{"id":11214,"date":"2008-10-28T00:00:00","date_gmt":"2008-10-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20081028-06n"},"modified":"2008-10-28T00:00:00","modified_gmt":"2008-10-27T22:00:00","slug":"neue-lacke-auf-der-basis-nachwachsender-rohstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-lacke-auf-der-basis-nachwachsender-rohstoffe\/","title":{"rendered":"Neue Lacke auf der Basis Nachwachsender Rohstoffe"},"content":{"rendered":"<p><b>Gerade in der Druckindustrie steigt die Forderung nach umweltfreundlichen Prozessen und Technologien. Verbrauchsmaterialien auf Basis nachwachsender Rohstoffe erobern den Markt. &#8220;Green Printing&#8221; steht im Mittelpunkt des Interesses.<\/b><\/p>\n<p>Substrat, Farbe und Lack sind die Materialien, die direkt in das Druckerzeugnis eingehen. Doch war es bislang nicht m\u00f6glich, Druckerzeugnisse zu 100% aus nachhaltigen Bestandteilen zu produzieren. W\u00e4hrend es bei Substraten und Farben schon seit l\u00e4ngerer Zeit entsprechende L\u00f6sungen gibt, ist die Technologiewende nun auch bei Lacken vollzogen. ACTEGA Terra bringt die  neue Produktlinie TerraGreen auf den Markt. Frank Kamphuis, Leiter F&#038;E und Anwendungstechnik: &#8220;Schon vor Jahren hatten wir die Vision von einem Lack, der auf nachwachsenden Rohstoffen basiert. Wir fragten uns damals, welche Alternativen uns f\u00fcr die Lackherstellung zur Verf\u00fcgung stehen, sollte Erd\u00f6l einmal knapp werden. In Betracht zogen wir die unterschiedlichsten Rohstoffe, darunter sogar Tomatenschalen.&#8221;<\/p>\n<p>Was als Idee begann, ist dank intensiver Forschungsarbeit heute Realit\u00e4t. TerraGreen steht f\u00fcr innovative Wasserlacke auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Anders als traditionelle Wasserlacke, die aus Erd\u00f6lderivaten bestehen, basieren sie auf in der Natur vorkommenden Harzen und Wachsen. In ihrer Rohstoffbasis unabh\u00e4ngig von Erd\u00f6l, steuern sie der Verknappung endlicher Ressourcen entgegen und sorgen f\u00fcr einen positiven Klimaeffekt. Dr. Hans-Michael Lenz, Leiter Qualit\u00e4t und Umwelt: &#8220;TerraGreen ist zu mehr als 75% biologisch abbaubar. Nach Absprache mit den \u00f6rtlichen Abwasserentsorgern k\u00f6nnen Lackreste und Waschwasser direkt in der Kl\u00e4ranlage entsorgt werden. Eine Abf\u00fchrung als Abfall ist dann nicht mehr erforderlich.&#8221;<\/p>\n<p>Derzeit sind drei Lacke (matt, seidenmatt, gl\u00e4nzend) der neuen Produktlinie erh\u00e4ltlich. Ihre Kernfunktionen sind mit klassischen Wasserlacken vergleichbar. Die gute Scheuer- und Kratzfestigkeit sichert die hohe Qualit\u00e4t des Druckbildes und sch\u00fctzt die Oberfl\u00e4che vor Besch\u00e4digung. Das Verblocken der Druckbogen im Stapel wird durch die hohe Block- und Nassblockfestigkeit verhindert. Der TerraGreen Glanzlack wurde vom akkreditierten und unabh\u00e4ngigen Pr\u00fcflabor Dr. Wessling als migrationsarm zertifiziert und f\u00fcr den direkten Lebensmittelkontakt zugelassen. Die Laufeigenschaften von TerraGreen sind stabil, es ist kein Umstellungsaufwand an der Druckmaschine n\u00f6tig. Die Anwendung erfolgt aus dem Lackwerk im Bogenoffset.<\/p>\n<p>Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe birgt viele Vorteile f\u00fcr Mensch und Umwelt. Doch wird derzeit diskutiert, ob Stoffe, die klassisch als Nahrungsmittel gelten, auch einer industriellen Verwendung zugef\u00fchrt werden d\u00fcrfen. Frank Kamphuis hierzu: &#8220;Dieses Argument nehmen wir sehr ernst. Bei den f\u00fcr TerraGreen verwendeten Harzen und Wachsen handelt es sich weder um Lebensmittel noch um Stoffe aus der Nahrungsmittelkette&#8221;. Auch erfolgt bei TerraGreen kein Eingriff in existierende \u00d6kosysteme. \u00c4hnlich wie bei Kautschuk werden die verwendeten Rohstoffe nur geerntet. Dabei wird die Pflanze nicht zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Printbuyer werden in Zukunft noch st\u00e4rker auf die Anforderungen \u00f6kologisch orientierter Konsumenten achten. Der Stellenwert, den der Umweltschutz einnimmt, wird zu einem wichtigen Entscheidungskriterium f\u00fcr die Beauftragung von Dienstleistern. Carsten Hoppmann, Market Development Manager Printbuyer, betont: &#8220;Druckereien, die hier den Anspruch der Kunden erf\u00fcllen, sind klar im Vorteil. Sie agieren als Vorreiter und realisieren einen positiven Imageeffekt.&#8221; Das stellt nicht nur Bestandskunden zufrieden, sondern unterst\u00fctzt auch bei der Neukundengewinnung.<\/p>\n<p>Wie gro\u00df das Interesse an &#8220;gr\u00fcnen&#8221; Verbrauchsmaterialien ist, zeigte sich am 9. Oktober 2008 in Frankfurt am Main bei der Verleihung des Innovationspreises der Deutschen Druckindustrie. TerraGreen gewann in der Kategorie Technologie Druck den 1. Preis. Damit unterstreicht die deutsche Druckindustrie den hohen Stellenwert der neuen Produktlinie und zeigt, wie wichtig diese zukunftsweisende Innovation bereits heute ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Gerade in der Druckindustrie steigt die Forderung nach umweltfreundlichen Prozessen und Technologien. 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