{"id":11318,"date":"2008-12-12T00:00:00","date_gmt":"2008-12-11T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20081212-03n"},"modified":"2008-12-12T00:00:00","modified_gmt":"2008-12-11T22:00:00","slug":"energiepflanzen-und-gewaesserschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/energiepflanzen-und-gewaesserschutz\/","title":{"rendered":"Energiepflanzen und Gew\u00e4sserschutz"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Anbau von Energiepflanzen und die Produktion von Biogas erleben seit wenigen Jahren einen Boom. Welche Auswirkungen dies auf den Gew\u00e4sserschutz hat, wurde bisher kaum untersucht. Eine vom Johann Heinrich von Th\u00fcnen-Institut (vTI) ver\u00f6ffentlichte Studie beleuchtet jetzt diese Aspekte.<\/b><\/p>\n<p>Die Studie &#8220;Aspekte des Gew\u00e4sserschutzes und der Gew\u00e4ssernutzung beim Anbau von Energiepflanzen&#8221; wurde im vTI-Institut f\u00fcr L\u00e4ndliche R\u00e4ume in Zusammenarbeit mit der Ingenieurgemeinschaft f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt (IGLU) erstellt. Die Autoren bewerten nicht nur, welche Auswirkungen die energetische Nutzung von landwirtschaftlicher Biomasse auf die Gew\u00e4sser haben kann, sie stellen auch M\u00f6glichkeiten des gew\u00e4sserschonenden Anbaus, wie einen Anbau von Zwischenfr\u00fcchten oder eine reduzierte Stickstoffd\u00fcngung, vor. Literaturanalysen und statistische Auswertungen wurden durch die Ergebnisse schriftlicher und telefonischer Expertenbefragungen erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Handlungsbedarf wurde vor allem bei der Lagerung und Ausbringung von G\u00e4rresten, der \u00dcberwachung von N\u00e4hrstoffstr\u00f6men im Zusammenhang mit Biogasanlagen und beim Gr\u00fcnlandschutz ausgemacht sowie &#8211; unabh\u00e4ngig vom Verwendungszweck des Aufwuchses &#8211; bei der Verbreitung gew\u00e4sserschonender Anbaupraktiken. In diesem Zusammenhang nimmt der Bericht bestehende F\u00f6rder- und Steuerinstrumente aus Agrar-, Umwelt- und Energiepolitik unter die Lupe und diskutiert, welche M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Anpassungsma\u00dfnahmen sie bieten. &#8220;Es besteht kein Bedarf an spezifischen Regelungen f\u00fcr den Anbau von Energiepflanzen&#8221;, betont Heike Nitsch vom Johann Heinrich von Th\u00fcnen-Institut. Handlungsbedarf sieht sie aber bei der Lagerung und d\u00fcngerechtlich relevanten Anrechnung von G\u00e4rresten: &#8220;Hier sollten die Auflagen an die bestehenden Standards f\u00fcr Wirtschaftsd\u00fcnger tierischer Herkunft angeglichen werden.&#8221; Dies betrifft beispielsweise eine Mindestlagerdauer von sechs Monaten oder die Anrechnung auch der pflanzlichen Anteile von G\u00e4rr\u00fcckst\u00e4nden auf die maximale Ausbringungsmenge f\u00fcr organischen Stickstoff mit Wirtschaftsd\u00fcnger sowie konkrete Vorgaben zur Ber\u00fccksichtigung von G\u00e4rr\u00fcckst\u00e4nden im N\u00e4hrstoffvergleich in der D\u00fcngeverordnung.<\/p>\n<p>Um den Vollzug wasserrechtlicher Auflagen zu unterst\u00fctzen, schlagen die Autoren vor, bei der \u00dcberpr\u00fcfung von Biogasanlagen, die im Rahmen der Stromeinspeiseverg\u00fctung durchgef\u00fchrt werden muss, Standards bez\u00fcglich der Lagerung von G\u00e4rsubstraten und -r\u00fcckst\u00e4nden einzubeziehen. Ferner regen sie eine verpflichtende N\u00e4hrstoffbuchf\u00fchrung an.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20081212-03\/ab_03_2008_de.pdf\" >Aspekte des Gew\u00e4sserschutzes und der Gew\u00e4ssernutzung beim Anbau von Energiepflanzen<\/a>, Arbeitsberichte aus der vTI-Agrar\u00f6konomie 3\/2008. Braunschweig.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Der Anbau von Energiepflanzen und die Produktion von Biogas erleben seit wenigen Jahren einen Boom. 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