{"id":11296,"date":"2008-09-23T00:00:00","date_gmt":"2008-09-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080923-07n"},"modified":"2008-09-23T00:00:00","modified_gmt":"2008-09-22T22:00:00","slug":"unabhaengiges-qualitaetszeichen-fuer-naturmode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/unabhaengiges-qualitaetszeichen-fuer-naturmode\/","title":{"rendered":"Unabh\u00e4ngiges Qualit\u00e4tszeichen f\u00fcr Naturmode"},"content":{"rendered":"<p><b>Ab sofort gibt es ein neues Label f\u00fcr Mode aus Naturfasern, die vom Anbau \u00fcber die Verarbeitung und Konfektion bis hin zur Verpackung unter Ber\u00fccksichtigung \u00f6kologischer und sozialer Kriterien erzeugt wurde. Das neue G.O.T.S.-Label, das vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft e.V. (IVN) federf\u00fchrend mitentwickelt wurde, steht f\u00fcr die Erf\u00fcllung des weltweit g\u00fcltigen Global Organic Textile Standard. Das bedeutet: Bekleidung, aber auch Garne und Heimtextilien, sind aus nat\u00fcrlichen Bio-Rohstoffen wie Baumwolle, Wolle, Seide, Hanf oder Leinen. Die Textilien werden mit Hilfe von nat\u00fcrlichen oder synthetischen Farben, Ausr\u00fcstungsstoffen und Hilfsmitteln gefertigt, die keine Umwelt- und Gesundheitsgef\u00e4hrdung mit sich bringen. Die Erzeugnisse stehen auch f\u00fcr eine sozial vertr\u00e4gliche Textilfertigung in den Erzeugerl\u00e4ndern, die gerade im Textilbereich nicht \u00fcblich ist.<\/b><\/p>\n<p>Zwar kennzeichnen immer mehr Modeh\u00e4user ihre Bekleidung mit Bio- und Naturlabeln. Meist handelt es sich dabei aber um Textilien, die zwar aus Bio-Baumwolle sind, die ansonsten aber mit den \u00fcblichen Textilchemikalien gefertigt wurden. Oder es findet lediglich eine reine Schadstoffpr\u00fcfung am Endprodukt statt, die aber nichts \u00fcber den Herstellungsprozess und die eingesetzten Materialien aussagt. Das neue G.O.T.S.-Label, mit dem ab August 2008 die ersten Textilien gekennzeichnet sein k\u00f6nnen, steht hingegen f\u00fcr die Kontrolle der gesamten textilen Kette. Neben dem IVN geh\u00f6ren die britische Soil Association (SA), die US-amerikanische Organic Trade Association (OTA) und die Japan Organic Cotton Association (JOCA) zu der internationalen Arbeitsgruppe, die den G.O.T.S.-Standard entwickelt hat.<\/p>\n<p><i>Bis zu 95 Prozent Bio<\/i><br \/>Unterschieden werden zwei Stufen. G.O.T.S.-Textilien, die mit dem Hinweis &#8220;\u00f6kologisch&#8221; oder &#8220;\u00f6kologisch \u2013 in Umstellung&#8221; gelabelt, beworben oder vertrieben werden, m\u00fcssen zu mindestens 95 Prozent aus Fasern aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) bzw. kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) bestehen. Der Restanteil k\u00f6nnen auch konventionelle Fasern sein, jedoch nicht desselben Rohmaterials. Auch synthetische Fasern wie Polyester, Polyamid und Elasthan sowie regenerierte Fasern wie Viskose, Acetat, Tencel und Lyocell sind als Restanteil, etwa zur besseren Formgebung oder bei Funktionskleidung, erlaubt. <\/p>\n<p>Das G.O.T.S.