{"id":112531,"date":"2022-07-14T07:31:00","date_gmt":"2022-07-14T05:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=112531"},"modified":"2022-07-13T11:42:16","modified_gmt":"2022-07-13T09:42:16","slug":"neue-technik-fur-den-klimaschutz-aus-co2-wird-methanol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-technik-fur-den-klimaschutz-aus-co2-wird-methanol\/","title":{"rendered":"Neue Technik f\u00fcr den Klimaschutz: Aus CO2 wird Methanol"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/csm_Methanol_Molybdaendisulfid_49008c5d7a-1024x683.jpg\" alt=\"Molybd\u00e4ndisulfid im Rasterelektronen-Mikroskop \" class=\"wp-image-112557\" width=\"768\" height=\"512\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/csm_Methanol_Molybdaendisulfid_49008c5d7a-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/csm_Methanol_Molybdaendisulfid_49008c5d7a-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/csm_Methanol_Molybdaendisulfid_49008c5d7a-150x100.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/csm_Methanol_Molybdaendisulfid_49008c5d7a-768x512.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/csm_Methanol_Molybdaendisulfid_49008c5d7a-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/csm_Methanol_Molybdaendisulfid_49008c5d7a-400x267.jpg 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/csm_Methanol_Molybdaendisulfid_49008c5d7a-1320x880.jpg 1320w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/csm_Methanol_Molybdaendisulfid_49008c5d7a.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Molybd\u00e4ndisulfid im Rasterelektronen-Mikroskop<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aus Klimaschutzgr\u00fcnden steht fest: Kohlendioxid darf nicht in die Atmosph\u00e4re. Dort, wo sich die Entstehung von Kohlendioxid nicht verhindern l\u00e4sst, sollte es abgeschieden und in andere Stoffe umgewandelt werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Am besten ist es freilich, wenn dadurch Substanzen entstehen, die Wert haben und verkauft werden k\u00f6nnen. An der TU Wien wurde daf\u00fcr nun eine neue Methode entwickelt: Mit Hilfe eines speziellen Katalysatormaterials aus Schwefel und Molybd\u00e4n wird aus CO<sub>2<\/sub> fl\u00fcssiges Methanol. Die neue Technologie wurde bereits patentiert, gemeinsam mit Industriepartnern soll das Verfahren nun auf industriellen Ma\u00dfstab skaliert werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Profit aus Abgas<\/h3>\n\n\n\n<p>Genau dort, wo Kohlendioxid in maximaler Konzentration vorkommt \u2013 etwa direkt im Abgasstrom gro\u00dfer Industrieanlagen \u2013 kann man es am effizientesten nutzen. Die Idee, das Kohlendioxid dort in wertvolle Produkte umzuwandeln, ist nicht neu. Es ist allerdings eine schwierige und aufw\u00e4ndige Aufgabe. Bei manchen Verfahren muss das CO<sub>2<\/sub> vorher angereichert und abgetrennt werden, das verursacht zus\u00e4tzlich Kosten und Energieaufwand.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eUm Kohlendioxid umzuwandeln, verwendete man bisher oft Katalysatoren, die auf Kupfer basieren\u201c, sagt <strong>Prof. Karin F\u00f6ttinger vom Institut f\u00fcr Materialchemie der TU Wien<\/strong>. \u201eSie haben allerdings den gro\u00dfen Nachteil, dass sie nicht robust sind. Wenn im Abgasstrom neben Kohlendioxid auch noch bestimmte andere Substanzen vorkommen, zum Beispiel Schwefel, dann verliert der Katalysator rasch seine Wirkung. Man sagt, der Katalysator wird vergiftet.