{"id":11268,"date":"2008-10-06T00:00:00","date_gmt":"2008-10-05T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20081006-04n"},"modified":"2008-10-06T00:00:00","modified_gmt":"2008-10-05T22:00:00","slug":"kandidaten-fuer-europaeischen-evonik-forschungspreis-nominiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kandidaten-fuer-europaeischen-evonik-forschungspreis-nominiert\/","title":{"rendered":"Kandidaten f\u00fcr Europ\u00e4ischen Evonik-Forschungspreis nominiert"},"content":{"rendered":"<p><b>Enzyme, die f\u00fcr neue Medikamente sorgen, ein Verfahren, das aus Alkohol oder Zucker Acrylglas macht, Proteine, die als leuchtende Reporter beim Kampf gegen Krebs-Tumore helfen \u2013 keine Science Fiction Storys, sondern Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten rund um die Wei\u00dfe Biotechnologie. Damit sind drei Forscher-Teams f\u00fcr den Science-to-Business Award von Evonik nominiert: Dr. Thorsten Eggert, evocatal GmbH, D\u00fcsseldorf, und Dr. Thomas Drepper, Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf; Dr. Paul Dalby, University College London, Gro\u00dfbritannien sowie Dr. Thore Rohwerder, Universit\u00e4t Duisburg-Essen. Wer letztlich das Rennen um den mit 100.000 Euro dotierten Preis machen wird, verk\u00fcndet die internationale Jury am 12. November 2008 in Berlin bei der Award Ceremony.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Wir sind stolz darauf, dass sich junge europ\u00e4ische Forscher an dem Wettbewerb beteiligt haben und freuen uns \u00fcber innovative, zukunftweisende und gleichzeitig praxisnahe Projekte&#8221;, sagte Dr. Alfred Oberholz, Mitglied des Vorstandes der Evonik Industries AG. &#8220;Die spannenden Arbeiten zeigen das immense Potenzial der Wei\u00dfen Biotechnologie f\u00fcr die Zukunft.&#8221; Wichtig f\u00fcr Oberholz: &#8220;Die Projekte befinden sich auch alle an der Schwelle zur wirtschaftlichen Nutzung oder haben diesen Schritt sogar schon gemacht. Sie erf\u00fcllen damit eine wesentliche Bedingung des Innovationspreises von Evonik: wissenschaftliche Innovationen in wirtschaftlich nutzbare Produkte umzusetzen \u2013 Science to Business eben, wie der Name des Awards deutlich macht.&#8221;<\/p>\n<p>Dr. Arend Oetker, der als Pr\u00e4sident des Stifterverbandes f\u00fcr die Deutsche Wissenschaft die Schirmherrschaft \u00fcbernommen hat: &#8220;Dieser Preis dr\u00fcckt aus, was uns als Stifterverband am Herzen liegt: eine Br\u00fccke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu schlagen.&#8221; Der Preis wird in Partnerschaft mit der Universit\u00e4t St. Gallen, Schweiz, und der Financial Times Deutschland verliehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Evonik Industries, die den Award 2005 aus der Taufe gehoben hat, ist der Science-to-Business Ansatz l\u00e4ngst Prinzip der eigenen Forschung: &#8220;Heute muss bereits am Anfang einer Innovation die \u00dcberlegung stehen, welche Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten sich aus ihr ergeben&#8221;, bekr\u00e4ftigte Oberholz. Den Worten l\u00e4sst das Unternehmen Taten folgen. Mit der Er\u00f6ffnung des Science-to-Business Center Eco<sup>2<\/sup> (S2B Eco<sup>2<\/sup>) am Standort Marl verf\u00fcgt Evonik nach den Centern Nanotronics und Biotechnology nun schon \u00fcber die dritte Einrichtung dieser Art. Sie haben alle das gleiche Ziel: &#8220;Unser Anspruch ist es, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse schnell und effizient in erfolgreiche Produkte zu \u00fcberf\u00fchren&#8221;, so Oberholz.<\/p>\n<p>Mit der Verleihung des diesj\u00e4hrigen Science-to-Business Award verfolgt Evonik das Ziel, die einzigartigen Chancen der Wei\u00dfen Biotechnologie in Europa gemeinsam zu nutzen und ihre Potenziale einer breiten \u00d6ffentlichkeit bekannt zu machen. Dies ist umso wichtiger, als die rasant wachsende Wei\u00dfe Biotechnologie kreative Produktionsverfahren liefert, die \u00fcberwiegend auf nat\u00fcrlichen und nachwachsenden Ressourcen basieren. Schon heute prognostizierten Experten, dass im Jahr 2010 zwischen 10 und 20 Prozent aller chemischen Stoffe \u00fcber derartige Verfahren hergestellt werden. Dass dies im Bereich des Machbaren liegt, haben die drei nominierten Teams, aber auch die zahlreichen anderen Bewerber f\u00fcr den Science-to-Business Award eindrucksvoll unter Beweis gestellt.<\/p>\n<p>Kurzinformation zu den drei nominierten Teams<\/p>\n<p>Dr. Thorsten Eggert, evocatal GmbH, D\u00fcsseldorf, und Dr. Thomas Drepper, Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf, haben neue anaerob fluoreszierende Proteine entwickelt, die die Verfolgung zellul\u00e4rer Abl\u00e4ufe auch unter Ausschluss von Sauerstoff erlauben. Die &#8220;leuchtenden Reporter&#8221; erlauben erstmals gr\u00f6\u00dfere Einblicke in die sauerstofffreien Prozesse unseres Lebens und k\u00f6nnen als Tumor-Agenten oder Umwelt-Marker eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Mit dem von Dr. Paul Dalby, University College London, Gro\u00dfbritannien, entwickelten biokatalytischen Prozess k\u00f6nnen Enzyme miteinander kombiniert und ma\u00dfgerecht auf neue Aufgaben zugeschnitten werden. Der Einsatz von Biotechnologie zur Herstellung von Chemikalien wird damit attraktiver, neue Medikamente k\u00f6nnen mit Hilfe umweltschonender und energieeffizienter Prozesse zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n<p>Dr. Thore Rohwerder, Universit\u00e4t Duisburg-Essen, hat ein Enzym gefunden, mit dem ein verzweigtkettiger C4-K\u00f6rper auf petrochemischer Basis in einen linearen \u00fcberf\u00fchrt wird. Dieses Enzym, eingebaut in einen Zuckerstoffwechsel, kann eine Vorstufe f\u00fcr Methylmethacrylat generieren. Mit der neuen, umweltschonenderen und effizienteren Biosynthese k\u00f6nnte die Vision der Herstellung von &#8220;Acrylglas aus Zucker&#8221; Realit\u00e4t werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Enzyme, die f&uuml;r neue Medikamente sorgen, ein Verfahren, das aus Alkohol oder Zucker Acrylglas macht, Proteine, die als leuchtende Reporter beim Kampf gegen Krebs-Tumore helfen<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[675,43,681,676,679,678,680,677],"class_list":["post-11268","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-evocatal-gmbh","supplier-evonik-industries-ag","supplier-financial-times-deutschland","supplier-heinrich-heine-universitaet-duesseldorf","supplier-stifterverbandes-fuer-die-deutsche-wissenschaft","supplier-universitaet-duisburg-essen","supplier-universitaet-st-gallen","supplier-university-college-london"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11268"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11268\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11268"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=11268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}