-Label mit der Aufschrift &#8220;x % kbA\/kbT&#8221; oder &#8220;x % kbA\/kbT&#8221; in Umstellung&#8221; steht f\u00fcr Textilien mit einem Anteil von mindestens 70 Prozent Fasern aus kontrolliert biologischer Erzeugung. Zur Behandlung der Garne und Stoffe sind vor allem nat\u00fcrliche Substanzen wie etwa Schlichtemittel auf der Basis von St\u00e4rke und Bleichmittel auf Sauerstoffbasis gestattet. Gef\u00e4rbt werden darf mit nat\u00fcrlichen oder synthetischen Farb- und Hilfsstoffen, die weder krebserregend, fruchtsch\u00e4digend noch allergisierend sind. Tabu sind zudem Chlorbleiche, toxische Schwermetalle, Formaldehyd und damit verwandte Stoffe zum Knitterfreimachen von Gewebe. Untersagt ist auch der Einsatz von gentechnisch ver\u00e4nderten Enzymen selbst oder Substanzen, die mithilfe der Gentechnik erzeugt wurden. Als Ausr\u00fcstungsverfahren sind allein mechanische, thermische und andere physikalischen Verfahren erlaubt.<\/p>\n<p>Die Einhaltung der G.O.T.S.-Kriterien wird regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft. Die nach G.O.T.S. zertifizierten Betriebe, Importeure und Exporteure werden einmal j\u00e4hrlich von einem anerkannten, akkreditierten Pr\u00fcfinstitut inspiziert. Jeder Lizenznehmer muss zudem R\u00fcckstandskontrolldaten vorweisen k\u00f6nnen, um sicher zu stellen, dass die Bekleidung frei von R\u00fcckst\u00e4nden wie Pflanzenschutzmitteln, Formaldehyd und Schwermetallen ist, die unbeabsichtigt durch Fremdkontamination auf die Bekleidung gelangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><i>G.O.T.S. auch bei C&#038;A<\/i><br \/>Rund 1.000 Betriebe wurden bereits nach G.O.T.S.-Standard inspiziert und zertifiziert. Darunter sind alle Unternehmen, die bereits seit l\u00e4ngerem nach IVN-Kriterien anerkannt sind und Bekleidung und Textilien mit dem Vorg\u00e4ngerzeichen &#8220;Naturtextil \u2013 IVN BETTER zertifiziert&#8221; labeln. Dies wurde dem neuen G.O.T.S.-Standard gleich gesetzt. Unternehmen oder Produkte, die bislang mit &#8220;Naturtextil IVN BEST&#8221; (derzeit maximaler, realisierbarer Standard) ausgezeichnet waren, behalten dieses Zeichen bei oder k\u00f6nnen auch wahlweise das G.O.T.S.-Label nutzen.<\/p>\n<p>Des weiteren haben weltweit t\u00e4tige Unternehmen wie der gr\u00f6\u00dfte US-Einzelh\u00e4ndler Wal-Mart, das deutsche Modehaus C&#038;A und der britische Anbieter Tesco einen Teil ihrer Lieferanten verpflichtet, Bekleidung nach G.O.T.S.-Standard zu produzieren.<\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b><br \/>Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.<br \/>Hau\u00dfmannstra\u00dfe 1, 70188 Stuttgart<\/p>\n<p>Office:<br \/>Bergstrasse 19, 55278 Selzen<br \/>Fon: +49 (0) 6737 \/ 712 08 02<br \/>Fax: + 49 (0) 6737 \/ 712 08 03<br \/><a href=\"mailto:info@naturtextil.com\">info@naturtextil.com<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.naturtextil.com\/\" >http:\/\/www.naturtextil.com<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.global-standard.org\/\" >http:\/\/www.global-standard.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ab sofort gibt es ein neues Label f&uuml;r Mode aus Naturfasern, die vom Anbau &uuml;ber die Verarbeitung und Konfektion bis hin zur Verpackung unter Ber&uuml;cksichtigung<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[615],"class_list":["post-11296","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-internationaler-verband-der-naturtextilwirtschaft-ev"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11296","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11296"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11296\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11296"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11296"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11296"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11296"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}