\u201c<\/p><p>Karin F\u00f6ttinger machte sich daher mit ihrer Forschungsgruppe auf die Suche nach einem besseren Material. \u201eWenn man solche Methoden nicht nur im Labor, sondern auch im gro\u00dfen Ma\u00dfstab in der Industrie einsetzen will, dann braucht man einen Katalysator, der vielleicht zwar ein bisschen weniger aktiv ist, aber daf\u00fcr robust, haltbar und zuverl\u00e4ssig\u201c, erkl\u00e4rt <strong>F\u00f6ttinger<\/strong>. \u201eMan m\u00f6chte ganz gew\u00f6hnliche Industrieabgase ohne Vorbehandlung verarbeiten k\u00f6nnen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Erfolgsformel: Schwefel und Molybd\u00e4n<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Forschungsteam der TU Wien konnte zeigen, dass Katalysatoren auf Basis von Schwefel und Molybd\u00e4n diese Anforderungen erf\u00fcllen. Spezielle Zusatzelemente, etwa Mangan, sorgen daf\u00fcr, dass das eigentlich sehr unreaktive Kohlendioxid aufgespalten und umgewandelt wird. Durch die Wahl solcher Zusatzelemente kann man die Eigenschaften der Katalysatoren genau an den gew\u00fcnschten Einsatzbereich anpassen. So l\u00e4sst sich nun aus CO<sub>2<\/sub>-haltigem Abgas Methanol herstellen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eMethanol ist ein attraktives Produkt. Es ist bei Raumtemperatur fl\u00fcssig, l\u00e4sst sich also problemlos lagern. Es wird in der Industrie ben\u00f6tigt, bisher stellt man es normalerweise aus fossilen Rohstoffen her\u201c, sagt <strong>Karin F\u00f6ttinger<\/strong>. \u201eWenn man m\u00f6chte, kann man mit unseren Katalysatoren aber auch andere Molek\u00fcle herstellen, etwa h\u00f6here Alkohole. Wir arbeiten derzeit noch daran, genau herauszufinden, wie man Parameter wie Druck und Temperatur am besten w\u00e4hlt, um unterschiedliche Produkte zu erzeugen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Methode wurde nun patentiert, jetzt soll sie in Zusammenarbeit mit Partnerfirmen auf Industriema\u00dfstab hochskaliert werden. \u201eWir arbeiten bereits mit interessierten Firmen zusammen, gleichzeitig suchen wir nach weiteren m\u00f6glichen Kooperationen\u201c, sagt Karin F\u00f6ttinger. Die neuartigen Katalysatoren sollen auf diese Weise einen wichtigen Beitrag leisten, die Industrie klimaneutral zu machen und Stoffkreisl\u00e4ufe zu schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.tuwien.at\/index.php?id=1925\" target=\"_blank\">Die Patentierung wurde unterst\u00fctzt vom Patent- und Lizenzmanagement des Forschungs- und Transfersupports der TU Wien.<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Das Forschungsprojekt wird als Teil des&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.tuwien.at\/co2refinery\">Doktoratskollegs \u201eCO2 Refinery\u201c<\/a>&nbsp;weiter verfolgt, das an der TU Wien interdisziplin\u00e4r neue Methoden zur umweltfreundlichen Verwertung von CO<sub>2 <\/sub>entwickelt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-11-um-15.19.17.png\" alt=\"Karin F\u00f6ttinger und Gernot Pacholik vor der Apparatur f\u00fcr Katalysatortests in der CO2 Hydrierung\" class=\"wp-image-112558\" width=\"741\" height=\"489\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-11-um-15.19.17.png 867w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-11-um-15.19.17-300x198.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-11-um-15.19.17-150x99.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-11-um-15.19.17-768x507.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-11-um-15.19.17-400x264.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 741px) 100vw, 741px\" \/><figcaption>Karin F\u00f6ttinger und Gernot Pacholik vor der Apparatur f\u00fcr Katalysatortests in der CO2 Hydrierung<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kontakt<\/h3>\n\n\n\n<p>Prof. Karin F\u00f6ttinger&nbsp;<br>Institut f\u00fcr Materialchemie&nbsp;<br>Technische Universit\u00e4t Wien<br>Tel.: +43 1 58801 165110<br>E-Mail: <a>karin.foettinger@tuwien.ac.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus Klimaschutzgr\u00fcnden steht fest: Kohlendioxid darf nicht in die Atmosph\u00e4re. 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