, als Energielieferanten f\u00fcr Biogas zu nutzen, ist der Forschungsansatz von Professor Dr. Michael Wachendorf, Fachgebiet Nachwachsende Rohstoffe an der Universit\u00e4t Kassel.<\/b><\/p>\n<p>Er konnte jetzt in Zusammenarbeit mit dem EU-Referat der Universit\u00e4t Drittmittel in H\u00f6he von 1,6 Millionen Euro f\u00fcr das Projekt PROGRASS einwerben. PROGRASS will erforschen, wie die wirtschaftliche und \u00f6kologische Nutzung von unter Naturschutz stehenden Gr\u00fcnlandfl\u00e4chen zur Bioenergiegewinnung in Europa m\u00f6glich ist. Ziel ist es, Lebensr\u00e4ume durch ein angepasstes, landwirtschaftliches System zu erhalten und Bioenergie zu produzieren, ohne dabei in Konkurrenz zu der Nahrungsproduktion zu treten. Gleichzeitig sollen so neue Einnahmequellen f\u00fcr kleine Landwirtschaftsunternehmen geschaffen und \u00f6konomisch benachteiligte Regionen in wirtschaftlicher Hinsicht aufgewertet werden. Das Potenzial ist hoch: In Deutschland gibt es rund 1,5 Millionen Hektar, in England 2,2 Millionen Hektar und in Estland 0,6 Mil. Hektar Gr\u00fcnland, das sich grunds\u00e4tzlich f\u00fcr die Biomasse- und Bioenergie-Produktion eignen k\u00f6nnte &#8211; allerdings von sehr unterschiedlicher Qualit\u00e4t und Zusammensetzung.<\/p>\n<p>In einem mehrstufigen Arbeitsplan \u00fcber einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren soll das PRO-GRASS-Konzept erprobt werden: In der Demonstrationsphase wird ein mobiles Pilotsystem zur Wandlung von Biomasse zu Festbrennstoffen in drei europ\u00e4ischen Modellregionen in Estland, England und Deutschland eingesetzt. Parallel werden die technischen Umsetzungsm\u00f6glichkeiten erforscht und konstant kontrolliert, inwiefern PROGRASS hinsichtlich der wirtschaftlichen und sozio\u00f6konomischen Faktoren in den Regionen zukunftsf\u00e4hig und auf andere Regionen \u00fcbertragbar sind. F\u00fcr die Umwandlung der Gr\u00fcnlandmasse in Brennstoffe soll ein neues Verfahren eingesetzt und weiter entwickelt werden, das bis zu 70 Prozent der in der Biomasse enthaltenen Energie nutzen kann.<\/p>\n<p>Gef\u00f6rdert wird das Forschungsprojekt, das von Wachendorf im Fachbereich \u00d6kologische Agrarwissenschaften der Universit\u00e4t Kassel in Witzenhausen in Kooperation mit dem EU-Referat geleitet wird, von der Europ\u00e4ischen Union im Rahmen des LIFE+ Environmental Policy and Governance-Programms. Es sind insgesamt acht Teilprojekte, die mit Kooperationspartnern in Deutschland, England und Estland durchgef\u00fchrt werden sollen, um von den Naturschutzaspekten \u00fcber sozio\u00f6konomischen bis hin zu technischen Fragestellungen den komplexen Prozess wissenschaftlich und praktisch zu erarbeiten. Partner sind die Universit\u00e4t Bonn, die estnische University of Life Science, das Institute of Grassland and Environmental Research in Wales, der Landkreis Vogelsberg, Industrie- und Umsetzungspartner aus Deutschland und \u00d6sterreich wie etwa die VIESSMANN Werke GmbH &#038; Co. KG in Allendorf\/Eder sowie das Hessische Umweltministerium.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Universit\u00e4t Kassel<br \/>Prof. Dr. Michael Wachendorf<br \/>Fachbereich \u00d6kologische Agrarwissenschaften<br \/>Tel: 05542-98-1334<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:mwach@uni-kassel.de\">mwach@uni-kassel.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Weizen und andere Lebensmittel anstelle von &Ouml;l zu verheizen, l&ouml;ste erhebliche ethische Bedenken aus. Wie aber steht es um andere bioenergetische Quellen? 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