{"id":113193,"date":"2022-07-27T07:26:00","date_gmt":"2022-07-27T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=113193"},"modified":"2022-07-21T16:25:17","modified_gmt":"2022-07-21T14:25:17","slug":"material-fur-wasserstoffspeicher-aus-industrieabfallen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/material-fur-wasserstoffspeicher-aus-industrieabfallen\/","title":{"rendered":"Material f\u00fcr Wasserstoffspeicher aus Industrieabf\u00e4llen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p><strong>Nicht nur die Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff, sondern auch seine sichere und kompakte Speicherung ist eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die Energiewende. Metallhydride k\u00f6nnten eine gute L\u00f6sung sein &#8211; sie speichern gro\u00dfe Mengen an Wasserstoff auf kleinem Raum. F\u00fcr ihre Produktion werden bisher hochreine Materialien ben\u00f6tigt. Diese zu gewinnen oder herzustellen setzt aber gro\u00dfe Mengen an Kohlendioxid frei. Forschende des Helmholtz-Zentrums Hereon haben nun bewiesen, dass sich die Wasserstoffspeicher auch aus recycelten Industrieabf\u00e4llen herstellen lassen. Das Ergebnis: eine deutlich klimafreundlichere Herstellung der Metallhydride.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ob Autos, Energie oder Mobiltelefone: Die moderne Gesellschaft basiert auf Metallen und auch unsere Zukunft h\u00e4ngt stark von ihnen ab. Wasserstoff sicher, kompakt und dennoch umweltfreundlich zu speichern, ist nach wie vor eine gro\u00dfe Herausforderung. Metallhydride k\u00f6nnten eine attraktive L\u00f6sung sein, insbesondere f\u00fcr Anwendungen, bei denen das Volumen und die Sicherheit des Speichersystems eine Rolle spielen &#8211; zum Beispiel bei der station\u00e4ren Speicherung in Wasserstofftankstellen oder auf Schiffen. Hierf\u00fcr bieten sie eine sehr hohe Speicherdichte. F\u00fcr die Herstellung dieser Speichermaterialien werden in der Regel hochreine Metalle verwendet. Trotz ihrer Vorteile stellen der Abbau und die gro\u00dftechnische Herstellung dieser Materialien eine starke Belastung f\u00fcr die Umwelt dar. Sie setzen gro\u00dfe Mengen an Treibhausgasen frei, ganz zu schweigen von den Auswirkungen des Rohstoffabbaus auf die Umwelt selbst. Forschende des Hereon-Instituts f\u00fcr Wasserstofftechnologie haben nun gezeigt, dass sich hochwertige Wasserstoffspeicher auch aus weniger reinen Metallabf\u00e4llen aus der Industrie herstellen lassen. Diese Erkenntnisse erm\u00f6glichen es erstmals, eine Strategie der Kreislaufwirtschaft auf die Produktion von Metallhydriden anzuwenden. Dadurch wird ihre Herstellung wesentlich umweltfreundlicher.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/media.hereon.de\/video\/hydrogen_technology\/metallhydride_de.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8220;Unsere Forschung er\u00f6ffnet einen neuen Weg zur Entwicklung umweltfreundlicher Materialien f\u00fcr Hochleistungs-Wasserstoffspeicheranwendungen&#8221;, so Pistidda.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"ipn-3\">Hintergrund<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen Druck- oder Fl\u00fcssigwasserstofftanks sind Metallhydride eine attraktive L\u00f6sung, um Wasserstoff bei niedrigen Dr\u00fccken und moderaten Temperaturen sicher und kompakt zu speichern. Die zu feinen Pulvern gemahlenen Metallverbindungen haben eine hohe Affinit\u00e4t f\u00fcr Wasserstoff. Sobald sie diesem ausgesetzt sind, f\u00fchrt die hohe Affinit\u00e4t zum Bruch der Bindungen zwischen den beiden Wasserstoffatomen des Wasserstoffmolek\u00fcls (H<sub>2<\/sub>). Danach gehen die Metalle eine Bindung mit den einzelnen Wasserstoffatomen ein, wodurch Hydrid-Spezies entstehen. Dieser Prozess l\u00e4sst sich leicht umkehren, indem der zuvor aufgebrachte Wasserstoffdruck zur Herstellung der Hydride verringert wird oder indem die Temperatur erh\u00f6ht wird. Wie ein Schwamm, der Wasser aufsaugt, k\u00f6nnen so Metallhydride Wasserstoff in erstaunlichen Mengen binden und schnell wieder abgeben. Am Institut f\u00fcr Wasserstofftechnologie entwickeln Forschende nanostrukturierte Materialien f\u00fcr die Wasserstoffspeicherung, erforschen nachhaltige gro\u00dftechnische Produktionsmethoden und evaluieren diese Materialien in der Praxis.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"ipn-4\">Weitere Informationen<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.1039\/D1GC04709D\" target=\"_blank\">Originalpublikation:&nbsp;<\/a>Shang, Y., Pistidda, C. et al. Sustainable NaAlH<sub>4<\/sub> production from recycled automotive Al alloy (2022) Green Chemistry, 24 (10), pp. 4153-4163. https:\/\/doi.org\/10.1039\/D1GC04709D&nbsp;<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jma.2021.12.005\" target=\"_blank\">Originalpublikation&nbsp;<\/a>Passing, M., Pistidda, C. et al. Development and experimental validation of kinetic models for the hydrogenation\/dehydrogenation of Mg\/Al based metal waste for energy storage (2022) Journal of Magnesium and Alloys. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jma.2021.12.005<\/li><li><a class=\"\" href=\"https:\/\/www.hereon.de\/cms60\/institutes\/hydrogen_technology\/index.php.de\">Institut f\u00fcr Wasserstofftechnologie&nbsp;<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"ipn-15\">Kontakt<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Dr. habil. Claudio Pistidda&nbsp;<\/strong><br>Tel: +49 (0) 4152 87- 2644<br><a>E-Mail Kontakt<\/a><br><br><strong>Dr.-Ing. Julian Jepsen<\/strong><br>Tel: +49 (0) 4152 87- 2602<br><a>E-Mail Kontakt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur die Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff, sondern auch seine sichere und kompakte Speicherung ist eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die Energiewende. 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