{"id":11343,"date":"2008-12-01T00:00:00","date_gmt":"2008-11-30T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20081201-06n"},"modified":"2008-12-01T00:00:00","modified_gmt":"2008-11-30T22:00:00","slug":"zwischenstand-vom-john-deere-pflanzenoeltraktor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zwischenstand-vom-john-deere-pflanzenoeltraktor\/","title":{"rendered":"Zwischenstand vom John Deere-Pflanzen\u00f6ltraktor"},"content":{"rendered":"<p><b>Ende 2005 startete John Deere seine Untersuchungen zum Thema Pflanzen\u00f6l als Kraftstoff. Das Unternehmen pr\u00fcfte, ob die Anpassung eines Traktors auf den Pflanzen\u00f6leinsatz nach den eigenen hohen Qualit\u00e4tsanspr\u00fcchen machbar ist. Technischer Partner des weltweit f\u00fchrenden Landmaschinenherstellers waren die Vereinigten Werkst\u00e4tten f\u00fcr Pflanzen\u00f6ltechnologie und der Lehrstuhl f\u00fcr Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren an der Universit\u00e4t Rostock. Finanziell unterst\u00fctzt wurde das Projekt vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) \u00fcber die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), die als Projekttr\u00e4ger des BMELV das F\u00f6rderprogramm Nachwachsende Rohstoffe betreut.<\/b><\/p>\n<p>Mitte dieses Jahres endete die Projektlaufzeit, die Ergebnisse sind sehr vielversprechend ausgefallen. Ob John Deere k\u00fcnftig einen Traktor mit Pflanzen\u00f6loption ab Werk anbietet, h\u00e4ngt jedoch von den Ergebnissen noch andauernder Untersuchungen ab.<\/p>\n<p>In Deutschland, \u00d6sterreich, Frankreich und Polen testen private Kunden ab Fr\u00fchjahr 2009 bis Mitte 2011 im Rahmen des europ\u00e4ischen Forschungsvorhabens &#8220;2nd VegOil&#8221; die in der Zwischenzeit weiterentwickelten Traktoren im Praxiseinsatz auf breiter Basis. Von diesen Ergebnissen sowie von der zuk\u00fcnftigen Marktentwicklung h\u00e4ngt es ab, ob ein pflanzen\u00f6ltauglicher John Deere-Traktor in Serie gehen kann. John Deere w\u00e4re dann neben Same Deutz Fahr und Fendt ein weiterer Anbieter, der ein pflanzen\u00f6ltaugliches Modell ab Werk anbieten w\u00fcrde. Das Ein-Tank-System des John Deere-Traktors unterscheidet diesen jedoch klar von seinen Wettbewerbern.<\/p>\n<p>Bisher musste jeder, der Pflanzen\u00f6l als Kraftstoff einsetzen wollte, sein Fahrzeug, egal ob PKW, LKW oder Landmaschine, von einer geeigneten Werkstatt f\u00fcr einige 1.000 Euro umr\u00fcsten lassen. Die Herstellergarantie f\u00fcr etwaige Motorsch\u00e4den erlosch damit. Da Pflanzen\u00f6l jedoch insbesondere in der Landwirtschaft als Kraftstoff immer wichtiger wird, reagierte schlie\u00dflich auch die Industrie.<\/p>\n<p>Bei den von John Deere angepassten Modellen handelt es sich um die mit einem 6-Zylinder-Motor ausger\u00fcsteten Maschinen der Baureihe 6030 Premium mit Common-Rail-Einspritzung und der Abgasstufe 3A. Beim Pflanzen\u00f6lschlepper mit einem Ein-Tank-System er\u00fcbrigt sich die Unterbringung eines zus\u00e4tzlichen Tanks und das Umschalten zwischen Raps\u00f6l- und Dieselbetrieb entfallen. Am John Deere Traktor wurde die Software der Motorelektronik, die Kraftstoffpumpe und der gesamte Kraftstoffkreislauf so angepasst, dass alle Ma\u00dfnahmen zusammen den Erfordernissen des Raps\u00f6lkraftstoffs optimal entsprechen. Der Kaltstart des Motors mit Pflanzen\u00f6l soll durch eine interne Kaltstart-Vorheizung bis zu einer Temperatur von 0\u00b0C  mit Bordmitteln sicher gestellt werden.<\/p>\n<p>In Untersuchungen auf dem Motorpr\u00fcfstand und bei Feldtests zeigte sich, dass ein sicherer Betrieb in allen Lastbereichen und die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte nur dann m\u00f6glich sind, wenn der eingesetzte Kraftstoff nahezu kein Calcium, Magnesium und Phosphor enth\u00e4lt. Als weitere Anforderung kam der Einsatz eines speziellen Additivs hinzu. Waren diese Voraussetzungen indes gegeben, bew\u00e4hrte sich der angepasste Motor bei den Tests \u00fcber ausreichend lange Standzeiten erfolgreich.<\/p>\n<p>Als Nebenergebnis des Projektes bleibt festzuhalten, dass die Raps\u00f6l-Vornorm DIN V 51605 nicht gen\u00fcgt, eine saubere Verbrennung zu gew\u00e4hrleisten. Das John Deere-Projekt hat best\u00e4tigt, dass Inhaltsstoffe wie Calcium, Magnesium und Phosphor im Pflanzen\u00f6l st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. Diese Erkenntnis flie\u00dft auch in die Ausarbeitung der Norm f\u00fcr Raps\u00f6lkraftstoff mit ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ende 2005 startete John Deere seine Untersuchungen zum Thema Pflanzen&ouml;l als Kraftstoff. 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