{"id":11219,"date":"2008-10-27T00:00:00","date_gmt":"2008-10-26T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20081027-04n"},"modified":"2008-10-27T00:00:00","modified_gmt":"2008-10-26T22:00:00","slug":"brasilien-gtz-und-petrobras-biocombustivel-vereinbaren-ppp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/brasilien-gtz-und-petrobras-biocombustivel-vereinbaren-ppp\/","title":{"rendered":"Brasilien: GTZ und Petrobras Biocombust\u00edvel vereinbaren PPP"},"content":{"rendered":"<p><b>Agrartreibstoffe stehen international im Kreuzfeuer der Kritik. Nicht so bei den Kleinbauern im Armenhaus Brasiliens. Das 2004 von Pr\u00e4sident Lula aus der Taufe gehobene staatliche Biodieselprogramm er\u00f6ffnet ihnen neue Einkommensm\u00f6glichkeiten. Der mit der Umsetzung beauftragte Erd\u00f6lkonzern Petrobras suchte nun die Zusammenarbeit mit der GTZ. Am 7. Oktober unterzeichneten GTZ und Petrobras ein PPP-Projekt (\u00d6ffentlich-Private Partnerschaft) zur St\u00e4rkung kleinb\u00e4uerlicher Strukturen f\u00fcr das Biodieselprogramm.<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20081027-04\/aktuell-okt2008-Petrobras-PPP_rdax_380x265.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild: Ulrich Krammenschneider, GTZ-B\u00fcroleiter <br \/>Brasilien, und Bereichsleiter Christoph Beier mit <br \/>Vertretern von Petrobras Biocombustiv\u00e9l und dem <br \/>landwirtschaftlichen Beratungsdienst im Bundes-<br \/>staat Cear\u00e1 bei der Vertragsunterzeichnung. <br \/>Foto: GTZ Brasilien&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Bild: Ulrich Krammenschneider, GTZ-B\u00fcroleiter <br \/>Brasilien, und Bereichsleiter Christoph Beier mit <br \/>Vertretern von Petrobras Biocombustiv\u00e9l und dem <br \/>landwirtschaftlichen Beratungsdienst im Bundes-<br \/>staat Cear\u00e1 bei der Vertragsunterzeichnung. <br \/>Foto: GTZ Brasilien<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>F\u00fcr die Kleinbauern im Nordosten Brasiliens ist das Programm der Regierung eine willkommene Gelegenheit, ihre Lebensumst\u00e4nde zu verbessern. Das Ministerium f\u00fcr Agrarentwicklung (MDA) hat mit dem &#8220;Combust\u00edvel Social&#8221; (Sozialer Kraftstoff) ein Siegel f\u00fcr Biodiesel eingef\u00fchrt, das den Produzenten erhebliche Steuervorteile einr\u00e4umt. Voraussetzung daf\u00fcr ist der Abschluss von Vertr\u00e4gen mit kleinb\u00e4uerlichen Betrieben, die den Kauf der Rohstoffe zu einem festen Preis und die technische Unterst\u00fctzung der kleinb\u00e4uerlichen Produzenten garantieren. Die Einbindung kleinb\u00e4uerlicher Produktionsbetriebe und die Ber\u00fccksichtigung \u00f6kologischer Aspekte stellen die Energieunternehmen allerdings vor f\u00fcr sie v\u00f6llig neue Herausforderungen. An dieser Stelle sind die Erfahrungen der GTZ in der Beratung kleinb\u00e4uerlicher Strukturen und der Gestaltung partizipativer Prozesse gefragt.<\/p>\n<p>Partner sind neben der GTZ, Petrobras und der Landesregierung von Cear\u00e1 auch die Organisation der b\u00e4uerlichen Landwirtschaft, die Landlosenbewegung und die F\u00f6deration von Arbeitern in der kleinb\u00e4uerlichen Landwirtschaft Brasiliens. 25 technische Beraterinnen und Berater werden f\u00fcr die Betreuung von 2.000 Familien (insgesamt etwa 8.000 Personen) in zw\u00f6lf Landkreisen der halbw\u00fcstenhaften Gebiete des Bundesstaates qualifiziert. &#8220;Es ist nicht das Anliegen dieser vom BMZ gef\u00f6rderten \u00f6ffentlich-privaten Partnerschaft, die Produktion von Biodiesel zu f\u00f6rdern. Uns geht es darum, die b\u00e4uerliche Landwirtschaft als Eckpfeiler der regionalen Entwicklung zu st\u00e4rken und neue M\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen, um l\u00e4ndliche Armut auf Dauer zu reduzieren&#8221;, erkl\u00e4rt Ulrich Krammenschneider, GTZ-B\u00fcroleiter in Bras\u00edlia. Es gilt, die Organisationen der b\u00e4uerlichen Landwirtschaft zu st\u00e4rken und Methoden f\u00fcr partizipative Abstimmungsprozesse zu vermitteln.<\/p>\n<p>Die Landwirte betonen, dass sie nicht vorhaben, ihre Produktion komplett auf Sonnenblumen und trockenresistenten Rizinus umzustellen. &#8220;Keiner wird aufh\u00f6ren, Ziegen und H\u00fchner zu halten, Honig zu produzieren und Obstbau zu betreiben&#8221;, so Stephan G\u00f6rtz, Mitarbeiter des DED in den Bereichen kleinb\u00e4uerliche Landwirtschaft und Biodiesel. Monokulturen werde es nicht geben, bekr\u00e4ftigen ihrerseits die Bauernf\u00fchrer.<\/p>\n<p>In Gespr\u00e4chen mit der Petrobras-Unternehmensspitze stellte Christoph Beier, Bereichsleiter Asien\/Pazifik, Lateinamerika\/Karibik, nochmals heraus, dass &#8220;das Anliegen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit eine sozial und \u00f6kologisch vertr\u00e4gliche Produktion von Agrartreibstoffen ist. Dazu geh\u00f6rt auch, einer Ausweitung der Produktion von Rohstoffen f\u00fcr Kraftstoffe zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion entgegenzuwirken.&#8221;<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><br \/>Programmbeschreibung <a href=\"http:\/\/www.gtz.de\/de\/aktuell\/18741.htm\" >Armutsorientierte regionale Entwicklung im Nordosten Brasiliens<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Agrartreibstoffe stehen international im Kreuzfeuer der Kritik. Nicht so bei den Kleinbauern im Armenhaus Brasiliens. 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