{"id":11205,"date":"2008-08-05T00:00:00","date_gmt":"2008-08-04T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20080805-01n"},"modified":"2008-08-05T00:00:00","modified_gmt":"2008-08-04T22:00:00","slug":"stilllegungsflaechen-halbiert-zunahme-beim-getreide","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/stilllegungsflaechen-halbiert-zunahme-beim-getreide\/","title":{"rendered":"Stilllegungsfl\u00e4chen halbiert \u2013 Zunahme beim Getreide"},"content":{"rendered":"<p><b>In Deutschland werden nach vorl\u00e4ufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2008 knapp 12 Millionen Hektar als Ackerland genutzt. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, erreicht der Getreideanbau mit \u00fcber 7 Millionen Hektar wieder den H\u00f6chststand von 2001 und liegt um gut 7% \u00fcber dem Wert des letzten Jahres. Getreide bedeckt damit 60% des Ackerlandes. Auf weiteren 19% der Fl\u00e4che werden im Jahr 2008 mit ann\u00e4hernd 2,3 Millionen Hektar Futterpflanzen angebaut und mit knapp 1,5 Millionen Hektar entfallen auf die Handelsgew\u00e4chse knapp 12% des Ackerlandes. Die Bedeutung von Hackfr\u00fcchten (640.000 Hektar) und H\u00fclsenfr\u00fcchten (84.000 Hektar) nimmt weiter ab. Nur noch 310.000 Hektar oder 2,6% des Ackerlandes werden von den Landwirten stillgelegt, was einer Halbierung (-52%) der Brach- und Stilllegungsfl\u00e4chen gegen\u00fcber 2007 entspricht.<\/b><\/p>\n<p>Zu den Brach- und Stilllegungsfl\u00e4chen z\u00e4hlen alle Ackerfl\u00e4chen, auf denen vor\u00fcbergehend keine landwirtschaftlichen Produkte einschlie\u00dflich nachwachsender Rohstoffe erzeugt werden. Ursache f\u00fcr die deutliche Abnahme der Brach- und Stilllegungsfl\u00e4chen ist die Aussetzung der obligatorischen Fl\u00e4chenstilllegung im Rahmen der F\u00f6rderung landwirtschaftlicher Betriebe im Jahr 2008 durch die Europ\u00e4ische Kommission. Wurden im Jahr 2007 noch knapp 650.000 Hektar brach- oder stillgelegt, waren es im Jahr 2008 nur noch etwa 310.000 Hektar. Die zus\u00e4tzlich zur Verf\u00fcgung stehenden Fl\u00e4chen wurden auch wegen guter Getreidepreise im Erntejahr 2007 \u00fcberwiegend zum Getreide- und Futterpflanzenanbau genutzt.<\/p>\n<p>Beim Getreide wurde vor allem der Anbau von Weizen ausgeweitet, der mit \u00fcber 3,2 Millionen Hektar die bisher gr\u00f6\u00dfte Fl\u00e4chenausdehnung erreicht (+5% gegen\u00fcber dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre). Hierbei handelt es sich zu 98% um Winterweizen. Auch K\u00f6rnermais einschlie\u00dflich Corn-Cob-Mix wird bundesweit mit 518 000 Hektar auf der bisher gr\u00f6\u00dften Fl\u00e4che angebaut. Gegen\u00fcber dem Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2007 ist hier eine Steigerung um 21% festzustellen.<\/p>\n<p>Der Anbau von Futterpflanzen besteht zu fast 70% aus Silomais, der inzwischen in gro\u00dfen Mengen auch zur Erzeugung erneuerbarer Energien (Biogas) herangezogen wird. Bei den Futterpflanzen wurde der Anbau in 2008 um 8% auf eine Fl\u00e4che von 2,3 Millionen Hektar ausgedehnt. Gegen\u00fcber dem Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2007 fand eine Steigerung um 27% statt. Beim Silomais mit einer aktuellen Fl\u00e4che von nahezu 1,6 Millionen Hektar ist ein Fl\u00e4chenzuwachs von mehr als 6% zu verzeichnen (+23% gegen\u00fcber dem mehrj\u00e4hrigen Durchschnitt).<\/p>\n<p>Die Handelsgew\u00e4chse, die zu gut 95% aus \u00d6lfr\u00fcchten bestehen, nehmen im Jahr 2008 1,5 Millionen Hektar ein. Die mit 1,6 Millionen Hektar bisher gr\u00f6\u00dfte Fl\u00e4chenausdehnung des Vorjahres wurde damit um 10% unterschritten. Winterraps, der mit knapp 1,4 Milli\u00adonen Hektar die bedeutendste Anbaukultur bei den Handelsgew\u00e4chsen ist, verzeichnete dabei einen R\u00fcckgang um 11%.<\/p>\n<p>Die Hackfr\u00fcchte, wozu vor allem Zuckerr\u00fcben und Kartoffeln z\u00e4hlen, umfassen in 2008 eine Fl\u00e4che von rund 640.000 Hektar (-7% zum Vorjahr). Bei den Zuckerr\u00fcben ist dabei im Vergleich zum Vorjahr ein R\u00fcckgang von 8% (auf 370.000 Hektar) zu verzeichnen, w\u00e4hrend der Kartoffelanbau um 5% (auf 260.000 Hektar) abnahm. Der st\u00e4rkste prozentuale R\u00fcckgang beim Anbau auf dem Ackerland trat in 2008 gegen\u00fcber dem Vorjahr mit \u00fcber 22% bei den H\u00fclsenfr\u00fcchten auf.<\/p>\n<p><center><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080805-01\/2008-08-05_Statist_Bundesamt.jpg\" align=\"center\" BORDER=\"0\" ALT=\"2008-08-05_Statist_Bundesamt.jpg\"\/><\/center><br \/><b>Weitere Informationen<\/b><br \/><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20080805-01\/2030312088004.pdf\" >Landwirtschaftliche Bodennutzung &#8211; Anbau auf dem Ackerland (Vorbericht 2008)<\/a> (PDF)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>In Deutschland werden nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2008 knapp 12 Millionen Hektar als Ackerland genutzt. 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