{"id":112983,"date":"2022-07-22T07:26:00","date_gmt":"2022-07-22T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=112983"},"modified":"2022-07-19T13:27:43","modified_gmt":"2022-07-19T11:27:43","slug":"recyclateinsatzquoten-der-teufel-steckt-im-detail","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/recyclateinsatzquoten-der-teufel-steckt-im-detail\/","title":{"rendered":"Recyclateinsatzquoten: Der Teufel steckt im Detail"},"content":{"rendered":"\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/0711-herbert-snell-bvse-pk-1024x663.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-113072\" width=\"456\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/0711-herbert-snell-bvse-pk-1024x663.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/0711-herbert-snell-bvse-pk-300x194.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/0711-herbert-snell-bvse-pk-150x97.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/0711-herbert-snell-bvse-pk-768x497.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/0711-herbert-snell-bvse-pk-400x259.jpg 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/0711-herbert-snell-bvse-pk.jpg 1100w\" sizes=\"auto, (max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Grund genug, dieses Thema auch beim 24. Internationalen bvse-Altkunststofftag aufzugreifen. In einem Pressegespr\u00e4ch machte bvse-Vizepr\u00e4sident Dr.-Ing. Herbert Snell zuerst einmal deutlich, dass der bvse Recyclateinsatzquoten f\u00fcr sinnvoll h\u00e4lt. Snell: &#8220;Die Diskussionen haben aber gezeigt, dass auch hier der Teufel im Detail steckt.&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das britische Beratungsunternehmen EUNOMIA hat im Auftrag der EU-Kommission Vorschl\u00e4ge erarbeitet und vorgelegt, die der bvse kritisch bewertet. So w\u00e4ren demnach in Lebensmittelverpackungen, wie beispielsweise Verpackungsfolie oder Tiefziehschalen, die Recyclate gem\u00e4\u00df Quotenvorgabe zu verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings k\u00f6nne dazu nach derzeitigem Status quo nur Recycling-PET (r-PET) eingesetzt werden, da nach Auffassung der Europ\u00e4ischen Agentur f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) nur PET-Recyclate die europ\u00e4ischen Vorgaben der lebensmittelrechtlichen Zulassung erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das hei\u00dft, bei Polyolefinen ist der Einsatz von Recyclaten im direkten Lebensmittelkontakt oder f\u00fcr sensitive Verpackungen nicht m\u00f6glich und diese w\u00fcrden zur Erf\u00fcllung der Quoten durch PET ersetzt. Alternativ werden auch h\u00e4ufig PPK-Verbunde eingesetzt, die im Recycling jedoch \u00e4u\u00dferst nachteilig sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man nun bedenkt, dass nur in einigen Mitgliedstaaten ein gutes Sammelsystem f\u00fcr PET-Verpackungen zur Verf\u00fcgung steht und sich gleichzeitig viele Markenhersteller (Brand Owner) vorgenommen haben, hohe Recyclateinsatzquoten von bis zu 100 % erreichen zu wollen, muss man dennoch davon ausgehen, dass nicht ann\u00e4hernd gen\u00fcgend r-PET verf\u00fcgbar ist, erl\u00e4utert bvse-Vizepr\u00e4sident Herbert Snell die Ausgangslage.<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit fehlt es aber an den richtigen Rahmenbedingungen, um auch Polyolefine (PE, PP) im direkten Lebensmittelkontakt einzusetzen. Die f\u00fcr den Herbst erwarteten neuen Regelungen lassen keine L\u00f6sungen erwarten, sondern die bisherige Vorgehensweise wird fortgeschrieben und in manchen Bereichen noch b\u00fcrokratischer. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass weitere recyclierte Polymere, neben PET, kurzfristig f\u00fcr den direkten Lebensmitteleinsatz zur Verf\u00fcgung stehen. Vor diesem Hintergrund sind die vorgeschlagenen Quoten von 25% f\u00fcr sensitive Anwendungen (wie z.B. Lebensmittelverpackungen), wie von EUNOMIA vorgeschlagen, f\u00fcr das werkstoffliche Recycling schwierig zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p>Von daher kommt der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling zu dem Schluss, dass produktbezogene Recyclateinsatzquoten eine zu &#8220;enge L\u00f6sung&#8221; darstellen, die durch das werkstoffliche Recycling nur schwer umsetzbar sind. Die Verfechter der sogenannten chemischen Verwertung w\u00fcrden jedoch mithilfe der produktbezogenen Quoten versuchen, ihre noch lange nicht ausgereiften oder industriell einsatzf\u00e4higen Verfahren &#8220;zu pushen&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;Wenn man zeitnah zu wirtschaftlich und \u00f6kologisch sinnvollen L\u00f6sungen kommen will, sollte daher nicht auf die Karte &#8220;produktbezogene Einsatzquote&#8221; gesetzt, sondern das Modell der polymerspezifischen Einsatzquoten als \u201eweite L\u00f6sung\u201c umgesetzt werden, die nicht nur im Verpackungsbereich, sondern in allen Kunststoffprodukten zur Anwendung kommen. Diese Quoten k\u00f6nnen nach einer Erprobungsphase Schritt f\u00fcr Schritt angehoben werden&#8221;, f\u00fchrte <strong>Herbert Snell<\/strong> abschlie\u00dfend aus.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grund genug, dieses Thema auch beim 24. 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