{"id":11299,"date":"2008-09-22T00:00:00","date_gmt":"2008-09-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080922-07n"},"modified":"2008-09-22T00:00:00","modified_gmt":"2008-09-21T22:00:00","slug":"wolframcarbid-als-katalysator-fuer-die-umsetzung-von-cellulose-in-ethylenglycol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wolframcarbid-als-katalysator-fuer-die-umsetzung-von-cellulose-in-ethylenglycol\/","title":{"rendered":"Wolframcarbid als Katalysator f\u00fcr die Umsetzung von Cellulose in Ethylenglycol"},"content":{"rendered":"<p><b>Alternativen zu Erd\u00f6l und Erdgas als Kohlenstoffquelle und Brennstoff sind gefragt. Biomasse k\u00f6nnte dabei zuk\u00fcnftig einen bedeutenderen Stellenwert einnehmen. Forscher aus den USA und China haben jetzt einen neuen Katalysator entwickelt, der Cellulose, die am weitesten verbreitete Form von Biomasse, direkt in Ethylenglycol umsetzt, ein wichtiges Zwischenprodukt der chemischen Industrie. Wie sie in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, besteht der Katalysator aus Wolframcarbid und Nickel auf Kohlenstoff als Tr\u00e4germaterial.<\/b><\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080922-07\/200837press.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"200837press.jpg\"\/>Derzeit wird Biomasse vor allem in Form von St\u00e4rke genutzt, die zu Zuckern abgebaut und zu Ethanol fermentiert wird. Cellulose zu nutzen, w\u00e4re g\u00fcnstiger; sie ist der Hauptbestandteil von pflanzlichen Zellw\u00e4nden und damit die h\u00e4ufigste organische Verbindung der Erde. Anders als St\u00e4rke aus Mais und Getreide ist Cellulose zudem kein Nahrungsmittel, eine Konkurrenz zwischen einer Verwendung als Nahrungsmittel und als Roh- und Brennstoff k\u00f6nnte nicht entbrennen. Bisher wird Cellulose meist fermentativ verarbeitet. Die Spaltung von Cellulose in seine einzelnen Zuckerbausteine, die dann fermentiert werden k\u00f6nnten, ist jedoch ein langsamer, kostenintensiver Prozess. Entsprechend attraktiv erscheint die Alternative einer direkten Umsetzung der Cellulose in nutzbare organische Verbindungen.<\/p>\n<p>Erste Reaktionen wurden entwickelt, die von verschiedenen Edelmetall-Katalysatoren katalysiert werden. Der Nachteil: Es werden gro\u00dfe Mengen der teuren Edelmetalle ben\u00f6tigt, um die Cellulose abzubauen. Im gro\u00dftechnischen Ma\u00dfstab sind diese Verfahren daher nicht wirtschaftlich. Ein kosteng\u00fcnstigerer und dabei effektiverer Katalysator w\u00e4re w\u00fcnschenswert.<\/p>\n<p>Einen solchen hat das Team um Tao Zhang vom Dalian Institute of Chemical Physics (China) und Jingguang G. Chen von der University of Delaware (Newark, USA) nun entwickelt. Der Katalysator besteht aus Wolframcarbid, das auf einen Tr\u00e4ger aus Kohlenstoff aufgebracht wird. Kleine Mengen Nickel verbessern die Leistungsf\u00e4higkeit und vor allem die Selektivit\u00e4t des Katalysatorsystems: Dank eines synergistischen Effekts zwischen Nickel und Wolframcarbid l\u00e4sst sich die Cellulose nicht nur zu 100% umsetzen, sondern der Anteil von Ethylenglycol an den entstehenden Polyalkoholen auf erstaunliche 61% steigern. Ethylenglycol ist ein wichtiges Zwischenprodukt der chemischen Industrie. Es wird beispielsweise in der Kunststoffindustrie bei der Produktion von Polyesterfasern und \u2013harzen ben\u00f6tigt und dient in der Automobilindustrie als Frostschutzmittel.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/>Autor: Jingguang G. Chen, University of Delaware, Newark (USA)<br \/>Titel: Direct Catalytic Conversion of Cellulose into Ethylene Glycol Using Nickel-Promoted Tungsten Carbide Catalysts<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Alternativen zu Erd&ouml;l und Erdgas als Kohlenstoffquelle und Brennstoff sind gefragt. Biomasse k&ouml;nnte dabei zuk&uuml;nftig einen bedeutenderen Stellenwert einnehmen. 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